Story

Bahnwandern: Diese Top-Spots warten in Niederösterreich

Mit der Bahn anreisen, direkt loswandern und dabei Natur, Kultur und Kulinarik entdecken: In Niederösterreich lassen sich Zugfahrt und Ausflug bestens miteinander verbinden. Vom UNESCO-Welterbe am Semmering über nostalgische Erlebniszüge bis zu Wanderungen in der Wachau und im Wienerwald reicht das Angebot.
© Wiener Alpen/nicoleseiser.at

„Manchmal ist der Weg das Ziel! Mit unseren Bahnen kann man die unterschiedlichsten Landschaften ganz entspannt entdecken und unterwegs immer wieder neue Blickwinkel kennenlernen. Ob beim Wandern, bei einem Ausflugsziel oder bei einer besonderen Bahnfahrt – überall warten schöne Plätze, beeindruckende Ausblicke und herzliche Gastfreundschaft. Da lohnt es sich, wenn man sich mehr Zeit nimmt, den Aufenthalt verlängert, gemütlich einkehrt und das ‚weite Land‘ mit all seinen Besonderheiten genießt“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, ergänzt: „Die Stärke dieser Angebote liegt in der perfekten Verbindung: Mit der Bahn geht es direkt zu Wanderwegen, Natur- und Kulturerlebnissen, manche Strecken sind bereits für sich einen Ausflug wert. Dazu kommen regionale Kulinarik, attraktive Ausflugsziele und passende Übernachtungsmöglichkeiten. So entstehen aus einzelnen Touren stimmige Urlaubserlebnisse – vom Tagesausflug bis zum mehrtägigen Aufenthalt in Niederösterreich.“

Wiener Alpen: Bahnwandern am Semmering

Fünf Tourenmöglichkeiten, sieben Bahnhöfe zum Ein- und Aussteigen und rund 20 Kilometer zwischen Semmering und Payerbach machen das Bahnwandern am Semmering besonders flexibel. Die historische Semmeringeisenbahn überwindet fast 460 Höhenmeter und führt über mehr als 100 Brücken, 16 Viadukte und durch 15 Tunnels. Zu den Aussichtspunkten entlang der Wanderwege zählen der 20-Schilling-Blick, die Doppelreiterwarte und die Weinzettlwand. Neben dem klassischen Bahnwanderweg von Semmering nach Payerbach führen Touren auch auf die steirische Seite. Für weitere Ausflüge steht der RUFbus Semmering-Rax mit mehr als 160 Haltepunkten zur Verfügung.

Aktuell ist aufgrund eines Hangrutsches der Abschnitt zwischen den Bahnhöfen Semmering und Wolfsbergkogel gesperrt. Die Ausweichroute führt über die Südbahnstraße am Südbahnhotel und den Villen am Semmering vorbei. Der 20-Schilling-Blick bleibt aber weiterhin erreichbar.

Und wer länger bleiben möchte, kann unter dem Motto „Wanderlust & Weltkultur“ drei Wandertage rund um das UNESCO-Welterbe verbringen. Als Unterkünfte bieten der Payerbacherhof, das Hotel Belvedere und das Sporthotel am Semmering an.

Weinviertel: Erlebniszug, Naturpark und Reblaus-Express

Jeden ersten Samstag im Monat fährt der Erlebniszug von Wien in die Leiser Berge. Ab Ernstbrunn geht es mit dem Naturparkbus weiter in den Naturpark Leiser Berge. Dort führen Wanderungen etwa auf den Buschberg mit der am niedrigsten gelegenen Alpenvereinshütte Österreichs oder auf den Oberleiser Berg. Entlang der Busstrecke liegen weitere Ausflugsziele wie die Fossilienwelt Weinviertel in Stetten, der Aussichtsturm Oberleis und das MAMUZ Schloss Asparn an der Zaya. Die Fahrt mit dem Erlebniszug sowie diese Ausflugsziele sind mit der Niederösterreich-CARD kostenlos. Weitere Möglichkeiten sind eine Fahrt mit der Weinviertel Draisine und ein Besuch im Wildpark Ernstbrunn mit Wölfen, Gämsen, Steinböcken, Hirschen und Wildschweinen.

Für einen längeren Aufenthalt werden das Ökologische Gästehaus Luger und die Ferienwohnung Engelbrecht in Ernstbrunn empfohlen. In Kreuzstetten lässt sich unter dem Motto „Träumen unter Bäumen“ übernachten und der Aufenthalt mit einem Besuch in Ochys Waldfreizeitpark zum Klettern, Spielen und Geschicklichkeitstraining verbinden.

Ein weiterer Tipp ist der Reblaus-Express. Der nostalgische Wein- und Genusszug fährt 40 Kilometer durch die Retzer Weingärten, Hügel, Wiesen und Wälder. Fahrräder können mitgenommen werden, im Heurigenwaggon gibt es Stärkung für unterwegs. Bei den Genussfahrten „Reblaus Royale“ wird ein Vier-Gang-Menü mit Weinbegleitung serviert.

Waldviertel: Mit der Bahn zu Granit und Natur

Die Waldviertelbahn führt mit historischen Dampf- oder Dieselloks durch das Obere Waldviertel und verbindet Groß Gerungs mit Litschau. Für Kinder gibt es unterwegs eine Rätselrallye. Angeboten werden außerdem Themenfahrten mit Schrammelklangmusik, Mohn-, Schafkäse- oder Erdäpfelspezialitäten sowie Alpakawanderungen.

In Litschau führt ein Wandertipp durch den Höllgraben mit Wasserfällen und Granitformationen. Auch ein Spaziergang zum Herrensee bietet sich an. Mit der Niederösterreich-CARD ist der Eintritt ins Strandbad und ab 5. Oktober auch ins Relax-Hallenbad kostenlos. Übernachten kann man unter anderem im Theater- und Feriendorf Königsleitn.

Auch Gmünd eignet sich als Ausgangspunkt. Vom Bahnhof geht es in den Naturpark Blockheide mit Wiesen, Wäldern, Teichen und den typischen Granitblöcken. Eine weitere Möglichkeit sind Tagesetappen auf dem grenzüberschreitenden Weitwanderweg entlang der Lainsitz von Karlstift bis ins tschechische Chlum.

Nach der Wanderung bietet sich die Sole Felsen Welt Gmünd zur Entspannung an. Das angeschlossene Hotel zählt zu den Selected Stays Niederösterreich. Sowohl die Sole Felsen Welt als auch der Naturpark Blockheide sind mit der Niederösterreich-CARD kostenlos zugänglich.

Zu beachten ist derzeit ein Schienenersatzverkehr auf der Franz-Josefs-Bahn zwischen Klosterneuburg und Tulln aufgrund von Bauarbeiten.

Mostviertel: Mariazellerbahn und Ötschergräben

Von St. Pölten führt die rund 85 Kilometer lange Mariazellerbahn durch das Pielachtal und vorbei am Naturpark Ötscher-Tormäuer bis nach Mariazell. Im Panoramawagen der Himmelstreppe lassen sich Aussicht und Kulinarik verbinden. Für Familien bietet sich der Erlebniszug Ötscherbär an. Mit der Niederösterreich-CARD ist eine einfache Fahrt zwischen St. Pölten und Mariazell kostenlos. Wer in Wienerbruck aussteigt, erreicht zu Fuß die Ötscher-Basis. Von dort führen Wanderungen in die Ötschergräben. Weitere Ziele sind das Schaukraftwerk Wienerbruck am Stierwaschboden, der Mirafall und der Erlaufstausee. Insgesamt sechs Haltestellen im Naturpark erleichtern autofreie Touren. Ein Tipp ist die Gösingrunde: Sie führt vom Bahnhof Gösing durch die Hinteren Tormäuer zum Lassingfall und weiter nach Wienerbruck. Zurück geht es mit der Mariazellerbahn.

Übernachtungsmöglichkeiten sind das „Ferienhaus am See“ und „Urlaub am Bahnhof“ in Wienerbruck, die beide zu den Selected Stays zählen, sowie das Schutzhaus Vorderötscher.

Auch kulinarisch gibt es ein besonderes Angebot: Am 25. September verbinden die Mostviertler Feldversuche eine Fahrt mit der Mariazellerbahn mit einem mehrgängigen Genussprogramm. Gestartet wird in der Laubenbachmühle, weitere fünf Gänge werden in der Ötscher-Basis in Wienerbruck serviert.

Wachau: Wachaubahn und Welterbesteig

Die Wachaubahn verbindet Krems mit Emmersdorf und eröffnet durch ihre teilweise erhöhte Streckenführung weite Ausblicke auf die UNESCO-Welterbelandschaft. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, kann den 180 Kilometer langen Welterbesteig Wachau erkunden. Seine 14 Etappen führen durch Weingärten, Wälder, Trockenrasen und historische Orte. Möglich sind auch Gepäcktransport und Transfers mit der Fähre zwischen den Donauufern. Ein Tipp ist die erste Etappe von Krems nach Dürnstein durch historische Stadtviertel, Kellergassen und die charakteristischen Steinterrassen. In Dürnstein können die Ruine Dürnstein oder das Stift Dürnstein besucht werden.

Auch Krems selbst verbindet Bewegung mit Kultur: Kunsthalle Krems, Karikaturmuseum Krems und Landesgalerie Niederösterreich können mit der Niederösterreich-CARD jeweils einmal kostenlos besucht werden. Wer aus der Tour einen Kurzurlaub machen möchte, kann beispielsweise im arte Hotel Krems oder im Steigenberger Hotel & Spa Krems übernachten. Beide Häuser zählen zu den handverlesenen Selected Stays Niederösterreich.

Wienerwald: Vom Bahnhof direkt loswandern

Im Wienerwald und besonders im Triestingtal lassen sich Bahn, Wandern und Kultur ebenfalls gut verbinden. Vom Bahnhof Berndorf startet eine Rundtour durch die Stadt, vorbei an Arbeitersiedlungen, Villen, Schulen und Fabriksbauten aus der Zeit der Familie Krupp.

Dazu passen ein Besuch des Museums und der Berndorfer Stilklassen mit zwölf unterschiedlich gestalteten Schulklassen. Der Eintritt in die Stilklassen ist mit der Niederösterreich-CARD kostenlos. Am Abend kann der Ausflug mit einem Besuch im Stadttheater Berndorf ausklingen.

Vom Bahnhof Hirtenberg startet die Große Guglzipfrunde mit Aussichtsturm, weiten Ausblicken und überwiegend sanften An- und Abstiegen. Die Große Peilsteinrunde beginnt wiederum am Bahnhof Weissenbach an der Triesting und führt durch den ehemaligen Sommerfrischeort bis zum Peilstein.

Auch westlich von Wien gibt es passende Touren: Der Panoramaweg führt über Purkersdorf durch einen Teil des Biosphärenparks Wienerwald zum Troppberg und seiner Aussichtswarte. Für Familien bietet der Naturpark Purkersdorf kürzere und längere Wanderwege sowie Spielplätze, Kinderstationen und ein Wildgehege.

Das könnte dir gefallen:

Neue Eisenstädter: Nachhaltiges Wohnen in Weiden am See

Pink Ribbon Secco Brunch: 13.790 Euro für die Krebshilfe

Wiener Klima-Himmel bringt Schatten vor Volksschule in Mariahilf

Werde jetzt schauvorbei-Newsletter Abonnent und bleibe immer auf dem Laufenden!
Leider konnten wir deine Anmeldung nicht abschließen. Versuche es bitte später erneut.
Die Anmeldung zum Newsletter war erfolgreich!
Secret Link