Ausflugsziele

Mittelalter trifft Musikfestival auf der Burg Clam

Durchschreitet man das Burgtor, betritt man jahrhundertalte Gemäuer, in denen bis heute eine Adelsfamilie lebt. 550 Jahre Familiengeschichte, geheime Räume und eine Bühne für internationale Stars – die Burg Clam im unteren Mühlviertel (OÖ) ist alles, außer gewöhnlich.
Die Burg befindet sich auf einer Lage von rund 340 Meter über dem Meeresspiegel. © Burg Clam

Hoch über dem Donautal thront Burg Clam über sanften Hügellandschaften. Im Gegensatz zu vielen Burgen beherbergt sie nicht nur ein Museum, sondern ist auch ein lebendiger Adelssitz, der seit über 550 Jahren von der Familie Clam bewohnt wird.

Vom Wehrbau zum Wohnschloss

Die Burg Clam, erstmals 1149 urkundlich genannt, thront eindrucksvoll auf einem Granitmassiv über der Klamschlucht nahe der Grenze zu Niederösterreich. Der ursprüngliche Bau unter Otto von Machland umfasste den fünfstöckigen Palas (den Wohnturm) und den mächtigen Bergfried (den Rundturm), die schon von Weitem sichtbar sind. Im gotischen Stil entstand später die „neue“ Burgkapelle. Während des Dreißigjährigen Krieges blieb die Burg zwar uneingenommen, doch sowohl sie als auch der Markt Klam litten stark.

Um 1640 ließ Freiherr Johann Gottfried von Clam die Burg umfassend renovieren – unterstützt von seiner Frau Sibylle Gräfin von Kagenek, die ihm nicht nur zwölf Kinder schenkte, sondern auch Vermögen und soziales Engagement einbrachte: Ortskirche, Spital und Krautacker für die Bürger von Klam zeugen davon. Im 18. Jahrhundert entstanden die Wirtschaftsgebäude des äußeren Burghofs, während die Burg nach und nach von einer Festung zu einem bewohnbaren Schloss umgestaltet wurde. Die beiden Weltkriege überstand sie nahezu unversehrt, einzig im Kalten Krieg wurde unter Graf Heinrich von Clam ein Zivilschutzbunker errichtet.

So lebte der Adel

Im Burgmuseum erwarten Besucher zahlreiche authentisch erhaltene Räumlichkeiten. Der beeindruckende dreistöckige Arkadenhof führt in die Waffenkammer mit historischen Rüstungen, weiter in die gotische Burgkapelle von 1422 und die Burgapotheke mit einem Arzneischrank aus 1603. Besonders beeindruckend sind die privaten Wohnräume der gräflichen Familie – vom Frühstückszimmer mit Porzellansammlung über prunkvoll eingerichtete Gästezimmer bis hin zur Herrschaftsküche sowie einem Musikzimmer und einer großen Festtafel im Landschaftszimmer.

Hier pulsiert Geschichte

Rund um die Burg befinden sich eine Burgbrauerei und der Meierhof, während Reithalle und Reitplatz vom Reitverein genutzt werden. Seit 1990 verwandeln sich der Brauereigarten und die Meierhofwiese jeden Sommer in eine große Open-Air-Bühne für die berühmten Clam-Konzerte.

Schon früh wurde hier auf moderne Technik gesetzt. Im Jahr 1923 ließ Heinrich Clam-Martinic in der Klamschlucht ein Elektrizitätswerk bauen und versorgte damit mehrere umliegende Gemeinden. Vierzig Jahre später folge ein weiteres Kraftwerk, wofür alte Betriebe wie die Hammerschmiede und ein Sägewerk weichen mussten.

5 Dinge, die man gesehen haben muss

  • die Waffenkammer
  • die gotische Kapelle
  • die Wohn- und Prunkräume der Grafenfamilie
  • das Clam Live Festival
  • den idyllischen Innenhof

Facts and Figures Burg Clam

  • Die Burg wurde erstmals 1149 urkundlich erwähnt. Die Grafen von Clam gehören zum österreichischen Uradel und können bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgt werden.
  • Seit rund 550 Jahren ist die Burg im Besitz der Familie Clam. Der heutige Burgherr Carl Philip Clam-Martinic übernahm 2001 die Burg und bewohnt sie seit 2003 dauerhaft mit seiner Familie.
  • Das Clam Live Festival findet seit über 30 Jahren auf dem Burggelände statt und bringt jeden Sommer nationale und internationale Stars auf die Bühne.
Burg Clam
4352 Klam
Sperken 1
Beitrag teilen:
Sponsored
Sponsored
Sponsored
Werde jetzt schauvorbei-Newsletter Abonnent und bleibe immer auf dem Laufenden!
Leider konnten wir deine Anmeldung nicht abschließen. Versuche es bitte später erneut.
Die Anmeldung zum Newsletter war erfolgreich!
Das könnte Ihnen gefallen:

Kletterspaß und Nervenkitzel im Waldseilgarten Hirschenkogel

Schloss Tabor: Das barocke Juwel im Dreiländereck

Stift Heiligenkreuz – ein Kraftort im Wienerwald