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25. Mai 2024
Familie

Auf der Suche nach der perfekten Schultasche

Da leuchten die Augen von Schulanfängern: Wenn der Herbst kommt, hat er oft eine Schultasche im Gepäck. Wir verraten, was sie können muss und wie Eltern erkennen, welches Modell geeignet ist.

Kinder mit Schultaschen im Grünen
So findet man den richtigen Begleiter für den Schulweg. © Getty Images

Was lugt denn da aus dem hohen Gras hervor? Das wird doch nicht … Doch, es ist die Schultasche, die sich Anna selbst ausgesucht hat. Dass die Kids selbst wählen dürfen, ist ganz wichtig. Denn Kinder bereiten sich damit auf den Schulstart vor. Die Schulanfänger haben meist feste Vorstellungen, wenn es um die allerschönste Schultasche geht. Farbe und Design stehen im Vordergrund – wobei schon längst nicht mehr nur Rosa für Mädchen und nur Blau für Jungs dominieren, sondern auch Mädels zu angeblichen „Bubenfarben“ greifen. Es ist ganz einfach, für jede und jeden das Richtige zu finden, denn die Vielfalt der Schultaschen ist heute fast unerschöpflich. Ob lustige bekannte Figuren oder fantasievolle Muster und ­Motive – die Angebotspalette ist wirklich breit.

Auf Nummer sicher

Mindestens ebenso entscheidend wie die Optik ist aber die ­Sicherheitsausstattung – auf die wir Eltern achten sollten. Damit die Kinder auf dem Schulweg gut gesehen werden, sollten lichtreflektierende Flächen auf der Vorderseite, den Seitenteilen und an den Trageriemen der Schultasche angebracht sein. Wichtig ist, dass die Tasche auch fluoreszierende Signalflächen hat, Sticker und Anhänger können zusätzliche Lichteffekte bringen. Das „Bundesministerium Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie“ rät: Achten Sie auf den Hinweis „DIN 58124 geprüft“. Neben dieser Angabe sollte auch immer die Prüfstelle (z. B. TÜV, LGA) oder das GS-Zeichen „Geprüfte Sicherheit“ mit Prüfhinweis angeführt sein. Mit solchen Schultaschen sind die Kinder sowohl untertags als auch in der Dämmerung gut sichtbar unterwegs. Denn zusätzlich zu den zehn Prozent an Reflektoren auf der Front- und Seitenfläche müssen weitere 20 Prozent der Flächen z. B. aus orange-rotem oder neongelbem Warnmaterial bestehen.

Hauptsache ergonomisch

Die Ergonomie ist das Um und Auf bei der Entscheidung für die richtige Schultasche. Zunächst einmal soll sie unbedingt ein Leichtgewicht sein – leer darf sie höchstens 1,2 Kilogramm auf die Waage bringen und gefüllt maximal zwölf Prozent des Körper­gewichts des Kindes, erfährt man bei der AUVA

Wichtig ist auch, dass die Schultasche immer gerade auf dem Rücken und weder nach links noch nach rechts verschoben getragen wird. Dabei darf kein Hohlraum zwischen der Taschen­innenseite und dem Kinderrücken entstehen. Daher heißt es für Mama und Papa, die Tragegurte regelmäßig zu überprüfen und nachzustellen, denn gerade beim Umstieg vom dicken Wintermantel auf die leichte Frühjahrs­jacke sind die Riemen dann oft zu locker. Auch den Inhalt der Schultasche sollte man immer wieder kontrollieren – damit er nicht schwerer ist als unbedingt nötig.

So geht’s! Tipps für die Schultaschen-Auswahl

  • Eine Schultasche mit einem Innenvolumen von 15 Litern darf leer nicht mehr als 1,2 Kilogramm wiegen.
  • Innenfächer sorgen für die gleichmäßige ­Befüllung und Gewichtsverteilung.
  • Tragegurte sollen zumindest vier Zentimeter breit, gepolstert und verstellbar sein.
  • Die Oberkante der Schultasche muss mit den Schultern abschließen.
  • Füllen Sie die Schultasche im Geschäft probehalber mit Schulmaterial, so lässt sie sich besser testen.
  • Durch reflektierende Sicherheitsstrahler oder -flächen geht man auf Nummer sicher.
  • Für Nachhaltigkeit sorgen Materialien aus recycelten PET-Flaschen