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Doppelt besiegelt: Burgenland ist Vorreiter bei der Nachhaltigkeit

Historische Premiere im österreichischen Tourismus: Das Burgenland ist das erste Bundesland, das zur Gänze als nachhaltige Tourismusdestination zertifiziert wurde – und das gleich zweifach. Bei der feierlichen Verleihung in Donnerskirchen erhielten alle drei Tourismusregionen sowohl das Österreichische Umweltzeichen als auch das internationale TourCert-Siegel.
v. l. n. r.: Burgenland-Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel, LH-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner und Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann nahmen das Österreichische Umweltzwichen von Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner und Landeswirtschaftsminister Norbert Totschnig entgegen.

Als erstes gesamtes Bundesland Österreichs erhielt das Burgenland am Montag gleich zwei prestigeträchtige Auszeichnungen – das begehrte Österreichische Umweltzeichen für Destinationen sowie das internationale TourCert-Gütesiegel. In einer feierlichen Zeremonie im Martinsschlössl Donnerskirchen wurden alle drei Tourismusregionen – Nord-, Mittel- und Südburgenland – für ihr umfassendes Nachhaltigkeitsengagement ausgezeichnet.

Die Bedeutung dieser Premiere unterstrichen auch die hochkarätigen Gäste: Tourismus-Staatsekretärin Elisabeth Zehetner und Umweltminister Norbert Totschnig (beide ÖVP) reisten persönlich an, um das Burgenland als Vorreiter im nachhaltigen Tourismus zu würdigen. „Umwelt, Klimaschutz, Tourismus, Landwirtschaft, Politik, Verwaltung, die Betriebe – alle haben hier zusammen geholfen, eigentlich unglaublich“, zeigte sich Totschnig begeistert. Besonders beeindruckt zeigte er sich davon, dass alle 171 Gemeinden des Bundeslandes das Projekt mittragen.

Strengste Kriterien erfüllt

Die Zertifizierung war kein Selbstläufer: 119 Kriterien mussten erfüllt werden, darunter die Unterschrift aller Gemeinden, zertifizierte Betriebe, eine Klimaschutzstrategie und ein umfassendes Mobilitätskonzept. Staatsekretärin Zehetner betonte dabei besonders die soziale Komponente: „Es geht auch um soziale Nachhaltigkeit für all jene, die im Tourismus arbeiten.“

Wie außergewöhnlich diese Leistung ist, verdeutlichte Burgenland-Tourismus-Chef Didi Tunkel: „Bisher gab es in ganz Österreich acht Destinationen mit 48 Gemeinden, die Nachhaltigkeit-zertifiziert waren. Wir haben auf einen Schlag drei Regionen und 171 Gemeinden zertifiziert.“

 

Das TourCert-Siegel ist vor allem bei internationalden Gästen anerkannt: TourCert-Geschäftsführer Marco Giraldo (2. v. l.) übergab die Urkunde persönlich an Didi Tunkel (intermistischer GF Tourismusverband Südburgenland), Patrik Hierner (GF Tourismusverband Nordburgenland) und Brigitta Pelzer (Tourismusverband Mittelburgenland-Rosalia).

 

Konkrete Maßnahmen mit Vorbildwirkung

Das Burgenland setzt bereits konkrete Akzente: Die Burgenland Card ermöglicht Gästen kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel, die sechs Naturparks und der Nationalpark wurden stärker in das touristische Angebot einbezogen. Besonders stolz ist man auf zwei „Best Practice“-Auszeichnungen von TourCert International – für den my burgenland Shop als Beispiel gelungener Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Tourismus sowie für die ressourcenschonenden Gäste-Mobilitätslösungen.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) sieht das Burgenland damit erneut als Vorreiter: „Unsere Regionen leben dieses Versprechen mit Überzeugung und konkreten Maßnahmen.“ Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) betonte die Bedeutung, „Wertschöpfung in die Regionen zu bringen, ohne die Natur und Lebensqualität zu zerstören.“

Ob die Zertifikate sofort zusätzliche Nächtigungen bringen, sei noch offen, räumt Tunkel ein. Doch das Thema Nachhaltigkeit werde immer wichtiger – und damit wolle man mit Hochdruck für das Burgenland werben.

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