Story

Japans alte Kaiserstadt Kyōto ist anders

Kyōto war mehr als 1.000 Jahre Sitz des allmächtigen Tennō. Heute noch spürt man ihre Rolle als Zentrum der Kultur und Künste, des Glaubens und der Traditionen.
Der Shintō-Schrein Fushimi Inari-Taisha zählt mit seinen Tausenden roten Torii-Toren zu den ikonischsten Orten. © Helmut Widmann

Schon alleine der Name setzt so viele Assoziationen frei: Kyōto. Japans traditionelles Zentrum der Geschichte und Kultur nennt man auch „Stadt der 1.000 Tempel“. Und Japaner übertreiben nicht, im Gegenteil. In Wahrheit befinden sich hier sogar mehr als 1.600 buddhistische Tempel und rund 400 Shintō-Schreine. Die Sonderstellung erkennt man bereits, wenn man sich der 1,5-Millionen-Metropole entlang des idyllischen Flusses Kano nähert. Während nämlich anderswo Wolkenkratzer die Skyline prägen, setzt man in Kyōto auf die alten Häuser, um den Blick auf die umliegenden Berge und die historische Architektur nicht zu stören.

Hauptstadt der Geishas

Kyōto ist auch das unbestrittene Zentrum der Geisha-Kultur in Japan. Schätzungsweise Hunderte intensivst ausgebildete Frauen praktizieren hier ihre traditionellen Künste. Insbesondere in den historischen Vierteln Gion und Pontocho huschen sie in ihren prächtigen bunten Seidenkimonos durch die Gässchen. Anreden ist absolut tabu, stattdessen besucht man ihre Tanzvorstellungen in verschiedenen Theatern der Stadt. Oder man wohnt im Hyatt Regency Kyōto, wo eine Geisha regelmäßig auftritt und für Fotos und kurze Gespräche zur Verfügung steht.

Das 2006 eröffnete Luxushotel steht auf historischem Boden: Im 12. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle der Palast des in den Ruhestand getretenen Herrschers Go-Shirakawa. Der Kaiser nutzte den Palast als Refugium, so wie heute Besucher aus aller Welt, die sich nicht nur am revolutionären Innenarchitekturstil der japanischen Designer Super Potato erfreuen. Gaumenfreuden à la Bella Italia verspricht die Trattoria Sette mit einem Küchenchef aus Treviso.

Genusshochburg Japans

Aber Achtung: Ganz Kyōto ist bekannt für seine raffinierte Küche. Also sollte man seinen Appetit gut einteilen und zum Beispiel den Nishiki Market besuchen, der schon seit 400 Jahren als Genuss-Mekka der Stadt gilt. So gestärkt, ist ein ausgedehnter Spaziergang zum Imperial Park (ganzjährig kostenlos!) mit dem Palast und der Burg Nijō ein Kinderspiel.

Hoteltipp: Hyatt Regency Kyōto

Das luxuriöse Hotel mit 189 Zimmern und Suiten im historischen Viertel Higashiyama liegt unweit des Sanjusangendo-Tempels und vereint modernes Design mit traditionellen japanischen Elementen.

Sponsored
Sponsored
Das könnte dir gefallen:

Frischer Fisch: INTERSPAR setzt auf Qualität und Herkunft

Onsens und Ryokans: Am Land lebt Japans uralte Tradition

Gefahr Social-Media-Sucht: Was Eltern tun können

Werde jetzt schauvorbei-Newsletter Abonnent und bleibe immer auf dem Laufenden!
Leider konnten wir deine Anmeldung nicht abschließen. Versuche es bitte später erneut.
Die Anmeldung zum Newsletter war erfolgreich!
Sponsored