„Mit 20 Millionen Nächtigungen hat Wien einen neuen Referenzpunkt geschaffen und seine Bedeutung als europäische Tourismusmetropole unter Beweis gestellt“, zieht die Präsidentin des WienTourismus, Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak, Bilanz.
Auch hinsichtlich Beherbergungsumsatz ist sie erfreut: Bis dato sind die Umsätze der Monate Jänner bis November ausgewertet – hier ergibt sich mit 1.254.168.000 Euro ein Plus von 4%, zu dem der November selbst mit 131 Millionen Euro bzw. einem Plus von 10% beigetragen hat. „Die bisherige Höchstmarke von 1,4 Milliarden Euro aus dem Jahr 2024 werden wir 2025 mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit überschreiten. Ich danke den Unternehmerinnen und Unternehmern unserer Visitor Economy sowie ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufs Allerherzlichste – sie haben diesen Erfolg trotz einer Vielzahl an Herausforderungen möglich gemacht!“
5 Millionen mehr Nächtigungen in 10 Jahren: Akzeptanz ungebrochen hoch
2016 zählte Wien 15 Millionen Nächtigungen, seither sind diese um 34% gewachsen. Im selben Jahr begann der WienTourismus die Tourismusakzeptanz der Bevölkerung auf jährlicher Basis zu messen. Sowohl Tourismusakzeptanz, als auch Gästezufriedenheit werden durch das unabhängige Marktforschungsinstitut Manova gemessen. Die Erhebungen sind repräsentativ und finden mit monatlichen Befragungen statt: 9 von 10 der rund 3.600 befragten Bewohner sahen auch 2025 Tourismus positiv, 9 von 10 der 2.600 befragten Wien-Gäste würden Wien weiterempfehlen. Auch im österreichweiten Akzeptanz-Index der Statistik Austria schnitt Wien 2025 mit besten Werten aller Bundesländer ab. Weitere Themenbereiche, die soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit abbilden, werden ebenso laufend gemessen. Alle Kennzahlen sind transparent und kostenlos im „Sustainable Tourism Observatory“ abrufbar.
Stabiles Wachstum aus Nordamerika, Asien mit Luft nach oben
Rund 83% der Gästenächtigungen 2025 stammten aus dem Ausland (2024: 82%). Deutschland hält mit 3.543.000 Nächtigungen (+2% zu 2024) den stärksten Anteil in Wiens Nationenmix, gefolgt von Österreich mit 3.381.000 Nächtigungen (+1%). Die USA liegen mit 1.259.000 Nächtigungen (+3%) an dritter Stelle, gemessen am Nächtigungsumsatz im Bereich der 5-Stern-Hotellerie sogar auf dem ersten Platz.
Europäische Märkte – Italien, Großbritannien, Spanien, Frankreich, Polen, die Schweiz und Rumänien – komplettieren die Top 10. China liegt am Beherbergungsumsatz gemessen bereits auf Platz 10, brachte mit 365.000 Nächtigungen (+22%) aber nur gut zwei Drittel (70%) seines Vorkrisenniveaus. Kanada (235.000, +17%), Südkorea (232.000, +7%) und Japan (202.000, +24%) wuchsen erfreulich, wobei hier Japan seinen Wert 2019 noch um 40% unterschreitet. Während die USA mit 29 Flugfrequenzen im Winterflugplan (2019: 25) und Kanada mit 19 Frequenzen (2019: 10) Wachstum zeigen und Südkorea mit 3 Flügen bei der Fluganbindung auf Vorkrisenniveau liegt, haben China mit 13 (2019: 17) und Japan mit 3 (2019: 7) noch Aufholbedarf.
Bestens auf den ESC vorbereitet
Für das bevorstehende Event-Highlight, den Eurovision Song Contest, wie auch für fünf Großtagungen über 10.000 Teilnehmer und zahlreiche weitere Veranstaltungen verfügt Wien über ausreichend Beherbergungskapazität. Die Bestandsstatistik 2025 weist 84.600 Betten in 42.400 Zimmern von 450 Hotelbetrieben aus. Das sind um 3% mehr Betten, um 4% mehr Zimmer und in Summe 17 Betriebe mehr als 2024.
Auch Konzerte wie Helene Fischer (11. 7.) oder die Toten Hosen (12. 9.) im Ernst Happel Stadion zählen zu Großkonzerten, die vorzeitig für Buchungsspitzen sorgen. „Die Destination Wien arbeitet wie ein eingespieltes Orchester mit ausreichend Platz für das ganze Publikum“, illustriert Stadträtin Novak die Kapazitäten einer Weltmetropole. Goldgräberstimmung anlässlich des Song Contest sei allerdings nicht angebracht, rät WienTourismus-Geschäftsführer Norbert Kettner zu Augenmaß bei der Preispolitik. „Wien wird zum weltgrößten Musikwettbewerb gut gebucht, aber nicht ausgebucht sein. Die Bäume wachsen nicht in den Himmel.“
Mehrere Großkongresse
2026 wird Wien erneut Gastgeberin für internationale Meetings: Knapp 50 Großtagungen mit über 1.000 Teilnehmern werden in der Stadt erwartet, darunter vier Kongresse über 10.000 Teilnehmer: der European Congress of Radiology im März sowie die Kongresse der European Geosciences Union, der European Academy of Dermatology and Venereology sowie der European Society of Retina Specialists im Mai, September und Oktober.
Hinzu kommen die Firmenveranstaltung Enlit Europe, die Audiomesse High End sowie das Startup-Festival ViennaUP. „Im November tagt mit der Global Business Travel Association eine internationale Vereinigung in der Stadt, bei der wir auf einen Schlag 1.200 Entscheidungsträgerinnen und -träger aus der Meetings Industry erreichen. Rund 290 Bewerbungen laufen aktuell für Meetings bis ins Jahr 2038“, so Kettner.
Jahresthema 2026: Vienna Bites
Mit 7.500 internationalen Medienberichten schlug das Strauss-Jahr 2025 zu Buche, allen voran die Weltraum-Mission „Waltz into Space“. Weitere 1.300 Medienberichte griffen bereits das Jahresmotto 2026 „Vienna Bites: Küche, Kultur, Charakter“ auf. „Über ein Drittel der österreichischen Gastro-Beschäftigten arbeitet in Wien, ebenso wird ein Drittel der gastronomischen Wertschöpfung des Landes hier in Wien erwirtschaftet. Die Wiener Küche prägt Identität und Atmosphäre der Stadt. 2026 wollen wir Wiener Betrieben eine internationale Plattform geben und präsentieren die Vielfalt der Stadt – authentisch, aber nicht provinziell, weltläufig, aber nicht verwechselbar. Wir richten die Scheinwerfer auf die gesamte kulinarische Opulenz, ob Spitzengastronomie oder Wiener Würstelstand“, so Kettner.
So werden mehr als 500 Gastrobetriebe mit Wort und Bild in der Destinations-App ivie dargestellt. Ein eigener „Wirtshaus & Beisl Guide“, der in verschiedene Bezirke führt, ist bereits in der App verfügbar. In der YouTube-Serie „Hungry for more“ zieht Sternekoch Lukas Mraz ab Februar mit dem deutschen Starkoch Tim Mälzer durch die gastronomische Vielfalt Wiens.

