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Trockener Rasen: Düngen und gießen reichen nicht mehr

Ein Blick in Österreichs Gärten zeigt derzeit vielerorts ein ernüchterndes Bild: trockener, brauner Rasen und Pflanzen, die unter der anhaltenden Hitze leiden. Die naheliegende Reaktion vieler Gartenbesitzer lautet: mehr gießen, mehr düngen. Doch damit allein werden sich die Herausforderungen künftig nicht bewältigen lassen. Entscheidend ist vielmehr, auch das Bodenleben und damit das Mikrobiom des Bodens in den Fokus zu rücken. Einer, der sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, ist Lukas Hader, Geschäftsführer von Multikraft. Er erklärt, was Gärten widerstandsfähiger gegen Hitze und Trockenheit macht.
„Wer im Herbst in ein gesundes Bodenmikrobiom investiert, legt den Grundstein dafür, dass der Rasen im nächsten Sommer widerstandsfähiger ist, Wasser besser speichert und Trockenperioden deutlich besser übersteht“, so Multikraft-Geschäftsführer Lukas Hader. © Werner Dedl

„Wasser und Dünger sind natürlich essenziell für Pflanzen, aber sie wirken nur dann, wenn der Boden überhaupt in der Lage ist, diese aufzunehmen. Bei ausgetrockneten, überhitzten Böden ohne Biodiversität ist diese Fähigkeit nicht mehr vorhanden“, erklärt Lukas Hader, Geschäftsführer des oberösterreichischen Biotechnologie-Unternehmens Multikraft. Es gehe laut dem Experten viel eher darum, das Mikrobiom der Böden aufzubauen, um sie wieder fruchtbar und resistent zu machen.

Boden als wichtige Basis

Nicht nur der Mensch hat ein Mikrobiom, sondern auch unsere Böden und Pflanzen. Wie bei einem gesunden Darmmikrobiom können auch Pflanzen Nährstoffe viel besser aufnehmen, wenn ihr Mikrobiom intakt ist. Anhaltende Trockenheit setzen ihrem Mikrobiom aber massiv zu. Das Gute: Nicht nur beim Menschen stärken zum Beispiel fermentierte Lebensmittel das Mikrobiom, das funktioniert in ähnlicher Weise auch in der Natur. Gemeinsam mit Kleinstlebewesen wie Regenwürmern übernehmen Mikroorganismen zentrale Aufgaben. Sie lockern die Böden und bauen abgestorbenes Pflanzenmaterial ab, wodurch Humus entsteht und Nährstoffe verfügbar werden. Ohne diese mikrobielle Arbeit bleiben Nährstoffe selbst in gut gedüngten Böden für Pflanzen weitgehend unerreichbar. Wiesen und Rasen „verhungern“ trotz Dünger und „verdursten“, da Gießen nahezu wirkungslos ist.

Jahrzehntelange Belastung zeigt Folgen

Jahrzehntelanges, intensives Düngen und Auslaugen unserer Böden hat das Mikrobiom vieler Flächen bereits lange Zeit geschwächt. Die Böden liegen brach, Wasser kann kaum versickern und bei Starkregen schwemmt es den fruchtbaren Oberboden einfach weg. Die Folge: Es muss erneu nachgedüngt werden – und das bringt das Gleichgewicht immer weiter durcheinander. Das Bewusstsein für den Wert eines vielfältigen Bodenlebens fehlt laut Hader aber noch häufig. „Wer jetzt nur die Wasser- und Düngermenge erhöht, kämpft gegen Windmühlen und nicht gegen die Ursache. Und teuer ist es obendrein“, so Hader. „Nachhaltiger und wirtschaftlicher ist es, das Bodenmikrobiom mit Hilfe von Mikroorganismen sowie Spurenelementen wieder aufzubauen, damit der Rasen Ressourcen wie Wasser und Nährstoffe überhaupt wieder nutzen kann“, erklärt er.

Im Herbst auf den kommenden Sommer vorbereiten

Auch wenn ein intaktes Mikrobiom den Rasen heuer nicht mehr wie durch ein Wunder in saftigem Grün erstrahlen lassen kann: Der anstehende Herbst ist der wichtigste Zeitpunkt, um die Weichen für ein kräftiges Frühjahr und einen widerstandsfähigen Sommer zu stellen.

Wie Gärtner heuer für nächstes Jahr vorsorgen können:

  • Bodenleben aktiv fördern: Der gezielte Einsatz effektiver Mikroorganismen hilft, das Mikrobiom wieder aufzubauen und die biologische Aktivität anzuregen.
  • Organisches Material einarbeiten: Kompost oder organische Bodenhilfsstoffe liefern Nahrung für die Mikroorganismen und verbessern langfristig die Bodenstruktur. Eine Kombination aus Spurenelementedünger und Mikroorganismen stärkt doppelt.
  • Vertikutieren und Belüften: Verdichtete, ausgetrocknete Böden brauchen Sauerstoff, damit sich mikrobielles Leben wieder ansiedeln kann.
  • Bodenaktivierung statt Düngung: Statt kurzfristig wirkender Mineraldünger sollte im Herbst der Fokus auf Präparaten liegen, die die Selbstregulation des Bodens unterstützen – so können Rasen und andere Pflanzen im Frühjahr aus eigener Kraft durchstarten und sind resistenter gegen Hitzestress.
  • Bodentiere wieder ansiedeln lassen: Ein aktives Mikrobiom trägt dazu bei, dass Bodentiere wieder ihre wichtige Arbeit – Belüftung, Humusbildung, Nährstoffkreislauf – aufnehmen können.

Produkt-Tipp: Royal Green

Das Kombi-Produkt „Royal Green“ kombiniert seine probiotische Wirkung mit dem Spurenelement Eisen – so stärkt es das Phytobiom (Mikrobiom von Pflanzen) und versorgt den Rasen gleichzeitig mit essenziellen Nährstoffen. Für ein kräftiges Wachstum und sattes Grün – ganz ohne chemische Dünger.

  • Speziell für Rasenflächen entwickelt
  • Enthält Eisen für sattgrünen, dichten Rasen
  • Weniger Moos durch kräftigen und widerstandsfähigen Rasen
  • Dauerhaft gleichmäßiges Wachstum über die ganze Saison
  • Fördert starke, tiefreichende Wurzeln für mehr Widerstandskraft
  • Maximale Trockenstressresistenz im Sommer
  • Für den Bio-Garten geeignet

Die Herstellung erfolgt in Österreich, die Inhaltsstoffe sind in Bioqualität angebaut und produziert. Erhältlich unter multikraft.com sowie bei bellaflora, reformstark Martin, gut sortierten Gartencentern und Multikraft Partnern im DACH-Raum.

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