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27. Feber 2024
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Burg Forchtenstein: Auf den Spuren der Fürsten

Mit ihrer historischen Kunst- und Wunderkammer, dem Zeughaus sowie Dauer- und Sonderausstellungen lädt die Burg Forchtenstein im nördlichen Burgenland zu einer Reise in die Vergangenheit ein. Einen Einblick in das spätmittelalterliche Burgleben geben aber auch saisonale Feste und Märkte.

Die Burg Forchtenstein thront auf einem Felskegel des Rosaliengebirges. © Lennard Lindner

Ob Winterführungen für Kälteunempfindliche, Silvesterfest, Apfelkulinarum oder Ostermarkt: Die spätmittelalterliche Burg Forchtenstein, deren Wurzeln ins 13. Jahrhundert zurückreichen, hat in der Tat zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten. Die Aussicht ist dank der Lage bei gutem Wetter sensationell, doch ohne die vielen kulturellen Angebote wäre das nur der halbe Ausflugsspaß. In der Burg kommen sowohl Kunstliebhaber und historisch Interessierte als auch Kinder auf ihre Kosten.

Buntes Programm

Bei der Burgmaskerade Ende Jänner etwa stehen die ehrwürdigen Kellergewölbe der Burg ganz im Zeichen des Faschings – mit Kinderdisco, Bastelspaß und vielen Spielen. Doch auch außerhalb der närrischen Zeit ist mit der Familiendraculade und der österlichen Entdeckungstour Drache, Einhorn, Osterhase für gute Unterhaltung der Jüngsten gesorgt. Deutlich ernsthafter geht es naturgemäß in der Schatzkammer der Esterházys zu, wo Fürst Paul I. ab 1692 eine der wenigen bis heute erhaltenen Kunstkammern einrichtet hat. Exotische Kuriositäten, Automaten, Uhren sowie jede Menge Kunst und Wissenschaft ziehen dort die Burggäste in ihren Bann.

Sollten sich die Besucher bei ihrem Aufenthalt in der Burg aus welchem Grund auch immer verteidigen müssen, sollte das kein Problem darstellen: Die gesamte Anlage zählt zu einer der größten privaten historischen Waffensammlungen Mitteleuropas – und sie ist in der Tat beeindruckend. Weniger offensiv, dafür nicht minder historisch sind die Secco-Wandmalereien im inneren Burghof. Sie sind die größten ihrer Art nördlich der Alpen.

Café-Restaurant mit Ausblick

So viel Kunst, Kultur und Unterhaltung machen selbstverständlich hungrig und durstig. Dafür begibt man sich am besten ins nicht nur schön gelegene, sondern auch sehr ansprechend gestaltete Café-Restaurant Grenadier. Von der Terrasse der Turmstube aus kann man bei guter Sicht bis zum Neusiedler See blicken. Nur der fast schon in Vergessenheit geratene Grenadiermarsch steht nicht auf der ansonsten ausgezeichneten Speisekarte.

5 Dinge, die man unbedingt gesehen haben muss

  • die Exponate der Esterházy-Schatzkammer
  • die riesige Waffensammlung
  • die Secco-Wandmalereien im inneren Burghof
  • den atemberaubenden Ausblick
  • die Highlights der Winterführung

Facts and Figures Burg Forchtenstein

  • Als im 15. Jahrhundert das Geschlecht der Forchtensteins ausstarb, übernahmen die Habsburger für rund 170 Jahre die Burg. 1622 bekam Nikolaus Esterházy sie als Pfandbesitz von Kaiser Ferdinand II.
  • Im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert wurde weder nennenswert um- noch ausgebaut. Allerdings widmete man sich der Instandsetzung und -haltung der historischen Kellergewölbe.
  • Im Jahr 1919 wurden rund 280 Gegenstände aus der Kunstkammer von Mitgliedern des Direktoriums der ungarischen Räterepublik konfisziert. Darunter befanden sich Schmuck, Textilien und Goldschmiedearbeiten. Bis heute sind die Stücke, für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, in Ungarn gelagert.
  • Die Sammlung von Silbermöbel in der Schatzkammer ist eine der größten ihrer Art in Europa.
  • Im Archiv der Burg finden sich unzählige Dokumente, die sogar noch vor der Ära Esterházy entstanden sind. 25 Räume werden zurzeit als Archiv genutzt. Würde man die Dokumente nebeneinanderlegen, würde das eine Länge von rund zehn Kilometern ergeben.
Burg Forchtenstein Burg Forchtenstein
7212 Forchtenstein
burg-forchtenstein@esterhazy.at
+43/2626/812 12
https://esterhazy.at/burg-forchtenstein
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