Der neue Windpark in Neusiedl/Weiden steht symbolisch für eine selbstbewusste, regionale Energiepolitik. Er verbindet ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Perspektive und sozialer Absicherung durch langfristig stabile Strompreise. Am Standort wurden 44 alte Windräder vollständig abgebaut und recycelt. Errichtet wurden 23 moderne Anlagen mit deutlich höherer Effizienz. Das Ergebnis: Halbierung der Anlagenanzahl, aber Verdoppelung der Stromproduktion.
Unabhängig und nachhaltig
„Dieses Projekt zeigt, dass wir uns unabhängig vom Ausland machen können“, so CEO von Burgenland Energie Stephan Sharma. Noch immer decke Österreich rund 60 Prozent seines Energiebedarfs aus dem Ausland. Die Planungs- und Errichtungsphase dauerte lediglich rund drei Jahre – ein starkes Signal für die Umsetzbarkeit großer Energieinfrastrukturprojekte.
Oder wie Landeshauptmann Hans Peter Doskozil es formuliert: „Mit diesem Projekt setzen wir den nächsten großen Schritt Richtung Energieunabhängigkeit – für das Burgenland und für Österreich.“
70.000 Haushalte, 20 Jahre Fixpreis
Ein besonderes Highlight: Über den „Fanclub Burgenland Energieunabhängig“ erhalten Haushalte und Unternehmen die Möglichkeit, 20 Jahre lang einen sicheren Strompreis von 10 Cent pro Kilowattstunde zu nutzen. „Das ist einzigartig in Österreich und Europa“, betonte Doskozil.
Das Burgenland verfolgt das ambitionierte Ziel, bis 2030 bilanziell energieunabhängig zu sein – getragen von Windenergie, Sonnenstrom und Speichersystemen. Der neue Windpark in Neusiedl/Weiden markiert einen entscheidenden Schritt auf diesem Weg. Als Teil des strategischen Zukunftsprogramms „Project Tomorrow“ gilt das Vorhaben auch europaweit als Leuchtturmprojekt und wurde gemeinsam mit der Europäischen Investitionsbank umgesetzt.
Bedeutung für Industrie und Versorgungssicherheit
Infrastrukturminister Peter Hanke hob die strategische Dimension hervor: „Gerade in den Wintermonaten ist Österreich stark von Stromimporten abhängig. Windenergie liefert in dieser Zeit besonders hohe Erträge und stärkt damit die Versorgungssicherheit.“
Der Windpark ist aber nicht nur ein energiepolitisches Signal, sondern auch ein wirtschaftliches, denn die Investitionen sichern regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze. „Hier wird nicht nur Windstrom geerntet, hier wird österreichische Wertschöpfung geschaffen“, so Hanke.
Als nächster Schritt ist am Standort die Errichtung eines Agri-Photovoltaikparks vorgesehen. Damit entsteht ein moderner Hybridpark aus Wind- und Sonnenenergie.

