Ab 24. Juli bringt die Ausstellung „Herbert Boeckl, Hans Josephsohn – Archetypen des Figuralen“ den österreichischen Maler Herbert Boeckl und den Bildhauer Hans Josephsohn in einen spannenden Dialog.
Obwohl sich die beiden Künstler zeitlebens nie begegnet sind, weisen sie dennoch erstaunliche Parallelen auf. Beide blieben trotz der Dominanz der abstrakten Kunst der menschlichen Figur verpflichtet. Ihre Werke zeichnen sich durch starke formale Verdichtung, entindividualisierte Figuren und eine eindrucksvolle materielle Präsenz aus. Während Boeckl Farbe beinahe skulptural aufträgt, formt Josephsohn seine Figuren additiv aus Gips und Bronze. Der Entstehungsprozess bleibt bei beiden sichtbar. So entsteht eine zeitlose, archaisch wirkende Bildsprache, die grundlegende Fragen nach Körperlichkeit und menschlicher Existenz aufwirft.
