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Ein buntes Bild mit Vögeln und Schmetterlingen. © Hunt Slonem
Hunt Slonem ist vor allem für seine neoexpressionistischen Gemälde von Schmetterlingen, Hasen und seinen tropischen Vögeln bekannt. © Hunt Slonem
02.09.2023

Hunt Slonem – Die Welt der Exotik

Das Bank Austria Kunstforum zeigt Werke von Hunt Slonem. Er ist vor allem für seine neoexpressionistischen Gemälde von Schmetterlingen, Hasen und seinen tropischen Vögeln bekannt.

Hunt Slonem ist ein amerikanischer Maler, Bildhauer und Grafiker. Er ist vor allem für seine neoexpressionistischen Gemälde von Schmetterlingen, Hasen und seinen tropischen Vögeln bekannt. Diese basieren oft auf einer persönlichen Voliere basieren, in der er 30 bis über 100 lebende Vögel verschiedener Arten hält.

Papageien, Schmetterlinge, Hasen, diverse Formen, unterschiedliche Farbspiele, die Tiere mal parataktisch angeordnet, mal rhythmisch aneinandergereiht, im Profil oder von vorne präsentiert – das ist das Alphabet eines Künstlers, dem es offensichtlich um Schönheit in einem erweiterten Sinn geht. Zu den Tierbildern gesellen sich (fast heimlich) auch Porträts von Menschen beispielsweise Bildnisse von Abe Lincoln oder Ihrer Majestät, Elisabeth II von Großbritannien – in Rot, Violett, Grün bzw. in Schwarz-Weiß …

Bilderwelten immer wieder neu zu entwerfen und die Wirklichkeit auf vielfältige Weise zu interpretieren, war seit jeher ein großer Anspruch der bildenden Kunst. Als Konstrukteure oder Gestalter von Realitäten formulieren Künstlerinnen und Künstler ihr eigenes Bild der Welt. Besonders in realistischen Darstellungsformen offenbaren sie uns einen unverschlüsselten Zugang zur Welt und liefern somit einen unmittelbaren Kommentar zu Gegenwart. Schönheit bietet sich in den Werken dieser Maler, Zeichner und Graphiker auf unterschiedlichste Weise an: träumerisch, rätselhaft, karikierend, immer aber: erzählerisch. Auf sehr unterschiedliche Art erfahren wir Realität und Geheimnis.

Begeisterung für das Ornament

Zu den auffallenden Narrativen im Werk des amerikanischen Künstlers Hunt Slonem gehört die Begeisterung für das Ornament. Zu den wesentlichen Eigenschaften ornamentaler Strukturen gehört es, dass sich Darstellungen immer wieder als fortlaufendes Ganzes präsentieren. Das kann eine abstrakte Linienform genauso sein, wie die Zusammenführung von gleichmäßig nebeneinander gesetzten Papageien, auch in unterschiedlicher Farbgebung. Diese Faszination, eine Kontinuität von Schmetterlingsformen im Bildraum darzustellen, zeigt, dass wir mit Hunt Slonem einen Künstler vor uns haben, der sich intensiv mit Komposition und Struktur auseinandergesetzt hat.

Es ist eine Eigenheit der amerikanischen Kunst nach 1950, dass Struktur, das Anordnen von homogenen Elementen, die traditionell-europäische Komposition mit heterogenen Elementen tendenziell abgelöst hat. In dieser, relativ neuen Tradition, findet sich der Künstler wieder – auch wenn diese Methode von ihm nicht in orthodoxer Form angewendet wird. Eine Ansammlung von Hasen mit ihren langen Ohren in unterschiedlicher Farbgebung hat sogar die Qualität eines All-Overs, also einer Komposition ohne eigentliche Mitte, ohne dominante Punkte, ohne Hauptmotiv und ohne räumliche Wirkung, also eine spezifisch amerikanische Kunstform. Es war der legendäre Jackson Pollock, der mit seinen Drip-Paintings diese Antikompositionsform in die neuere Malerei hineinlozierte.

Hunt Slonem

Hunt Slonem wurde 1951 in Kittery, Maine geboren. Nachdem er sein Studium an der Tulane University of Louisiana mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen hatte, studierte er Malerei an der Skowhegan School of Painting and Sculpture in New York. Zahlreiche Stipendien, unter anderem das National Endowment for the Arts Grant in Painting (1991), wurden ihm verliehen.

Seine Werke waren bereits in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen zu sehen. In den USA wird der New Yorker Maler von der berühmten Serge Sorokko Gallery in San Francisco vertreten. Und auch an wichtigen Kunst-Projekten wie „Art in Embassies“ hat Hunt Slonem bereits erfolgreich mitgewirkt. Über fünfzig Museen weltweit beherbergen seine Bilder in ihren Sammlungen, unter ihnen das Metropolitan Museum of Art, das Whitney Museum, das Guggenheim Museum und das New Museum of Contemporary Art in New York.

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