Vergessen kann Verlust bedeuten. Genauso aber auch Befreiung. Oder die Ausübung von Macht. „Vergessen“ hat also zahlreiche Bedeutungsebenen – und genau diese werden in der neuen Ausstellung „Alles vergessen“ im Jüdischen Museum Wien reflektiert.
Anhand historischer Exkurse in innerjüdische Bannflüche und kollektive Vergessenskulturen nach 1945 beleuchtet die Schau das Phänomen „Vergessen“ auf multiperspektivische Art. Dabei soll den Besucher*innen vermittelt werden, wie das Vergessen nicht nur einzelne Menschen, sondern die gesamte Gesellschaft prägt und wie sich das Vergessen früher wie heute auf Erinnerung und Identität auswirkt.
