Nach aktuellem Stand beträgt das vorläufige Defizit der Stadt Wien für das Rechnungsjahr 2025 rund 2,8 Milliarden Euro. Damit liegt es deutlich unter der ursprünglichen Prognose von 3,8 Milliarden Euro zu Jahresbeginn 2025. Gegenüber der im November 2025 erwarteten Höhe von etwa 3,25 Milliarden Euro ergibt sich somit eine weitere Verbesserung um rund 450 Millionen Euro.
Das hat auch Auswirkungen auf den prognostizierten Schuldenstand 2025 der Stadt Wien. So ist zum jetzigen Zeitpunkt davon auszugehen, dass der Schuldenstand Ende 2025 nicht 14,9 Milliarden, sondern voraussichtlich 14,4 Milliarden betragen und damit um rund 50 Millionen Euro geringer ausfallen wird.
Endgültig feststehen wird die Höhe des Defizits mit dem Rechnungsabschluss, der im Juni 2026 vorliegen soll.
Investitionen dennoch wichtig
„Die budgetäre Situation ist für alle Gebietskörperschaften herausfordernd. Wir bekennen uns zur Konsolidierung, aber Konsolidierung wird nur dann erfolgreich sein, wenn wir gleichzeitig die Beschäftigung steigern, das Wirtschaftswachstum ankurbeln und wichtige Investitionen in Zukunftsbranchen tätigen können. Das ist eine herausfordernde Aufgabe, aber Wien zeigt, dass es möglich ist, das erfolgreich zu meistern. Privatisierungen kommen nicht infrage“, so Bürgermeister Michael Ludwig.
„Wien beweist, dass verantwortungsvolle Finanzpolitik und soziale Sicherheit Hand in Hand gehen können. Wir schaffen den Balanceakt zwischen finanzieller Stabilität und dem Erhalt der höchsten sozialen Standards für unsere Wienerinnen und Wiener, weil wir uns auch im Budget 2026 für eine starke Daseinsvorsorge und hohe Lebensqualität verpflichtet haben. Gleichzeitig nutzen wir das zarte Pflänzchen des wirtschaftlichen Aufschwungs, um Investitionen in Zukunft und Arbeitsplätze zu sichern. Unser Ziel: Stabilität schaffen, Vertrauen sichern und gleichzeitig die Zukunft unserer Stadt gestalten“, so Finanzstadträtin Barbara Novak.

