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350 Millionen für morgen: Wie das Burgenland seine Zukunft baut

Das Burgenland investiert heuer rund 350 Millionen Euro in Infrastruktur – mit Fokus auf Bauprojekte, Straßen, Wohnen und Klimaschutz. Das Großziel: Wirtschaft, Sicherheit und Lebensqualität trotz aktueller Krisen nachhaltig zu stärken. Zahlreiche Projekte in allen Bezirken sollen das Land modernisieren und zukunftsfit machen.
Von links: Geschäftsführer der Bau und Betrieb Burgenland (BBB) Johann Thiesz, Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, Geschäftsführerin der Landesimmobilien Burgenland (LIB) Jutta Benedek und Leiter der Abteilung 5 für Wasser, Klima und Energie im Amt der Burgenländischen Landesregierung Wolfgang Heckenast
Von links: Geschäftsführer der Bau und Betrieb Burgenland (BBB) Johann Thiesz, Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, Geschäftsführerin der Landesimmobilien Burgenland (LIB) Jutta Benedek und Leiter der Abteilung 5 für Wasser, Klima und Energie im Amt der Burgenländischen Landesregierung Wolfgang Heckenast © Landesmedienservice Burgenland

Vom Fundament zur Zukunft: Rund 350 Millionen Euro investiert das Land Burgenland in Bauprojekte, Sanierungen und Zukunftsmaßnahmen. Präsentiert wurde das umfassende Bauprogramm von Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner, der dabei vor allem eines betonte: „Wir agieren offensiv und investieren gezielt in die Zukunft unseres Landes.“ Die Investitionen würden nicht nur die Wirtschaft stärken, sondern auch die Lebensqualität der Bevölkerung nachhaltig verbessern – etwa durch besseren Hochwasserschutz oder moderne Infrastruktur.

Milliardenimpulse für ein kleines Bundesland

Mit den zusätzlichen Mitteln der ASFINAG für den Ausbau von Schnellstraßen steigt das gesamte Investitionsvolumen sogar auf über 500 Millionen Euro. Damit wird in allen Bezirken gebaut, saniert und erweitert. Die Hintergründe sind ernst: Nach den Auswirkungen der Corona-Pandemie, geopolitischen Krisen wie dem Krieg in der Ukraine und steigenden Preisen setzt das östlichste Bundesland bewusst auf Investitionen als Stabilitätsfaktor. Maßnahmen wie der Wohnkostendeckel oder günstige Rückkaufmodelle für Wohnbaudarlehen ergänzen diese Strategie. „Das Bauprogramm bedeutet Sicherheit und Lebensqualität für die Menschen“, so Dorner.

Schwerpunkt Hochbau: Projekte der Landesimmobilien Burgenland

Ein großer Teil der Investitionen entfällt auf die Landesimmobilien Burgenland (LIB). „Wir sind stolz als LIB, einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung des Landes, die Wirtschaft, den Sport wie auch die Kultur leisten zu können. 282 Millionen Euro werden von der LIB-Gruppe in die Infrastruktur des Landes investiert“, erklärte Geschäftsführerin Jutta Benedek. Neben der Instandhaltung bestehender Gebäude fließen über 140 Millionen Euro in Neu- und Umbauten.

Wichtige Projekte 2026:

  • Haus der Volksgruppen in Oberwart
  • Kulturzentrum Güssing
  • Campus Energie und Gesundheit Pinkafeld
  • Keramikschule Stoob
  • Hallenbad Neusiedl am See

Weitere Großprojekte wie der Aktivpark Güssing oder die Erweiterung der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf befinden sich bereits in Umsetzung.

Gemeinden im Fokus: Projektentwicklung Burgenland

Die Projektentwicklung Burgenland GmbH (PEB) unterstützt Gemeinden bei der Umsetzung kommunaler Infrastrukturprojekte. Mit einem Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro entstehen unter anderem das Bildungscampus Lackenbach, das Feuerwehrhaus Hornstein und die Sanierung und der Ausbau der NMS Gols. Damit wird gezielt in Bildung und Sicherheit auf Gemeindeebene investiert.

Wohnen und Pflege: SOWO setzt soziale Akzente

Auch die So Wohnt Burgenland GmbH (SOWO) trägt mit rund 35 Millionen Euro zum Bauprogramm bei.

Im Fokus stehen:

  • Pflegestützpunkte (zahlreiche bereits fertiggestellt oder im Bau)
  • Altenwohn- und Pflegeheime, etwa in Rechnitz
  • Leistbares Eigentum, z. B. in Trausdorf an der Wulka

Dabei zeigt sich besonders deutlich: Infrastruktur bedeutet nicht nur Straßenbau, sondern auch soziale Versorgung.

Straßen und Brücken: Sanierung im ganzen Land

Die Burgenland Bau und Betrieb (BBB) investiert über elf Millionen Euro in das Landesstraßennetz. Geschäftsführer Johann Thiesz sagt dazu: „Unser Programm ist ein guter Wurf für das Burgenland, den wir heuer schaffen können, wir bringen die Infrastruktur auf den letzten Stand.“ Geplant sind insgesamt 41 Projekte – von Straßensanierungen bis zu Brückeninstandsetzungen. Beispielsweise gehören dazu die Sanierungen an der B10, L102 und L251, die Eisenbahnkreuzung an der L325 sowie die Brückenprojekte in Nikitsch oder Schattendorf. Rund 60 Prozent der Mittel fließen in Straßen, 40 Prozent in Brücken und Kunstbauten.

Wasserbau und Klimaschutz: Zukunftsprojekte im Fokus

Auch im Bereich Wasserbau wird kräftig investiert. Unter der Leitung von Wolfgang Heckenast setzt die zuständige Abteilung auf Hochwasserschutz, Wasserversorgung und ökologische Projekte: „Die Daseinsvorsorge der Burgenländerinnen und Burgenländer sichern wir mit der Trinkwasserversorgung und der Abwasserentsorgung ab. Eine Weiterentwicklung des Burgenlandes passiert mit den Sonderprojekten.“

Zu den Schwerpunkten gehören 25 Projekte im Hochwasserschutz und in der Ökologisierung, Investitionen in Abwasser- und Wasserversorgungsanlagen sowie Sonderprojekte wie „Land for Climate“ oder „Pannonic Salt“. Ziel ist es, Klimaanpassung und nachhaltige Entwicklung langfristig zu sichern. Oder, wie es Landesrat Dorner zusammenfasst: „Es geht darum, das Land weiterzuentwickeln – für die Menschen, die hier leben.“

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