„Mit dem Eurovision Song Contest 2026 hat Wien ein klares Zeichen in die Welt hinaus gesendet: Für Miteinander, Zusammenhalt und Frieden. Wir haben einen Song Contest veranstaltet, der das historisch größte Programm an Side-Events hatte. Mit zahlreichen kostenlosen Veranstaltungen in allen Bereichen der Stadt haben wir den ESC zu einem Spektakel für alle Wienerinnen und Wiener gemacht, unabhängig ihrer finanziellen Möglichkeiten. Ich gratuliere Bulgarien zum Sieg und bin schon gespannt, wie sie ihren Song Contest nächstes Jahr gestalten werden. Europa ist durch den ESC wieder ein Stück weiter zusammengerückt“, so Bürgermeister Michael Ludwig.
Fans aus aller Welt feierten in Wien
An den neun ESC-Shows in der Wiener Stadthalle nahmen Fans aus 75 Ländern teil – 42 Prozent der insgesamt 95.000 Tickets gingen an internationale Gäste. Pro Veranstaltung fasste die Halle rund 11.000 Besucher. Das Finale war bereits nach 14 Minuten ausverkauft, eine zusätzliche Ticketwelle im Frühjahr unterstrich die anhaltend hohe Nachfrage. Neben Österreich zählten Deutschland, Großbritannien, die Schweiz, die USA, Frankreich, Australien, Tschechien, Slowenien und die Niederlande zu den Top-10 der Ticket-Inhabern.
„Vienna OffStage“
Mit „Vienna OffStage“ realisierte Wien das umfangreichste Rahmen- und Kulturprogramm in der Geschichte des Eurovision Song Contest für rund 2.600 Delegierte und akkreditierte Medienvertreter aus aller Welt. Sie konnten sich von 78 kuratierten Erlebnissen und dem freien Eintritt in 33 Einrichtungen inspirieren lassen. Gemeinsam mit 84 Kooperationspartnern aus Wiens Visitor Economy entstand damit zugleich die größte Stakeholder-Aktivierung, die es bei einem ESC je gab. „Bereits 2015 hat Wien eindrucksvoll gezeigt, wozu die Stadt als Gastgeberin fähig ist. 2026 haben wir daran nahtlos angeknüpft und mit ,Vienna OffStage‘ neue Maßstäbe gesetzt: Ein ESC-Rahmenprogramm mit über 100 Angeboten gab es noch nie“, sagt Norbert Kettner, ESC-Koordinator der Stadt Wien und Geschäftsführer des WienTourismus.
Public Screenings und Erlebniswelt
Auch abseits der Shows bot die Stadt an 39 Standorten in 15 Bezirken offizielle Public Screenings zum gemeinsamen Mitfiebern an. Das Eurovision Village am Rathausplatz begrüßte in der gesamten ESC-Woche rund 150.000 Besucher und bot bei freiem Eintritt täglich Konzerte, Public Screenings und interaktive Formate für bis zu 15.000 Gäste gleichzeitig, bei Live-Übertragungen sogar bis zu 30.000. Der Euro-Club im Praterdome zog rund 14.000 Gäste an und wurde zum zentralen Nightlife-Hub für Fans, Künstler und Delegationen. Als weiterer internationaler Treffpunkt etablierte sich das Eurofan House im Wien Museum mit Talks, Presseformaten und Bühnenprogramm bei freiem Eintritt.
Über die offiziellen Side-Events hinaus erlebte ganz Wien den ESC als stadtweites Festival: Kostenlose Angebote wie das Eurofan Café, Sing-Alongs mit dem Volksoper-Chor oder die als ESC-Bim gestaltete Straßenbahn 49 brachten Musik und Interaktion in den öffentlichen Raum. Ergänzt wurde das vielfältige Programm durch Eurofan Cruises auf der Donau, Clubbing-Events sowie ein breites Kulturangebot mit Ausstellungen und Performances. Auch der „Eurovision Markt Contest“ am Naschmarkt entwickelte sich zu einem großartigen Erfolg und zog rund 31.500 Besucher aus Wien sowie internationale Gäste an. Unter dem Motto „Kulinarik verbindet Europa“ präsentierten Marktstände und Gastronomiebetriebe Speisen und lokale Spezialitäten aus allen 35 teilnehmenden ESC-Ländern. „Wien präsentierte sich mit Public Viewings, dem Eurovision Village, Fan-Zonen sowie Begegnungen im öffentlichen Raum weltweit als offene Bühne für Begegnung, Kultur und Vielfalt“, bringt es Kettner auf den Punkt.
Wirtschaftliche Effekte des ESC
Erste Einschätzungen zu den wirtschaftlichen Effekten des ESC lieferte eine Prognose von EcoAustria: Ex ante wurden rund 88.000 zusätzliche Besucher in Österreich erwartet, verbunden mit einem Nachfrageimpuls von rund 57 Millionen Euro. Der Wertschöpfungseffekt wurde mit etwa 52 Millionen Euro beziffert. Insgesamt ging die Analyse von einem Multiplikator von 1,7 aus – jeder öffentlich investierte Euro sollte demnach eine Wirtschaftsleistung von 1,70 Euro generieren. Eine umfassende Studie ex post wird derzeit vom WIFO im Auftrag des WienTourismus vorbereitet und soll die tatsächlichen Auswirkungen auf Tourismus und Wertschöpfung im Detail analysieren. Die ersten Ergebnisse aus der WIFO-Studie sollen im Juni vorliegen.



