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Japan inside: Unterwegs auf der Kii-Halbinsel

Dichte Zedern- und Zypressenwälder zieren die Kii-Halbinsel südlich von Osaka und Nara in der Region Kansai. Hier treffen mehr als 1.000 Jahre alte Pilgerwege auf eine japanische Küche, die aus den Schätzen des Meeres das Beste auf die Teller zaubert.
Das Fairfield Wakayama Kumano Kodo Susami Hotel ganz im Süden der Präfektur Wakayama liegt ideal für die Entdeckung der Küste. © Marriott

Reisen überland geht in Japan nicht ohne Gemütlichkeit. Stress regiert woanders. Und so fahre ich mit den maximal erlaubten 80 km/h auf der Autobahn durchs Herz der Hauptinsel Honshū. Nahe der Stadt Minō in der Präfektur Osaka mache ich noch einen Zwischenstopp beim buddhistischen Tempel Katsuō-ji, der für seine Millionen Daruma-Puppen weltberühmt ist. Zur Freude nicht nur von Influencern sind sie hier allgegenwärtig und symbolisieren Glück.

Einfach wildromantisch

Dann geht es durchs Metropolenkonglomerat von Osaka, Kobe und Kyōto gen Süden. Irgendwann sieht man nur mehr Wald, und am Straßenrand warnen Verkehrsschilder vor wilden Affen und anderem Getier. Die gebirgige Kii-Halbinsel, eine der größten des Landes, ist nämlich ein grünes, romantisches Waldparadies, das vor allem der Natur gehört. Nach pulsierenden Metropolen und beliebten Onsenstädten ist die etwas abgelegene Region in der japanischen Präfektur Wakayama eine willkommene Abwechslung.

Hierher zieht es seit mehr als 1.000 Jahren auch Gläubige. Die Halbinsel gilt als heiliges Gebiet mit großen Schreinen und alten Tempeln, als Zentrum des Shintoismus und Buddhismus. Kumano Kodō nennt sich ein Netzwerk von Pilgerwegen. Mehr als 600 Kilometer ziehen sich Wege durch dichte Wälder, malerische Dörfer und an hohen Wasserfällen vorbei.

Die UNESCO hat es vor mehr als 20 Jahren zum Weltkulturerbe erklärt. Hier trifft man nicht nur auf meditierende, weltabgewandte Mönche, sondern immer mehr auch auf Reisende aus der ganzen Welt, die sich dem besonderen Erlebnis solcher spiritueller Wanderungen verschrieben haben und auf dem Weg in traditionellen Gästehäusern übernachten.

Walfleisch als Happen?

Am Meer wird wiederum dem Fisch gehuldigt. Statt Sandstränden regieren felsige Küsten – ein Augenschmaus. In der Stadt Nachikatsuura wird die größte Menge an Thunfisch in Japan gefangen. Auf dem Nigiwai-Markt im Hafen Katsuura finden jeden Morgen ab 7 Uhr Fischauktionen statt, die man einfach mal miterleben muss.

Einige Kilometer entfernt befindet sich das Taiji Whale Museum. Im Jahr 1969 wurde zu diesem Zweck eine kleine Bucht abgesperrt, wo Delfine und verschiedene Walarten, ja, sogar weiße Belugas, leben. Im Museumsshop gibt es Walfleisch verschiedenster Art zu kaufen – leider in Japan nach wie vor Tradition.

Viel lieber sind mir da die Köstlichkeiten eines Sushi-Meisters. Beim Abschiedsdinner in einer kleinen Bar hat er mir sogar lebende Meeresschnecken serviert –und ich hab’s überlebt!

Hoteltipp: Wohnen mit Meerblick

Das Fairfield Wakayama Kumano Kodo Susami Hotel ganz im Süden der Präfektur Wakayama liegt ideal für die Entdeckung der Küste. Unbedingt ein Zimmer mit dem atemberaubenden Blick auf den Pazifik wählen! Beliebt ist das moderne Onsen „Nozomi no Yu“ direkt im Hotel, wo man sich von den Trips entlang der unzähligen Buchten und ins wilde Hinterland herrlich erholen kann.

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