Story

Strandbad Podersdorf schreibt schwarze Zahlen

Mehr als 300.000 Badegäste, Rekordwerte beim Camping und ein volles Veranstaltungsprogramm: In Podersdorf am See hat sich das Strandbad in den vergangenen Jahren zu einem wirtschaftlichen Erfolgsfaktor entwickelt. Laut der Podersdorf Tourismus- und Freizeitbetriebsgesellschaft kommt der Betrieb seit 2026 erstmals ohne finanzielle Zuschüsse der Gemeinde aus.
PTF-Geschäftsführer Rene Lentsch und Bürgermeisterin Michaela Wohlfart. © Podersdorf Tourismus und Freizeit Betriebsgesellschaft m.b.H.

Während viele öffentliche Freibäder und Badeteiche mit steigenden Kosten kämpfen, meldet Podersdorf am See eine positive Entwicklung. Die Podersdorf Tourismus- und Freizeitbetriebsgesellschaft (PTF), Betreiberin des Erlebnis-Strandbades PODOBEACH und des STRANDcampings am Neusiedler See, wirtschaftet nach eigenen Angaben erstmals vollständig ohne finanzielle Unterstützung der Standortgemeinde. Geschäftsführer Rene Lentsch sieht darin das Ergebnis einer langfristigen Strategie: „Wir freuen uns sehr, dass wir erstmals ohne Transferzahlungen der Gemeinde erfolgreich wirtschaften können. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger Arbeit an Qualität, Angebot und Erlebnisorientierung.“ Neben Investitionen in die Infrastruktur setzt die Destination gezielt auf Veranstaltungen und Freizeitangebote, um zusätzliche Gäste anzusprechen und die Saison zu verlängern.

Rekordzahlen bei Gästen und Nächtigungen

Die Entwicklung spiegelt sich auch in den Besucherzahlen wider. Im Jahr 2025 verzeichnete PODOBEACH rund 305.000 Gäste. Das STRANDcamping erreichte mit mehr als 124.000 Nächtigungen ebenfalls einen neuen Höchstwert. Insgesamt wurden in der Destination rund 421.000 Nächtigungen gezählt. Als wichtiger Erfolgsfaktor gilt auch das umfangreiche Veranstaltungsprogramm. Rund 60 Events fanden im vergangenen Jahr statt. Dazu zählten unter anderem ein Triathlon mit mehr als 2.000 Teilnehmern, Halloween-Veranstaltungen mit über 10.000 Eintritten sowie ein Eislauf-Event, das ebenfalls rund 10.000 Besucher anzog. Bürgermeisterin Michaela Wohlfart verweist auf die Bedeutung früherer Investitionen: „Ein Investment von sieben Millionen Euro erforderte Mut. Aber genau diese Entscheidung hat sich als richtig erwiesen – die Entwicklung unseres Strandbads zeigt, dass gezielte Investitionen in Erlebnis und Qualität langfristig Früchte tragen.“

Neue Hotels sollen Angebot erweitern

Die nächsten Projekte sind bereits in Planung. Gemeinsam mit der Gemeinde will die PTF das touristische Angebot weiter ausbauen und neue Beherbergungsbetriebe nach Podersdorf holen. Dafür sollen zwei Gemeindegrundstücke, eines direkt am See und eines im Bereich der Einfahrt Nordstrand, für Hotelentwicklungen genutzt werden. Geplant ist unter anderem ein Drei-Sterne-Hotel, das sich speziell an Radfahrende und Wassersportgäste richten soll. „Wir warten nicht darauf, dass etwas passiert – wir werden selbst aktiv“, sagt Lentsch. Mit der geplanten Investorenoffensive soll die touristische Entwicklung des Ortes langfristig abgesichert und das Angebot für Gäste weiter ausgebaut werden.

Sponsored
Das könnte dir gefallen:

Wenn im Steinbruch Rom entsteht: Puccinis „Tosca“ 2026

Wie aus Venedig: Venusmuscheln mit Weißweinsauce

Ärztebewertungen im Netz: Was erlaubt ist – und was nicht

Werde jetzt schauvorbei-Newsletter Abonnent und bleibe immer auf dem Laufenden!
Leider konnten wir deine Anmeldung nicht abschließen. Versuche es bitte später erneut.
Die Anmeldung zum Newsletter war erfolgreich!
Sponsored