Das Festival wellenklænge lädt von 10. bis 25. Juli 2026 erneut nach Lunz am See ein – und stellt seine kommende Ausgabe unter ein ebenso poetisches wie politisches Motto: „Empathie & Widerstand“.
In einer Zeit, in der Hoffnung und Verzweiflung oft nebeneinander existieren, versteht sich das Festival als Resonanzraum für künstlerische Auseinandersetzung mit den Widersprüchen der Gegenwart. Die künstlerische Leitung – Julia Lacherstorfer und Simon Zöchbauer – lädt dazu ein, sich mit Fragen von Empathie, politischer Verantwortung und gesellschaftlichem Engagement auseinanderzusetzen.
Im Zentrum steht dabei die Idee der Ambiguitätstoleranz: die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten und die Welt nicht erst ordnen zu müssen, um sie wahrnehmen zu können. Musik, Performance und interdisziplinäre Projekte schaffen Räume, in denen diese Spannungen spürbar werden – zwischen Hoffnung und Schmerz, zwischen Zuhören und Handeln.
Die Programmatik knüpft dabei an historische und aktuelle Bewegungen an, in denen Empathie in Widerstand überging: vom Engagement der Civil Rights Movement bis zu heutigen Protestbewegungen wie den Demonstrationen nach dem Tod von George Floyd oder dem Ruf der iranischen Proteste „Jin, Jiyan, Azadî“.
Gleichzeitig möchte das Festival ein Ort der Begegnung sein – ein solidarischer Raum für Künstlerinnen, Künstler und Publikum. Gerade in Zeiten, in denen viele Kulturinitiativen mit finanziellen Kürzungen konfrontiert sind, versteht sich wellenklænge als Plattform, in der künstlerische Praxis gesellschaftliche Fragen aufgreifen und gemeinsam neue Perspektiven eröffnen kann.



