Story

Farbkasten der Natur: Ostereier natürlich färben

Ach, du buntes Ei! Nach der Fastenzeit freut man sich bereits auf die bevorstehenden Feiertage. Da dürfen ein paar bunte Ostereier nicht fehlen. Statt Chemiebomben kommen heuer nachhaltig gefärbte und dennoch farbenfrohe Prachtexemplare ins Nest. Dafür bedient man sich am besten aus der Natur.
Ostereier in lila
Heidelbeeren, Rotkohl oder Hibiskus eigenen sich perfekt für violette Ostereier. © shutterstock

Ostern ohne bunte Eier – das geht gar nicht. Dennoch soll es für viele nachhaltig sein. Das ist kein Problem, denn das Färben funktioniert auch mit natürlichen Zutaten.

Das Tee- und Gewürzregal bildet die erste Anlaufstelle. Als Nächstes lugt man am besten noch ins Gemüsefach. Wer das Färben bislang nur aus dem Sackerl kennt, der muss etwas Geduld haben. Während die künstlichen Verwandten bereits nach ein paar Minuten fertig sind, dauert es ohne Chemie etwas länger – aber es lohnt sich!

Die Farbpalette aus der Vorratskammer

  • Kräftiges Gelb: Kurkuma oder Curry
  • Pastellgelb: Johanniskraut (sehr leichte Färbung)
  • Rot: Zwiebelschalen
  • Lila bis Blau: Heidelbeeren, Rotkohl oder Hibiskus
  • Rosa: Rote Beete
  • Orange: Rooibos, Earl Grey oder Paprikapulver
  • Lindgrün: Brennnessel oder Mate (leichte Färbung)
  • Kräftiges Grün: Spinat, Grüntee, Bärlauch oder Petersilie
  • Goldbraun: Kaffee
  • Grau: Hagebutten (sehr leichte Färbung)

So klappt’s – Schritt für Schritt

  1. Zunächst Eier reinigen und hart kochen.
  2. Dann Sud zum Färben herstellen. Teekräuter und Blüten eine halbe Stunde in Wasser köcheln lassen, um eine möglichst intensive Farbe zu bekommen. Zur Orientierung: Bei Blättern benötigt man rund zwei Handvoll auf einen Liter Wasser. Schneller geht es mit pulverisierten Gewürzen: Bei Kurkuma kommen etwa vier Teelöffel auf einen Liter heißes Wasser. Die Menge hängt jedoch immer von der jeweiligen Pflanze und der gewünschten Farbe ab. Ausprobieren lautet daher die Devise!
  3. Dann kann man Blätter und Pflanzenteile für eine möglichst gleichmäßige Färbung abseihen. Lässt man sie im Sud, werden durch Wenden der Eier Marmorierungen oder Maserungen erzeugt.
  4. Nun die Eier in den heißen Sud einlegen und ziehen lassen, bis die gewünschte Intensität erreicht ist. Man kann die Eier ohne Weiteres mehrere Stunden in der Farbe lassen – auch über Nacht.
  5. Nach dem Färben die Eier auf einem Stück Küchenrolle trocknen lassen.

Tipps und Tricks

  1. Weiß wie der Schnee: Wer besonders kräftige Farben erhalten möchte, sollte weiße statt braune Eier zum Färben benutzen.
  2. Warm-up: Damit die Eier nicht platzen, sollte man sie vor dem Kochen aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur haben.
  3. Piesacken: Na ja, fast – um zu verhindern, dass die Schale beim Kochen aufbricht, sollte man die Eier auf der Unterseite mit einer Nadel anstechen.
  4. Glowy: Wenn man ein bis zwei Esslöffel Essig ins Wasser gibt und die Eier vorher damit einreibt, um sie zu entfetten, werden die Farben noch intensiver.
  5. Perfektes Finish: Sonnenblumen- oder Rapsöl auf eine Küchenrolle geben und reiben wie bei Aladins Wunderlampe – so glänzen die Eier schön.

Die Technik macht’s

  1. Wie tupfig! Mit Schwämmen verzichtet man auf das Eierfärben und tupft die Farbe einfach auf. Wenn die Schale davor in einem helleren Ton gefärbt ist und danach mit einem dunkleren betupft wird, verleiht es der Farbe Tiefe.
  2. Accidentally pretty: Kindern macht der Sprenkel-Look besonders viel Spaß, da man dafür eine Zahnbürste benutzt und in einer Kontrastfarbe auf die Eier spritzt. Es ist eine einfache Methode, die auch für die Jüngsten geeignet ist.
  3. Blattsalat: Nicht nur, dass die Natur endlich wieder grünt, Blätter eignen sich perfekt für schöne Muster und Formen auf den Ostereiern. Vor dem Färben kann man einen Spaziergang durch den Wald einplanen, um die Vorfreude zu steigern. Danach einfach das Grün auf das Ei legen, in eine Nylonstrumpfhose packen, zuknoten und färben – fertig!
  4. Wax it: Auch wenn man bei Waxing an alles andere als ans Eierfärben denkt, so ist die Methode der Wachsbatik- und Bossiertechnik für sorbische Ostereier etwas für alle Profis und jene, die mal etwas Neues ausprobieren möchten. Dafür wird mit flüssigem Kerzen- oder Bienenwachs ein Muster mit einem Zahnstocher auf das Ei gemalt. Tipp: Geometrische Formen sehen besonders schön aus. Im Anschluss wird gefärbt. Wer mag, kann weitere Schichten auftragen und erneut färben. Wenn die Eier kalt sind, wird das Wachs mit einem warmen Küchentuch von der Schale gerieben.
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