In der ALBERTINA Wien entfaltet der amerikanische Künstler Robert Longo seine monumentalen Kohlezeichnungen, die durch ihre hyperrealistische Kraft und dramatische Intensität fesseln. Longo, geboren 1953 in Brooklyn, setzt Fotografien als Vorlagen ein, die den Höhepunkt dramatischer Szenen einfangen. Sein Schaffen thematisiert die Macht in all ihren Facetten – sei es in Natur, Politik oder Geschichte.
Mit technisch virtuoser Präzision und einer außergewöhnlichen Hell-Dunkel-Regie potenziert Longo die Wirkung seiner Motive, indem er sie vergrößert und in gigantische theatralische Bilder überführt. Der Kontrast zwischen Licht und Schatten verleiht seinen Kohlezeichnungen eine fast greifbare Plastizität, die das Bekannte neu und doch seltsam unwirklich erscheinen lässt.
