
Das sind keine zehn Meter, denke ich. Verdammt wenig, wenn dir im kniehohen Savannengras zwei Breitmaulnashörner gegenüberstehen. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie so ein bis zu 3.500 Kilogramm schweres Tier auf einen zugallopiert. Ganz ruhig bleiben und tief durchatmen ist die Devise beim Rhino Walk auf der 20.000 Hektar großen Gästefarm Ghaub. Hier hat man diese mächtigen Tiere erfolgreich ausgewildert. Breitmaulnashörner sind nicht nur das zweitgrößte Landsäugetier der Erde, sondern auch die bedrohteste Tierart in Namibia. Ihr Horn ist in Teilen Asiens als traditionelles Heilmittel so begehrt, dass auf die streng geschützten Nashörner immer wieder Jagd gemacht wird. Deshalb begleitet ein Wächter den ganzen Tag lang die beiden Giganten durch den Busch.
Bedrohte Nashörner
Jedes der 15 Nashörner hat hier einen solchen „Schutzengel“, der sie vor Wilderern bewahren soll. Das gelingt jedoch nicht immer. „In letzter Zeit haben wir fünf Tiere verloren“, erzählt Farmbesitzer Martin Rust, der sich ganz dem Schutz der Nashörner verschrieben hat. Seit dem Jahr 1900 ist seine Familie in Namibia, damals noch die Kolonie Deutsch-Südwestafrika.
Reist man durch das riesige Land, trifft man oft auf die Nachfahren solcher europäischen Auswanderer. Zu ihnen zählt auch die Familie von Sven Sturm, der bei meinem Roadtrip Fahrer, Guide, Beschützer, Übersetzer und am Schluss der Reise auch Freund ist. Seine Eltern Barbara und Friedolf kauften vor 35 Jahren eine pleitegegangene Tierfarm dreieinhalb Jeepstunden südwestlich von Windhoek.
Wildnis statt Farmland
Sofort rissen sie alle Rinderzäune nieder, verwandelten das 25.000 Hektar große Farmerland in das Privatreservat Nam Nau Habitat und schufen die Namib Naukluft Lodge für naturbegeisterte Besucher. Hier begann unsere Tour zu den Schätzen der Wildnis Namibias. Wissenschafter kommen immer wieder hierher, um das Leben von Leoparden, Geparden und Hyänen zu erforschen. Für mich gestaltet sich der Anfang mal putzig: Neugierige, hoch aufgerichtete Erdmännchen beobachten mich, als ich mit Sven zur Sonnenuntertagsfahrt zu den Marmorbergen aufbreche. Im orangen Abendlicht taucht schnell eine große Herde von Bergzebras auf, dann ein Steinbock, zwei Aasgeier und ein Dutzend Warzenschweine. Dann nähert sich aus dem Busch eine majestätische Giraffe mit ihrem einige Monate alten Jungen. Und gleich die erste Lektion in Sachen Naturbeobachtung: Scheu kennen die Wildtiere in Namibia nicht, eher im Gegenteil. Es scheint, als ob auch sie es lieben, uns Menschen zu beobachten. Als es dann schnell Nacht wird, strahlen bei der Fahrt zurück zur Lodge die ganze Milchstraße und andere funkelnde Sterne am neumonddunklen Himmel.

Am nächsten Tag heißt es früh aufstehen. Es ist noch dunkel und kalt, als wir um 4.30 Uhr in die nahegelegene Namib-Wüste fahren, die sich rund 2.000 Kilometer vom Süden in den Norden entlang der Atlantikküste zieht. Hier befinden sich mit bis zu 380 Metern Höhe die mächtigsten Sanddünen der Welt. Am schönsten ist ihr Anblick aus der Luft, und den genieße ich gleich dank Namib Sky Balloon Safaris. Zwanzig andere Frühaufsteher stehen mit mir im riesigen Ballonkorb, der sich langsam in die Höhe schraubt. Der eine oder andere zittert, denn die Zeit kurz nach Sonnenaufgang ist die kälteste des ganzen Tages. Aber der Rundumblick auf eine fantastische Landschaft aus Sand und Stein ist mehr als eine Belohnung für Augen und Herz.
Ikonische Sandberge
Wieder auf festem Boden, wartet auf uns die wohl ikonischte Landschaft Namibias. Während Sven den Toyota hinein in den Namib-Naukluft-Nationalpark lenkt, wandern links und rechts der Straße neben Springböcken und Schakalen auch Oryxantilopen, das Wappentier Nambias. Mit ihren bis zu eineinhalb Meter langen, geraden Hörnern können sie selbst für wagemutige Raubtiere zur Lebensgefahr werden. Als wir über lange Sandpisten fahren, bin ich wieder froh, in Svens Obhut zu sein. „Umso heißer der Sand, umso tiefer graben sich die Reifen ein“, erzählt er. Viele steckengebliebene Selbstfahrer mussten schon aus ihrem Dilemma gerettet werden.

Dann geht es zu Fuß über Dünen zu Deadvlei. Jedes Buch über Namibia ziert ein Foto der charakteristichen Gerippe von Kameldornbäume, die mitten in dieser sonst leeren Tonpfanne im Sandmeer stehen. Die Bäume sind bis zu 850 Jahre alt und bereits vor rund 600 Jahren abgestorben, als Christoph Kolumbus noch nicht einmal Amerika entdeckt hatte. Nach diesen und anderen Naturwundern des Namib-Naukluft-Nationalparks geht es mit dem Toyota Hillux Richtung Norden. Am Pistenweg künden hohe Staubwolken schon von weitem die wenigen anderen Autos, die denselben Weg nehmen. Als wir am 755 Meter hohen Gaub-Pass einen Stop einlegen, sagt Sven verzückt: „Sonst ist hier nur Sand und Stein“. Heute ist alles anders, denn der Regen der letzten Wochen hat die Wüste zum Blühen gebracht, ein seltener Anblick.
Apropos Botanik: Sven macht einen Abstecher zur Welwitschia mitten in der Wüste. Es handelt sich um eine vor 167 Jahren vom österreichischen Botaniker und Namensgeber Friedrich Welwitsch entdeckte Pflanze, die nicht wegen ihrer Schönheit berühmt ist, sondern weil sie ein Methusalem-Alter erreicht: Bis zu 2.000 Jahre sollen manche Exemplare alt werden, einfach unfassbar. Nicht so alt, dafür äußerst giftig ist die Gehörnte Puffotter, die gleich neben einer Welwitschia aus ihrem Sandloch späht. Sven will sie mit einem Stock herauslocken, aber zum Glück gehorcht ihm nicht jedes Lebewesen.
Geschichte in Swakopmund
Nach der Natur steht mit Swakopmund die einzige richtige Stadt auf unserem Roadtrip, ein totaler Tapetenwechsel. Von den Deutschen 1892 gegründet, handelt es sich seither um den beliebtesten Urlaubsort der Einheimischen, mit typischer Kolonialarchitektur und farbenfrohen Häusern. Wie magnetisch angezogen führt uns der Weg gleich zur 300 Meter langen Jetty, Herzstück der Küstenpromenade. Am Beginn der Seebrücke verkaufen Himba-Frauen aus dem einsamen, armen Norden ihren Schmuck und posieren zur Draufgabe für Fotos. Hier flaniert man am rauen Atlantik und kehrt dann in eines der angesagten Fischrestaurants für ein köstliches Dinner ein. Swakopmund bedeutet: mit der Seele baumeln und Sightseeing. Wobei, viel sehen ist hier ehrlich gesagt nicht jeden Tag angesagt, eher im Gegenteil. „Oft liegt über der ganzen Küste dichter Nebel“, erzählt Sven. Das liegt am kalten Meerwasser des Benguela-Stroms, das auf warme Luft über dem Land trifft und 200 Tage im Jahr für Nebel sorgt.
Küste der Skelette
Wir haben aber bei der Fahrt von Swakopmund die Skelettküste gen Norden strahlende Sonne, typisch Engerln auf Reise. Mit sechs Stunden Fahrzeit und fast 500 Kilometern haben wir heute die längste Tagesetappe zu bewältigen. Links zweigen für Hobbyfischer Sandpisten zur Küste ab.

Zusehends schwindet die Zivilisation, richtige Siedlungen gibt es hier keine mehr. Weltabgewandt und einsam ist es hier. Das mussten Jahrhunderte lang schon Seefahrer erkennen, die hier gestrandet waren. 1.000 Schiffe sollen hier untergegangen sein, der größte Schiffsfriedhof der Welt. So manches Wrack, wie das der Zeila oder des Dunedin Star, zeugen heute noch von wahren Tragödien. Die Schiffbrüchigen hatten nämlich nur die Wahl zwischen verdursten – oder von wilden Tieren gefressen werden. Die Skelettküste verdient ihren Namen zu Recht. Immer wieder liegen am Pistenrand riesige Knochen von Walen, die hier ebenso ihr Ende gefunden haben. Voller Leben ist dagegen das Cape Cross Seal Reserve, wo sich auf einer Landzunge bis zu 100.000 Zwergpelzrobben tummeln. Es ist ein lautes Treiben, und das längere Beobachten der Tiere für unsere Nasen eine olfaktorische Herausforderung.
Ab dem Ugabmund Gate beginnt der Skeleton Coast National Park. Hier geht es nur mit einem Permit weiter. Die Salzstraßen am Anfang vertragen auch mal 100 km/h, dann geht es über Sandpisten. Irgendwann verabschiedet sich der Handyempfang. In Möwe Bay ist auch für Sven trotz seiner Fahrkünste Schluss. Wir werden von einem Jeep abgeholt, den Richard steuert. Für die nächsten 35 Kilometer brauchen wir eineinhalb Stunden. Es geht mal direkt am Strand entlang und dann über Sanddünen zur Ship Wreck Lodge – der Ausdruck „querfeldein“ ist da eine grobe Untertreibung. Die abgelegenste Luxusunterkunft Namibias liegt einige Hundert Meter vom Meer entfernt und bietet zehn stylishe, exklusive Hütten mitten im Nirgendwo, dazu einzigartige All-Inclusive-Erlebnisse. So überrascht uns Richard am nächsten Tag mit einem Scenic Drive durch die Wüste inklusive Grill-Lunch in einem ausgetrocketen Flussbett. Mit viel Glück sichtet man hier auch mal seltene Wüstenelefanten oder Wüstenlöwen, die sich aber dieser Tage in die Berge zurückgezogen haben. Wir entdecken nur ihre Dunghaufen und Spuren von Hyänen, Schakalen und Stachelschweinen. Wildlife pur, dass es nur so wurlt, ist dagegen im weltberühmten Etosha-Nationalpark angesagt, dem nächsten Highlight unseres Namibia-Roadtrips.
Die Fahrt dorthin verläuft durch die Berge des Damaralandes, stellenweise entlang der sogenannten „Roten Linie“. Was in unserer Sprache zu einem geflügelten Wort wurde, ist ein historischer Schutzzaun zwischen dem Norden und Süden, um das Einschleppen von Tierseuchen zu verhindern. Nur wenige Menschen leben in diesem Landstrich. Namibia zählt ohnehin zu den am dünnsten besiedelten Staaten der Welt, hier sind es noch viel weniger Bewohner, nur einige wenige Tankstellen mit Shops bringen Abwechslung, und das Bild ist geprägt von Buschsavanne mit großen roten Termitenhügeln. Wir näheren uns dem Galton Gate, einem von vier Toren in den Etosha-Nationalpark, die nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet sind.
Tierparadies Etosha
Der westliche Teil von Naimbias ältesten und bedeutendstem, 2,3 Millionen Hektar großen Schutzgebiet wurde erst vor zwölf Jahren für alle Touristen und Selbstfahrer geöffnet. Das heißt: wenige Camps, wenige Lodges, vergleichsweise wenige Besucher, dafür viele Tiere. Die Besonderheit Etoshas liegt an der einzigartigen, riesigen Salzpfanne, in deren Süden eine 348 Kilometer lange Straße verläuft – von einem Wasserloch zum nächsten, die einen natürliche, die anderen künstliche.
Ab jetzt ist absolute Vorsicht angesagt, denn hier sind wilde, gefährliche Tiere die wahren Herrscher. Während man es in privaten Reservaten nicht so streng nimmt und sogar Safaris zu Fuß anbietet, ist es im Nationalpark strengstens verboten, unterwegs aus dem Jeep zu steigen – ausnahmslos, komme was wolle. Die Beine vertreten kann man sich am Weg nur bei einigen wenigen Rastplätzen, wo man auch bestimmte Geschäfte erledigen kann. Die Toilettanlagen sind übrigens von Deutschland gesponsert.

Drei Meter hohen Zäune sind Zeichen dafür, das sich hier jede Menge tut. In Zahlen: Mit 2.000 Elefanten, 3.000 Giraffen, bis zu 600 Löwen, 16.000 Springböcke, mehr als 12.000 Steppenzebras sowie Hunderten Leoparden und Spitzmaulnashörner ist der Nationalpark Etosha das wichtigste Schutzgebiet des Landes. Und dann sehen wir auch Gnus, Warzenschweine, Strausse, Kudus, Impalas, Flamingos und viele andere Vogelarten. Verstecken ist bei den wilden Tieren nicht angesagt, bis auf einen Geparden, von dem Sven zuerst nur eine Pratze hinter einem Busch sieht – auf eine Entfernung von 60 Metern! Solche Luchsaugen hätte ich auch gern. Als sich das scheue Tier dann kurz erhebt und für ein paar Sekunden seinen edlen Kopf zeigt, sehe ich ihn sogar. Man muss halt nur wissen, wohin man schauen muss.
Aber sonst haben die Tiere wahrlich keine Allüren. So präsentiert sich eine Löwin einen Meter neben der Schotterstraße minutenlang ungerührt. Erst ein zweiter Jeep, der des Weges kommt, war ihr um einen zu viel, trottet zwischen den Autos und verschwindet im Busch. Einige Elefanten, die eine Piste vor mehreren Jeeps queren, lassen sich sowieso nicht aus der Ruhe bringen.
Tragödie am Waterberg
Die Namibia-Runde wird mit dem Waterberg fortgesetzt, einem 48 Kilometer langen Tafelberg. Hier haben vor 122 Jahren die Deutschen bei einer Schlacht Zehntausende Angehörige des Stammes der Herero brutal umgebracht, der erste Völkermord im 20. Jahrhundert. Angesichts großer historischer Wunden und dem schwierigen gesellschaftlichen Geflecht von zwölf Stämmen ist ein großes Wunder, dass Namibia seit der Unabhängigkeit im Jahr 1990 einen so friedlichen Weg ohne Revanchegelüste gegangen ist.
Zum Abschluss führt uns unserer Roadtrip nochmals zurück zur fantastischen Tierwelt dieses traumhaften Landes. Das 22.000 Hektar große, private Okonjima Naturresvervat befindet sich 220 Kilometer nördlich von Windhoek und ist das Reich der Leoparden. Die Wildkatzen kommen fast im gesamten Land vor, sind jedoch extrem scheu. Aber nicht hier: Bei einem abendlichen Game Drive durch den Busch sehen wir zehn Meter vor uns eine Leopardin, die eine Gazelle verspeist, daneben raufen wild zwei ihrer Jungen.
Nach einer Viertelstunde meldet sich auf einmal das Funkgerät unseres Guides: „Come, come quickly!“ Ein überaus seltenes Pangolin wurde entdeckt. Neugierig stapft ein rund einen Meter großes Schuppentier von Schuh zu Schuh, als wir es neugierig beobachten. Günstig ist so ein Pangolin Tracking zu Fuß nicht, doch jeder Namibia-Dollar kommt der Erforschung dieses urzeitlich wirkenden Tiers zugute.
Kötel statt Kirschkerne
Vieles wird mir von diesem 3.000 Kilometer langen Roadtrip durch Namibia ewig in Erinnerung bleiben: die Vielfalt an Tieren und Landschaften, Begegnungen und Erlebnisse. Und ein Spiel von Sven, das er mir im Busch beigebracht hat. Er kommt mit zwei braunen Kügelchen, steckt sich eines in den Mund, gibt mir das andere und sagt auffordernd: „Wer weiter spucken kann.“ Schon bei Schulausflügen hat er das gemacht und beim Windhoek Oktoberfest gab es eigene Wettbewerbe. Einer seiner Freunde hält den Rekord mit 20 Metern. Sven verrrät mir aber noch in seiner Güte, dass das in meinem Mund keine Kirschkerne sind, sondern Kötel von Springböcken oder Impala. Wie das Spiel dann ausgegangen ist, überlasse ich jetzt lieber Ihrer Fantasie.
Lodges & Hotels entlang des Roadtrips
- Namib Naukluft Lodge: So wie die Windhoeker Pension De Vagabond gehört auch diese Lodge in der Namibwüste der deutschstämmigen Familie Sturm. Von den 30 Zimmern blickt man in eine atemberaubende Naturlandschaft und bei Game Drives durch das 25.000 Hektar große Resort erlebt man Giraffen & Co in freier Wildbahn.
- Hansa Hotel: Die Küstenstadt Swakopmund ist der beliebteste Urlaubsort Namibias am Meer, mit jeder Menge deutscher Vergangenheit. Diese spürt man noch stark im Hansa Hotel, dem ältesten der Stadt. Es bietet 62 gemütliche Zimmer, ein Restaurant und eine Bar. Dort sollte man unbedingt den klassischen Hansa-Kaffee genießen, eine mit dem heimischen Amarula-Likör verfeinerte und am Tisch flambierte Spezialität.
- Shipwreck Lodge: Eine abgelegenere Luxusunterkunft ist in ganz Namibia nicht zu finden: Die Lodge von Natural Selection ist von der einsamen Skeleton Coast aus nur mit eigenem Abholservice und über rund 35 Wüstenkilometer zu erreichen. Die Besucher erwarten dann zehn exklusive, stylishe Hütten in außergewöhnlicher Architektur im Nirgendwo. Alle Aktivitäten sind im – stolzen – Preis inkludiert, vom Lunch am Strand bis zu Exkursionen in die fantastische Umgebung.
- Grootberg Lodge: Im nördlichen Damaraland gilt: Ausblick ist alles. An den spektakulären Klippen des Etendeka-Plateaus kann man sich am darunterliegenden Klip River Valley nicht sattsehen. Hier wohnt man in eigenen Chalets –
16 an der Zahl, die direkt an die Abbruchkante gebaut worden sind. - Hobatere Lodge: Diese Oase in der Wildnis unweit des Galton Gate am westlichen Eingang zum Etosha-Nationalpark gehört der Community dieser Region. Dadurch kommt der Gewinn direkt der lokalen Gemeinde zugute. Unter den vielen Wildtieren sticht das seltene Hartmann-Bergzebra hervor. Neben normalen Unterkünften bietet Hobatere auch ein abgelegenes Baumhaus an.
- Okaukuejo Resort: Unter den drei Lodges im Etosha-Nationalpark ist Okaukuejo das älteste und bekannteste Rastlager. Die herausragende Attraktion ist die nachts beleuchtete Wasserstelle, wo man oft Elefanten, Nashörner, Zebras und Raubkatzen beobachten kann. Das im Jahr 1897 als Militär- und Polizeistation gegründete Okaukuejo bietet heute übrigens die umfassendste Infrastruktur für Reisende.
- Mushara Lodge: Acht Kilometer östlich des Etosha-Nationalparks liegt Mushara mit Lodge, Bush Camp und Outpost. Haupthaus und zwölf stilvolle Chalets verbinden namibische Tradition mit zeitgenössischer Kunst. Abwechselnd wird im Restaurant stilvoll diniert oder im Freien bei einem Grillabend aufgekocht. Als Untermalung brüllt da schon mal ein Löwe in der Nachbarschaft.
- Ghaub Guest Farm: In den rauen Otavibergen wurde im Jahr 1895 eine deutsche Missionsstation gegründet. Später zu einer Farm umfunktioniert, ist Ghaub heute eine ganz besondere Gästefarm. Hier atmet man angesichts der historischen Wurzeln noch intensiv die Geschichte des Landes und erfreut sich mitten in einem Naturreservat an der einzigartiger Fauna und Flora. Die Familie Rust als heutige Besitzer hat sich ganz dem Schutz der Nashörner verschrieben, denen man sich in freier Wildbahn mit einem Rhino Drive oder Hike bis auf wenige Meter nähern kann.
- Waterberg Plateau Lodge: Auch diese Lodge gehört der Familie Rust. Der Waterberg ist einer der geschichsträchtigsten Orte Namibias, wo eine entscheidende Schlacht gegen die Hereros stattgefunden hat. Ein wenig unter dem Niveau des
50 Kilometer langen Tafelbergs gelegen, bieten acht Chalets mit eigenen Tauchbecken eine besondere Panoramalage. - Okonjima Bush Camp: Wer mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Leoparden erleben will, besucht das Okonjima Nature Reserve zwischen Windhoek und Etosha. Neben Campsites und dem Plains Camp verspricht das luxuriöse Bush Camp einen Aufenthalt auf höchstem Niveau. Die Einnahmen aus den Game Drives mit den Gästen durch das 22.000 Hektar große Privatreservat kommen über die AfriCat Foundation der Familie Hanssen dem Schutz und der Erforschung bedrohter Wildtiere – wie zum Beispiel des äußert seltenen Schuppentiers Pangolin – zugute.
Top-Tipp: „Sturm Brothers“

Vor 74 Jahren kam der Großvater der drei Brüder Kai, Jan und Sven Sturm von Deutschland nach Namibia und ihre Eltern haben hier ein kleines aber feines Tourismusunternehmen aufgebaut. Das Familienunternehmen African Extravaganza mit Sitz in Windhoek bietet Reisenden langjähriges Know-how und eine individuelle Planung. Als Touranbieter ist man nicht nur Experte für Namibia, sondern auch für Reisen im ganzen südlichen Afrika. Die Experten arbeiten Roadtrips aus und wählen die idealen Unterkünfte.
Darüber hinaus stellt African Extravaganza aber auch erfahrene Fahrer und Guides, allen voran Sven Sturm (32), der einem Namibia und die Nachbarländer mit viel Kenntnis des Landes, der Fauna und Flora näherbringt und selbst die wildesten Pisten sicher bewältigt. In Familienbesitz ist aber auch die Namib Naukluft Lodge, die auf einem 1991 gekauften Farmland errichtet worden ist und heute von Kai Sturm geführt wird. Bruder Jan schließlich eröffnet dieser Tage ein Restaurant in Windhoek und zeigt, welche Gaumenfreuden namibische Gastfreundschaft mit deutschen Wurzeln zu bieten hat.
Die Pressereise wurde vom Namibia Tourist Board unterstützt.