Der Ablauf bei den Scan Cars ist ähnlich wie beim bisherigen Handy-Scan, nur schneller und effizienter: Der Sensor auf dem Autodach scannt die Kennzeichen mittels optischer Zeichenerkennung (OCR), gleicht sie mit der entsprechenden Datenbank ab und liefert Hinweise auf mögliche Verstöße. Jeder Verdachtsfall wird manuell vom Parksheriff überprüft, der mit dem Auto unterwegs ist.
In anderen Städten wie Amsterdam, Prag oder Paris sind derartige Systeme seit längerem in Verwendung, um eine moderne, ressourceneffiziente Kontrolle zu ermöglichen.
„Nach der Einführung des flächendeckenden Parkpickerls 2022 haben sich die zu kontrollierenden Flächen im Stadtgebiet beinahe verdoppelt. Mit dem Einsatz von Scan-Cars haben wir ein smartes und effizientes Angebot ausgearbeitet und sparen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern rund 15 Kilometer Fußmarsch am Tag in den großen Bezirken“, erklärt Mobilitätsstadträtin Ulli Sima.
Ressourcenschonung und Schutz der Mitarbeiter
Mit der fortschreitenden Digitalisierung der Parkraumüberwachung sollen Verwaltungsprozesse nachhaltiger gestaltet werden. Sie soll helfen, Personalressourcen gezielter einzusetzen, unnötige Doppelwege zu vermeiden und energieeffizientere Abläufe zu schaffen. Gleichzeitig schützt sie die Parksheriffs, die Wind, Regen, Hitze oder winterlichen Bedingungen bisher oft ungeschützt ausgesetzt waren.
Die Besetzung der Scan Cars – eine Person sitzt am Steuer und konzentriert sich aufs Fahren, das eigentliche Überwachungsorgan sitzt daneben – wird durch die jeweiligen Führungskräfte auf den sechs Stützpunkten der Parkraumüberwachungsgruppe entschieden. Dabei gilt wie auch bei der regulären Bestreifung zu Fuß ein Rotationsprinzip.
Michelle Krumpschmid, Leiterin der MA 67 Parkraumüberwachung: „Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der MA 67 sind die Scan Cars eine wertvolle Unterstützung. Wir starten mit der ersten Testphase in diesem Jahr auch die Schulungen für unsere 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche über den Jahresverlauf stattfinden werden, so dass wir mit Beginn des Vollbetriebs Ende 2026 auch gerüstet sind. Wir wissen aus der internationalen Erfahrung aus Städten wie Amsterdam, Prag oder Paris, dass der Einsatz solcher Systeme eine moderne, ressourceneffiziente und faire Überwachung ermöglicht. Ich freu mich, dass Wien als erste Stadt in Österreich auf dieses High-Tech-System setzt.“

