Bereits beim ersten Ablegen am 1. Juni 2006 war die Idee ungewöhnlich: Eine direkte Schnellverbindung vom Wiener Stadtzentrum bis in die Altstadt von Bratislava – ohne Stau, ohne Umsteigen und in nur etwas mehr als einer Stunde. Heute zählt der Twin City Liner der Central Danube, ein gemeinsames Unternehmen der Wien Holding und der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, jährlich rund 190.000 Passagiere und gilt als eines der bekanntesten touristischen Angebote auf der Donau. Anlässlich des runden Jubiläums kamen am 18. Juni zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Tourismus im Wiener „Motto am Fluss“ zusammen, um auf die vergangenen zwei Jahrzehnte zurückzublicken.
„Der Twin City Liner ist weit mehr als eine Schiffsverbindung. Er ist seit 20 Jahren ein Symbol für das Zusammenrücken der beiden Donaumetropolen Wien und Bratislava und verbindet nicht nur zwei Tourismus- und Wirtschaftsstandorte, sondern vor allem Menschen. Mit 187.000 Passagier*innen wurde im Vorjahr ein neuer Rekord erreicht. Das bestätigt: Der Twin City Liner ist eine Erfolgsgeschichte, die wir auch in den kommenden Jahren fortschreiben wollen“, so Gemeinderat und Landtagsabgeordneter Thomas Mader.
Bereits in der ersten Saison nutzten rund 79.000 Menschen die neue Verbindung. Die hohe Nachfrage führte dazu, dass 2008 ein zweiter Katamaran in Dienst gestellt wurde. Beide Schiffe verkehrten bis 2018 zwischen Wien und Bratislava. Mit dem steigenden Interesse wuchsen auch die Ansprüche. 2017 wurde der Bau einer neuen Generation des Twin City Liners beauftragt. Das heutige Schiff wurde auf der Isle of Wight in England gefertigt und bietet Platz für bis zu 250 Personen. Seit seiner Taufe im Jahr 2019 pendelt der moderne Schnellkatamaran bis zu dreimal täglich zwischen den beiden Hauptstädten.
„Die Wien Holding trägt mit ihren Unternehmen in vielen Bereichen dazu bei, dass Wien zu den lebenswertesten Städten der Welt zählt. Der Twin City Liner steht seit 20 Jahren als innovatives, erfolgreiches und grenzüberschreitendes Projekt beispielhaft für diesen Anspruch. Mehr als 2,5 Millionen Menschen sind seit 2006 mit dem Schnellkatamaran gereist – ein eindrucksvoller Beleg für eine Erfolgsgeschichte, die Menschen und Regionen nachhaltig verbindet“, erklärte Wien-Holding-Geschäftsführerin Karin Ramser.
Zum 20-jährigen Bestehen setzt die Betreibergesellschaft auch auf besondere Angebote. In der Saison 2026 profitieren unter anderem Senioren, Studierende, Lehrlinge, Präsenz- und Zivildiener sowie Menschen mit Behinderung von Ermäßigungen. Darüber hinaus werden wieder Familienwochen und spezielle Aktionen für Schulgruppen angeboten. Auch technisch wurde der Twin City Liner in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Neben modernem Bordkomfort und Satelliten-WLAN verfügt das Schiff seit 2025 über eine Photovoltaikanlage am Dach, die einen Teil des Energiebedarfs selbst deckt.
„Die Geschichte des Twin City Liners zeigt eindrucksvoll, wie aus einer Idee zur Erschließung der Verkehrsachse Wien-Bratislava mit einem völlig neuen touristischen Mobilitätskonzept ein nachhaltiges und wirtschaftlich erfolgreiches Geschäftsmodell entwickelt und umgesetzt wurde“, betonte Reinhard Karl, Generaldirektor-Stellvertreter und Kommerzkunden-Vorstand der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien.

