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33 neue Projekte: Wiener Radwegoffensive geht weiter

2026 stehen 33 neue Projekte alleine im Wiener Hauptradwegenetz auf dem Programm, der Fokus liegt auf Lückenschlüssen und der Fortsetzung großer Radachsen. Zudem werden neue Leuchtturmprojekte in Angriff genommen und innovative, kosteneffiziente Bauweisen eingesetzt, wie sie etwa im Vorjahr bereits am Neubaugürtel umgesetzt wurden.
Auf der Oberen Donaustraße wird ein 410 Meter langer, neuer 2-Richtungsradweg gebaut. © ZOOMVP.AT/Mobilitätsagentur Wien

„Trotz Konsolidierungsbedarf investieren wir weiter in das Wiener Radwegenetz und bauen es spürbar aus. 2026 geht es etwa weiter mit dem 2. Teil der Äußeren Mariahilfer Straße, auch der Radweg auf der Wiedner Hauptstraße wird fortgeführt. Daneben stehen weitere Lückenschlüsse wie in der Oberen Donaustraße, verbesserte Infrastruktur etwa in der Lehmanngasse über den Liesinger Platz und komplexe Projekte wie die Brünner Straße in Floridsdorf am Programm. Wie immer sorgen wir auch für viel zusätzliche Begrünung, ganz nach unserem Motto „Raus aus dem Asphalt und so profitieren alle von den Projekten“, so Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.

Highlights der Radwegoffensive 2026

In der Leopoldstadt wird aktuell auf der Oberen Donaustraße ein 410 Meter langer, neuer 2-Richtungsradweg gebaut und damit eine direktere Verbindung zwischen Rembrandtstraße und Scholzgasse geschlossen. Lästige Fahrbahnüberquerungen auf die Seite des Donaukanals und entsprechende Wartezeiten entfallen.

Das angrenzend entstandene neue Wohngebiet wird nun direkt an das Hauptradverkehrsnetz angeschlossen. Zum Einsatz kommt hier eine innovative und kosteneffiziente Bauweise: Der Radweg wird nicht wie sonst üblich auf erhöhtem Niveau geführt und mit Randstein abgetrennt, sondern er bleibt auf Straßenniveau, die bestehenden Randsteine bleiben erhalten. Als Abgrenzung zu den Kfz-Fahrstreifen dienen ein Streifen für Pkw- und Radabstellplätze, Grünflächen und ein markierter Schutzstreifen. Das spart Kosten bei garantierter Sicherheit und höchster Radfahrqualität. Auch Fußgänger profitieren von neuen Grünflächen inklusive 15 neuer Bäume.

Gestaltung der klimafitten Landstraßer Hauptstraße hat begonnen

Vor kurzem erfolgte – auf Grundlage einer Bürger-Befragung – der Spatenstich für die schrittweise klimafitte Umgestaltung der Landstraßer Hauptstraße. Zwischen Juchgasse und Schlachthausgasse werden aktuell im 1. Schritt auf einem 700 Meter langen Straßenabschnitt beidseitig baulich getrennte 1-Richtungsradwege errichtet. 33 neue Bäume entlang der Radwege werden für ein angenehmes Klima und Schatten sorgen.

Fußgänger und Autofahrer profitieren von einer klaren Struktur, verbesserten Kreuzungspunkten und besseren Sichtbeziehungen. Im Abschnitt der Landstraßer Hauptstraße zwischen Schlachthausgasse und Rennweg wurde bereits im Zusammenhang mit der Verlängerung der Straßenbahnlinie 18 im letzten Jahr ein neuer 2-Richtungsradweg gebaut.

Neue Radwege entlang der Linie 18

Der Ausbau der Öffis wird, wo immer es geht, auch mit der Schaffung neuer Radinfrastruktur verbunden. So wird auch im 3. Bezirk im Zuge der Verlängerung der Linie 18 die Radinfrastruktur weiter ausgebaut: Ein 2-Richtungsradweg wird 2026 auf der Würztlerstraße zwischen Markhofgasse und Erdbergstraße errichtet. Hier schließt die Stadt eine Lücke und schafft so eine wichtige, durchgehende Radverbindung zwischen Gürtel und Donaukanal parallel zur Schlachthausgasse beziehungsweise künftig weiter über die Stadionbrücke durch den Grünen Prater über die Meiereistraße und Dr.-Natterer-Gasse bis zur Donau.

Bereits fertiggestellt wurde im Zuge der Gleisbauarbeiten ein neuer, komfortabler und sicherer 2-Richtungsradweg auf dem Rennweg zwischen Grasberggasse und Landstraßer Hauptstraße, der den Radweg und die Fahrradstraße in der Rinnböckstraße direkt ans Hauptradverkehrswegenetz anschließt. In der Viehmarktgasse wurde ebenfalls ein neuer 2-Richtungsradweg zwischen Henneberggasse und Schlachthausgasse errichtet, um sowohl das Vienna BioCenter als auch das Media Quarter St. Marx über das Hauptradwegenetz erreichen zu können.

Durchgängiger 2-Richtungsradweg für Wiedner Hauptstraße

Im 1. Teil der umgestalteten Wiedner Hauptstraße entstand bereits im letzten Jahr ein breiter, baulich getrennter 2-Richtungsradweg stadtauswärts vom Karlsplatz bis zur Johann-Strauß-Gasse, der nun auf über 1 Kilometer zügiges und sicheres Vorankommen ermöglicht. Die alte Baumallee wurde erhalten und um elf zusätzliche Bäume erweitert. In Summe entstanden 1.300 Quadratmeter neue Grünflächen.

Aktuell wird an der Fortsetzung gearbeitet: Stadtauswärts werden die bestehenden Mehrzweckstreifen durch einen 2-Richtungsradweg bis zur Hartmanngasse ersetzt. Dieser schließt künftig an die vorhandenen 1-Richtungsradwege an, so dass durchgängig, von Matzleinsdorfer Platz bis zum Karlsplatz, auf baulich getrennten Radwegen gefahren werden kann. Auch eine Anschlussverbindung wird optimiert: Künftig wird die Durchfahrt beim Rudolf-Sallinger-Park nicht nur stadtauswärts, sondern in beide Richtungen nutzbar sein. Damit kommt man auch aus der Stolberggasse noch komfortabler zum verlängerten 2-Richtungsradweg in der Wiedner Hauptstraße.

Neun neue Bäume und vier zusätzliche Hochstammsträucher werden gepflanzt, acht neue Grünbeete errichtet und ein Trinkbrunnen installiert. Insgesamt entsteht auf insgesamt zwei Kilometern eine durchgehende, sichere und komfortable Radverbindung vom Karlsplatz bis zum Gürtel.

Teil 2 der Äußeren Mariahilfer Straße wird klimafit

Im 15. Bezirk geht es 2026 mit dem Großprojekt Äußere Mariahilfer Straße weiter. Teil 1 brachte bereits Verkehrsberuhigung, Begrünung und einen 600 Meter langen, komfortablen 2-Richtungradweg, zudem viele Sitzgelegenheiten, Cooling-Elemente und breite Gehsteige. In Kürze geht es mit dem 2. Teil von der Clementinengasse bis Anschützgasse weiter. Dabei entsteht südseitig ein über 720 Meter neuer 2-Richtungsradweg inklusive klimafitter Begrünung mit 46 neuen Bäumen und 1.500 Quadratmeter entsiegelter Fläche.

Wie bereits im 1. Teil erfolgreich angewendet, wird auch im 2. Teil die Mariahilfer Straße zur Einbahn. Der gewonnene Platz wird für den neuen 2-Richtungsradweg, mehr Flächen für Zu-Fuß-Gehende und für mehr Grün verwendet.

Floridsdorf: Zentrale Lückenschlüsse in Brünner Straße und Leopold-Ferstl-Gasse

Auf der Brünner Straße wird zwischen Am Spitz und Karl-Schäfer-Straße ein 2-Richtungsradweg gebaut. Damit kann die Stadt Wien eine große Lücke im Radwegenetz im Herzen von Floridsdorf schließen, wo es bisher Großteiles keinerlei Radinfrastruktur gibt. Es entsteht hier ein 1.060 Meter langer, komfortabler 2-Richtungsradweg. Im Süden schließt der Radweg direkt an den neuen, breiten 2-Richtungsradweg auf der Floridsdorfer Hauptstraße an.

500 Meter 2-Richtungsradweg erweitert Radwegenetz in der Donaustadt

Auch die Donaustadt hat nach der Einführung des Parkpickerls den Radwegebau vorangetrieben und auch heuer geht es damit weiter: Auf der Erzherzog-Karl-Straße wird der nächste Abschnitt für eine durchgängige, komfortable und sichere Radwegverbindung errichtet. Der neue über 500 Meter lange 2-Richtungsradweg schließt ab der Industriestraße direkt an den bereits fertiggestellten, 700 Meter langen Abschnitt des neuen 2-Richtungsradwegs auf der Erzherzog-Karl-Straße an. Dadurch entsteht eine durchgängige, sichere und bequeme Verbindung zwischen dem fertiggestellten Radhighway Nord und den Radwegen auf der Donaustadtstraße. Zehn neue Bäume werden gepflanzt und zusätzliche Radbügel montiert.

Radwege entlang der Liesing werden weiter optimiert

Nach der Fertigstellung des neuen komfortablen Radwegs über den Atzgersdorfer Platz Ende 2025, wird die Liesinger Radinfrastruktur entlang des Liesingbaches 2026 weiter optimiert. Der gut 500 Meter lange Abschnitt entlang der Lehmanngasse über den Liesinger Platz wird erheblich verbessert. Vom Herbert-Mayr-Park wird ein neuer 2-Richtungsradweg über die Lehmanngasse und den Busbahnhof Liesinger Platz bis zum verkehrsberuhigten Bereich hinter der Liesinger Sporthalle errichtet. Dort schließt dieser an das bereits vorhandene Radwegenetz an. Wie bei allen Umgestaltungen von Straßenräumen wird auch hier klimafit begrünt, entsiegelt und vier neue Bäume werden gepflanzt.

Im Zuge der Renaturierung des Liesingbaches wird außerdem der begleitende, 1,4 Kilometer lange Radweg zwischen Atzgersdorf und Bahnhof Liesing auf das andere Ufer verlegt. So wird es möglich, den Weg zu verbreitern und neue Unterführungen unter der Marenabrücke (Carlbergergasse) und der Pellmannbrücke (Rudolf-Waisenhorn-Gasse) zu errichten. Damit erfährt der Liesingbach-Radweg nach den Unterführungen an der Triester Straße, der Laxenburger Straße und dem neuen baulichen Radweg am Atzgersdorfer Platz das nächste große Upgrade.

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