Das Festival Wien Modern richtet seine 39. Ausgabe 2026 ganz nach einem zentralen Fluss der Stadt aus: der Donau. Sie bildet nicht nur einen geografischen Bezugspunkt, sondern auch den künstlerischen Ausgangspunkt für zahlreiche Arbeiten, die Natur, Klang und Wahrnehmung neu miteinander verbinden.
Eröffnet wird das Festival mit einem abendfüllenden Werk von Pia Palme, die gemeinsam mit der Künstlerin Lisa Horvath Mit der Donau entwickelt. Das Stück entsteht unter anderem im Nationalpark Donauauen und wird am 30. Oktober 2026 vom RSO Wien im umgebauten Großen Saal des Wiener Konzerthauses uraufgeführt. Parallel dazu lädt Annea Lockwood mit ihrer Sound Map of the Danube zu einer akustischen Reise entlang von mehr als 50 Orten zwischen Schwarzwald und Schwarzem Meer.
Auch weitere Beiträge widmen sich unterschiedlichen Ökosystemen und ihren Klangräumen. Kirsten Reese und die Ökoakustikerin Sandra Müller erforschen Waldklänge, während Katrin Hornek und Judith Unterpertinger einen ungewöhnlichen Wiener „Berg“ als akustischen Erfahrungsraum erschließen. Jean-Luc Hervé macht Insektenklänge an einem historisch insektenfeindlichen Ort hörbar, und Dimitri de Perrot legt in einer akustischen Tiefenbohrung verborgene Klangwelten unter der Erdoberfläche frei.
Ergänzt wird das Programm durch zentrale Konzertereignisse in den großen Wiener Häusern, darunter die Auszeichnung von Katharina Klement mit dem Erste Bank Kompositionspreis 2026 sowie Werke von Francesca Verunelli, Elfriede Jelinek, Pierre-Laurent Aimard und Mark Andre.


