Im 19. Jahrhundert herrschte in vielerlei Hinsicht Aufbruchsstimmung. Technologisch sorgte die Industrialisierung fast schon am laufenden Band für Innovation. Gesellschaftlich bildete sich mit dem aufsteigenden Bürgertum eine neue Klasse, die ganze Städte und Länder nachhaltig prägen sollte. Politisch entstanden die ersten Arbeiter*innenbewegungen, und auch in puncto Mobilität transformierte sich die Welt völlig. Am Ende des 19. Jahrhunderts war die Welt eine vollkommen andere als einhundert Jahre zuvor.
Die Ausstellung „Reisefotografie“ rekonstruiert dieses Jahrhundert im Wandel und präsentiert Bilder einer Welt im Umbruch. Das Bildmaterial zeigt unter anderem eisige Höhen der Alpen, antike Stätten des Nahen Ostens und das Japan der beginnenden Meiji-Zeit – eingefangen von Reise- und Expeditionsfotografen des 19. Jahrhunderts, denen dank des rasanten Fortschritts das Bereisen der Welt ermöglicht wurde.
