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29. Mai 2024
Bühne

„Kassandra“ bei den Sommerspielen Melk

Kassandra gilt als tragische Heldin, die immer das Unheil voraussah, aber niemals Gehör fand.

Eine Frau (Kassandra) liegt am Boden und schaut in die Kamera; vor ihr Schachfiguren © Daniela Matejschek
„Kassandra“ von Magda Woitzuck ist ein Auftragswerk der Sommerspiele Melk. © Daniela Matejschek

Der Legende nach begehrte Gott Apollon die trojanische Königstochter Kassandra so sehr, dass er ihr die Gabe der Weissagung schenkte. Als sie jedoch seine Verführungsversuche zurückwies, belegte er sie mit einem Fluch: Niemand soll ihr Glauben schenken. So gilt sie als tragische Heldin, die immer das Unheil voraussah, aber niemals Gehör fand.

Die mit dem ARD-Hörspielpreis ausgezeichnete Autorin Magda Woitzuck verlässt in ihrer Fassung den göttlichen Rahmen, die seherische Fähigkeit Kassandras bleibt: So treffen an diesem Abend Prophezeiungen auf eigensinnige Skepsis, das Warnen vor Gefahren auf ein überhebliches Machtgehabe und das Erkennen von Unausweichlichem auf Verharren im Status Quo. Kassandra und die Frauen Trojas ist nicht bloß die Schilderung des trojanischen Krieges aus weiblicher Perspektive, vielmehr ist dieser Abend die moderne Erzählung eines antiken Mythos, die unsere eigenen Verhaltensmuster und Denkweisen in Frage stellt.

„Kassandra“ ist ein Auftragswerk der Sommerspiele Melk. Ensemble: Isabella Knöll, Sophie Prusa, Alexandra-Maria Timmel, Thomas Kamper, Valentina Waldner, Julia Jelinek, Claudia Carus und Pippa Galli; Regie: Christina Gegenbauer.

Karten gibt es hier.

„Kassandra“ bei den Sommerspielen Melk am 1. Juli 2023 um 20.15 Uhr
von 13. Juli 2023 bis 14. Juli 2023 um 20.15 Uhr
am 20. Juli 2023 um 20.15 Uhr
von 28. Juli 2023 bis 29. Juli 2023 um 20.15 Uhr
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