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24. September 2023
Essen & Trinken

Safranoleum: Die Welt der Gewürze entdecken

Das Safranoleum in Siegendorf ist eine Welt der Gewürze, ein Universum der Aromen. Hannes Pinterits hat dort einen Ort geschaffen, an dem man diese Welt erkunden kann – mit einem Schaugarten und einem Kostraum, in dem man sich auf den Geschmack Pannoniens und der ganzen Welt einlassen kann.

Frau pflückt Safranblüten und legt sie in einen Korb
Safran aus Österreich? Früher war die Alpenrepublik eine der bedeutendsten Anbauregionen. © Shutterstock

Eine Prise davon oder doch lieber ein ganzer Teelöffel hiervon? Gewürze bringen Geschmack in Gerichte und Spaß am Kochen. Wer die sinnliche Welt der Gewürze im Burgenland erleben will, kann eine Führung im Safranoleum buchen und anschließend im Shop einkaufen. Die Experten vor Ort geben Tipps, wie man Gewürze gekonnt verwendet, und gehen schonungslos mit Mythen ins Gericht. Ist Gefriertrocknung wirklich bei allen Gewürzen sinnvoll? Gibt es bei Ölen überhaupt eine Kaltpressung?

Interessant wird es auch beim Erkunden des Schaugartens mit Kräutern von A wie Anis bis Z wie Zitronenverben – dies ist auch ohne Führung möglich. Im Kostraum suchen sich die Besucher schließlich ihre Lieblingsgewürze aus.

Majoran, Safran, Fenchel

Der Ursprung der Liebe zu den Gewürzen liegt bei Safranoleum-Chef Hannes Pinterits in Kindheitserinnerungen an Majoran. Den baut er nicht nur aus Lust und Laune an, sondern knüpft damit an eine lange Tradition rund um Neusiedl am See an. Denn Neusiedl erlebte bis in die 1950er-Jahre eine Blüte als Exporteur von hochwertigem Majoran, der nach ganz Europa geliefert wurde. Die Gewürzpflanze benötigt feuchte Böden und warmes Klima – genau das, was die ehemaligen Schwemmgründe rund um den See zu bieten hatten.

Der Namensgeber für das Safranoleum ist aber natürlich der Safran, den Hannes Pinterits ebenso anbietet. Der edle Safran, ein zartlila Krokus, blüht erst im Oktober. Seine Ernte erfolgt in aufwendiger Handarbeit. Außerdem gilt er als teuerstes Gewürz der Welt und hat in Ostösterreich eine jahrhundertealte Anbautradition.

Spätestens bei der Verkostung der Fenchelpollen im Safranoleum sind die Geschmacksknospen endgültig gefordert, dieses Aroma kennt kaum jemand. Fenchelpollen sind die Blüten und Staubpollen der Fenchelpflanze. Die Pollen schmecken würzig, ätherisch nach Fenchel und mehr: Honig/Süßholz, Lakritze, intensivere und weniger intensive Noten seiner Verwandten Anis, Koriander und Dill.

5 Dinge, die man gesehen haben muss

  • das Safranoleum bei einer Führung
  • den Kräutergarten
  • blühenden Safran auf dem Feld (Oktober)
  • den Shop (vor Ort und online)
  • die Siegendorfer Puszta und das Haydnhaus Eisenstadt ganz in der Nähe

Facts and Figures Safranoleum

  • Safran hat einen aromatisch herb-würzigen Geschmack und wirkt verdauungsfördernd. Vor allem in der mediterranen und orientalischen Küche wird er häufig zum Aromatisieren von Reisgerichten, Meeresfrüchten, Suppen, Saucen und auch Süßspeisen eingesetzt.
  • Nicht überall, wo Safran draufsteht, ist auch Safran drin. Weil er so teuer ist, wurde schon immer versucht, ihn zu fälschen oder zu strecken. Der Farbstoff des Safrans gibt zwar Speisen eine gelbe Färbung, das Ausgangsprodukt ist aber rot.
  • Safran ist eines der wenigen Gewürze, das außerhalb der Tropen gedeiht. In Klingenbach wird seit 2006 – nach jahrhundertealter Tradition – wieder österreichischer Safran angebaut.
Safranoleum Eisenstädter Straße 97
7011 Siegendorf
office@safranoleum.at
0664/224 72 61
https://safranoleum.at
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