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Energieschub für Wien: 1.000 neue öffentliche E-Ladestellen

Wien startet einen massiven Ausbau der E-Mobilität: Bis zu 1.000 zusätzliche öffentliche Ladestellen sollen in den kommenden Jahren entstehen – inklusive neuer Schnellladeparks. Damit wird das Ladenetz nahezu verdoppelt und der durchschnittliche Abstand zur nächsten Station deutlich verkürzt.
Frau an E-Ladestation in Wien, Stadträtin Ulli Simma
Klima-Stadträtin Ulli Simma befürwortet das Ausbauprogramm für 1.000 weitere öffentliche E-Ladestellen. © Christian Jobst/Pid

Wien gibt beim Thema Elektromobilität weiter Vollgas: Die Stadt Wien und Wien Energie setzen ein umfangreiches Ausbauprogramm um, das in den kommenden Jahren bis zu 1.000 zusätzliche öffentliche E-Ladestellen bringt. Damit wird das Angebot auf Wiens Straßen nahezu verdoppelt – ein klares Signal für klimafreundliche Mobilität in der Hauptstadt.

Bereits in Kürze soll die Fortschreibung der Kooperation im zuständigen Mobilitätsausschuss beschlossen werden, anschließend folgen die Gremien von Wien Energie. Der Ausbau ist damit politisch wie strategisch auf Schiene.

Dichteres Netz, kürzere Wege

Bereits heute befindet sich im Schnitt alle 400 Meter eine Ladestelle von Wien Energie. Mit den neuen Standorten verkürzt sich diese Distanz auf durchschnittlich 250 Meter. Das bedeutet: Laden wird im Alltag noch selbstverständlicher – egal ob im Wohngebiet oder entlang stark frequentierter Verkehrsachsen.

Aktuell stehen mit Stand Jänner 2026 rund 4.030 öffentlich zugängliche Ladestellen in Wien zur Verfügung, zwei Drittel davon werden von Wien Energie betrieben.

„Schon jetzt sind ¾ der Wienerinnen und Wiener umweltfreundlich unterwegs“, betont Stadträtin Ulli Sima. Der Ausbau der Ladeinfrastruktur sei – neben dem massiven Öffi- und Radwegeausbau – ein weiterer wichtiger Baustein für nachhaltige Mobilität.

Bedarfsgerechter Ausbau mit Weitblick

Die neuen Ladestellen entstehen nicht wahllos, sondern nach klaren Kriterien:

  • Zuerst werden unterversorgte Grätzl mit fußläufig erreichbaren Stationen ausgestattet

  • Stark frequentierte Standorte werden nachverdichtet

  • Synergien mit laufenden Straßenbauprojekten werden genutzt

  • Barrierefreiheit wird gezielt berücksichtigt

Auch für Carsharing-Angebote der Wiener Linien sind eigene Ladepunkte vorgesehen – etwa für „WienMobil“-Fahrzeuge.

NEOS-Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner unterstreicht die Bedeutung eines dichten Netzes: Wer vom Verbrenner auf ein E-Auto umsteigen soll, braucht verlässliche Ladepunkte im öffentlichen Raum – insbesondere moderne Schnellladeangebote.

Schnell, schneller, ultraschnell

Neben klassischen Normalladestationen entstehen auch zehn neue Schnellladeparks – Standorte mit mehreren Hochleistungs-Ladepunkten.

Ein Überblick über die Ladeleistungen:

  • Normalladestellen (11 kW)
    → rund 5,5 Stunden für 300 km Reichweite

  • Schnellladestellen (150 kW)
    → etwa 30 Minuten für 300 km

  • Ultra-Schnellladestellen (bis 400 kW)
    → rund 15 Minuten für 300 km

Beispiele für Schnelllade-Standorte sind unter anderem der Margaretengürtel, die Erdberger Lände oder die Simmeringer Hauptstraße.

Technisch setzen die Stationen auf Typ-2-Stecker bei Normalladern und CCS-Stecker bei Schnellladepunkten. Jede Säule verfügt über zwei Ladepunkte – und: 100 Prozent Ökostrom.

Ökostrom als Fundament

Elektromobilität funktioniert nur mit einer starken Energie-Infrastruktur. Wien setzt dabei konsequent auf erneuerbare Energie. Mit dem Kauf des Ökostrom-Pioniers ImWind hat Wien Energie sein Portfolio massiv erweitert. Ziel ist es, bis 2040 den gesamten Verkehrssektor Wiens – von Straßenbahnen über U-Bahnen bis zu E-Autos – mit erneuerbarem Strom zu versorgen.

Alma Kahler, Geschäftsführerin von Wien Energie, bringt es auf den Punkt: Die Nachfrage nach E-Autos steigt stetig – 2025 gab es so viele Neuzulassungen wie noch nie. Mit den zusätzlichen 1.000 Ladestellen werde die Infrastruktur zukunftsfit weiterentwickelt.

Klimafitte Mobilität für eine wachsende Stadt

Elektromobilität ist ein zentraler Bestandteil der Wiener Smart Klima City Strategie und des Klimafahrplans. Laut Bundesverband Elektromobilität Österreich waren mit 31. Jänner bereits 46.271 E-PKW in Wien zugelassen – Tendenz steigend.

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