Vor 100 Jahren – im Jahr 2026 – emanzipierten sich zahlreiche weibliche Mitglieder von der traditionellen Vereinigung der bildenden Künstlerinnen Österreichs und schufen die Künstlerinnenvereinigung Wiener Frauenkunst. Angeführt wurden sie von der Malerin, Grafikerin, Illustratorin und Kunstgewerblerin Fanny Harlfinger-Zakucka. Für die Kunstgeschichte galt die Universalkünstlerin lange als vergessen. Mit der Ausstellung „Wiener Moderne. Weiblich. Widerständig – Fanny Harlfinger-Zakucka und die Wiener Frauenkunst“ erweist die Landesgalerie einer der Schlüsselfiguren des Emanzipationskampfes nun endlich die ihr gebührende, aber bis dato verwehrte Ehre.
Gezeigt werden frühe avantgardistische Farbholzschnitte Harlfinger-Zakuckas sowie einige ihrer Möbeldesigns, mit denen sie ihrerzeit in eine absolute Männerdomäne eindrang. Außerdem präsentiert die Ausstellung ausgewählte Malereien der feministischen Vorkämpferin.
Umrahmt wird die Schau von der Erzählung des Emanzipationskampfes, den Harlfinger-Zakuckas zeitlebens führen musste. Und weil sie das nicht alleine, sondern gemeinschaftlich mit anderen Künstlerinnen ihrer Zeit tat, beleuchtet die Ausstellung auch die Arbeiten von Bettina Bauer-Ehrlich, Maria Cyrenius, Helene Funke, Margarete Hamerschlag, Stephanie Hollenstein und vielen mehr.

