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26. Mai 2024
Ausstellung

Ausstellung „Aufsässiges Land“

Am Beispiel unterschiedlicher Protestbewegungen in Niederösterreich legt die Ausstellung dar, wie der ländliche Raum die soziale und politische Entwicklung der letzten 170 Jahre geprägt hat.

Zeichnung einer protestierenden Landbevölkerung
Lenz Mosbacher hat für die Ausstellung „Aufsässiges Land“ Zeichnungen angefertigt. © Lenz Mosbacher

Aufsässiges Land? – Am Beispiel unterschiedlicher Protestbewegungen in Niederösterreich legt die Ausstellung dar, wie der ländliche Raum die soziale und politische Entwicklung der letzten 170 Jahre geprägt hat. Man kämpfte gegen schlechte Arbeitsbedingungen, geringe Bezahlung und die Beschneidung von Rechten, aber auch gegen umweltzerstörende Maßnahmen. Der ländliche Raum war und ist nicht politisch passiv und von Entscheidungen in den Machtzentren abhängig. Dies will die Ausstellung zeigen.

„Aufsässiges Land“ bildet ein breites politisches Spektrum ab sowie verschiedene Milieus mit unterschiedlichen Interessen ab. Es geht unter anderem um den „Bauernbefreier“ Hans Kudlich und um Tabakarbeiterinnen in Stein, die 1886 gegen die Entlassung einer Kollegin protestierten. Weiters werden behandelt die großen Streiks der Jahrhundertwende in Neunkirchen und im Traisental. Und ein widerständiges Netzwerk von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern in der NS-Zeit. Zu den jüngeren Beispielen gehören einer der längsten Streiks der zweiten Republik, ausgetragen im Traiskirchner Semperit-Werk. Es gab aber auch Traktordemonstrationen gegen die Agrarpolitik der Regierung in den 1970er-Jahren. Und natürlich die Besetzung der Hainburger Au 1984.

Kuratiert hat die Ausstellung das Team des Hauses der Geschichte gemeinsam mit Jessica Richter vom Institut für Geschichte des ländlichen Raumes und der Schriftsteller Martin Prinz. Lenz Mosbacher veranschaulicht als Zeichner und Texter die historischen Ereignisse.

Online-Tickets bekommen Sie hier.

Aufsässiges Land von 1. Juli 2023 bis 21. Januar 2024
Museum Niederösterreich Kulturbezirk 5
3100 St. Pölten

info@museumnoe.at
02742/90 80 90