„Wer am Ring zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, weiß, dass es hier auf weiten Strecken wirklich eng und unübersichtlich ist. Wir wollen künftig für klare Verhältnisse sorgen und das Potenzial der Nebenfahrbahnen nützen, um für einheitliche, gut erkennbare Routen zu sorgen: Die schattigen Alleen gehören künftig ganz den Fußgängerinnen und Fußgängern – die Nebenfahrbahn wird zur Rad-Allee mit großteils baulich getrennten 4,50 m breiten Radwegen oder Fahrradstraßen. Wir geben den Menschen damit mehr Raum zum Spazierengehen, Radeln und Verweilen. Und natürlich sorgen wir auch für viel zusätzliche Begrünung und Sitzgelegenheiten“, so die Wiener Planungs- und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.
Vorteile für alle
Je nach Nutzungsstärke auf den einzelnen Abschnitten des Rings wird die Innen- oder die Außenseite neu gestaltet. Die Hauptfahrbahnen für den Kfz-Verkehr sowie der öffentliche Verkehr bleiben unverändert bestehen. Von der Neuordnung sollen am Ende alle profitieren – auch der Autoverkehr, weil Kreuzungen besser einsehbar und Querungen sicherer werden.
Zusätzlich zur Trennung von Fuß- und Radverkehr sowie zur durchgehenden Gestaltung wird bei der Neuplanung auf eine kontinuierliche, klare Wegeführung und die Verwendung von hochwertigen, barrierefreien Materialien geachtet. Die bisher unübersichtlichen und oft verwirrenden Verschwenkungen werden der Vergangenheit angehören. Neue Grünbeete entlang der Gehsteige und Sitzgelegenheiten schaffen neue Plätze, die zum Verweilen einladen.
Extra breite Zwei-Richtungs-Radwege und Fahrradstraßen in Sandfarbe
Die zukünftige Rad-Allee bietet mit größtenteils 4,50 m breiten Zwei-Richtungs-Radwegen extra viel Platz und Fahrkomfort entlang des Rings. Und: Die Radwege werden – erstmals in Wien – in Sandfarbe ausgeführt. Die Farbe ist eine Anspielung auf die historische Ausführung der ursprünglich geschotterten Reit-Alleen und harmoniert besonders mit den prächtigen Bauten entlang der Ringstraße. Der Farbkontrast zum Gehweg hilft bei der Orientierung und schafft Sicherheit. Die Farbe wird nicht aufgemalt, sondern bereits in den Asphalt eingearbeitet, dies trägt zu einer langen Haltbarkeit bei.
Der bisher asphaltierte Gehsteig vor den Häusern und Palais der Ringstraße wird durch eine barrierefreie Granitstein-Pflasterung entsiegelt und schöner gestaltet. Wichtige Querungen für Fußgänger über die Rad-Allee werden durch gepflasterte „Zwischenlinsen“ – kleine Inseln, die gegebenenfalls einen sicheren Zwischenstopp ermöglichen – markiert. Der Radverkehr wird dadurch an diesen Stellen entschleunigt. Auch die Kreuzungsbereiche werden durch Gehsteig-Vorziehungen für alle Verkehrsteilnehmenden sicherer gemacht.
Auftakt im Herbst
Ab Herbst 2026 wird die etappenweise Umgestaltung auf dem rund 700 m langen Schottenring begonnen – und zwar auf der Innenseite zwischen den U-Bahn-Stationen Schottentor und Schottenring. Die Außenseite bleibt unverändert.
Fußgänger bekommen deutlich mehr Platz – sie können in der schattigen Geh-Allee und auf dem Gehsteig unterwegs sein. Die Nebenfahrbahn wird zur Rad-Allee mit einem 4,50 m breiten Zwei-Richtungs-Radweg. Radfahrer und Fußgänger erhalten damit ihren jeweils eigenen, deutlich abgegrenzten Bereich. In einzelnen Abschnitten bleibt eine Zufahrt möglich. Auch für zusätzliche Begrünung wird gesorgt: Insgesamt werden mehr als 900 m² neue Grünflächen und Beete entlang des inneren Schottenrings errichtet. Zwölf neue Bäume werden alleine in diesem Abschnitt gepflanzt.
Info-Ausstellung für Anrainer
Die Stadt Wien lädt dazu ein, sich online unter meinring.wien oder bei einer Informationsausstellung am 8. und 9. April 2026 über den Stand der Planung zu informieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem ersten Abschnitt der Neugestaltung, dem Schottenring. Die Planungen für die weiteren Ringabschnitte befinden sich in Ausarbeitung.
Planungsausstellung Schottenring
8. und 9. April 2026, jeweils von 16.30 bis 19.30 Uhr
Ringturm, Ausstellungsraum im Erdgeschoss
Schottenring 30, 1010 Wien


