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29. Mai 2024
Familie

Babyausstattung: Das große ABC

Das Baby ist da! Welche Babyausstattung ist jetzt nötig? Was ist hilfreich und praktisch? Ein Leitfaden für junge Eltern und Verwandte von A wie Autositz bis Z wie Zahnpflege-Utensilien.

Baby liegt auf dem Rücken im Bett
Von der Kleidung bis zum Babyfon: Die Einkaufsliste für frischgebackene Eltern ist lang. © Getty Images

Die Freude über das Neugeborene ist groß. Dementsprechend bereiten sich Eltern und Familie auf den Nachwuchs vor. Aber Kleine wachsen schnell und da stellt sich die Frage: Was braucht man wirklich im Alltag mit dem Kind? Wir haben ein ABC mit vielen Tipps zur Babyausstattung.

Auto-Kindersitz

Wesentliche Babyausstattung für Autofahrer: der Auto-Kindersitz. Dieser ist aus Sicherheitsgründen ein absolutes Muss und das selbst auf kurzen Strecken. Ein Unfall passiert schneller als man denkt. Ist das Kind unzureichend gesichert, können schwere Kopf- und Bauchverletzungen die Folge sein. Die große Mehrheit der in Autos tödlich verunglückten Kinder war laut Studien gar nicht oder nicht richtig durch Kindersitze gesichert unterwegs.

Bei der Kaufentscheidung helfen Testberichte von Automobilclubs oder Verbraucherschützern sowie eine eingehende Beratung im Fachgeschäft. Die Experten vor Ort sollten sich die Zeit nehmen und den Einbau sowie die Handhabung des Kindersitzes erläutern. Die Kindersitze werden in Klassen von 0 bis III eingeteilt. Die Kategorien richten sich nach dem Gewicht – zum Beispiel Klasse 0 bis 10 Kilogramm, Klasse 0+ bis 13 Kilogramm und so weiter. Der Kindersitz sollte in keinem Fall zu groß sein. Also empfiehlt sich zunächst Klasse 0. Vorsicht ist geboten bei gebrauchten Kindersitzen, die man nur in technisch einwandfreiem Zustand nutzen darf.

Babyphone

Mittels Babyphone haben Mami und Papi ständig den direkten Draht zum Kinderzimmer. Vor dem Kauf muss genau überlegt werden, wo die Geräte eingesetzt werden. Nur in der Wohnung oder im gesamten Haus oder in Haus und Garten? Je nach Standort(en) ist beim Kauf auf die maximale Reichweite zu achten.

Baden

Ein- bis zweimal in der Woche empfiehlt es sich, Babys nach dem Abheilen der Nabelwunde zu baden. Aber Vorsicht, das Babybad darf keinesfalls zu heiß sein. Die empfohlene Wassertemperatur liegt bei 37 Grad Celsius. Leichte Abweichungen sind in Ordnung. Trotzdem sollte man sich besser auf das Badethermometer als auf das Gefühl verlassen. Weiters gehört eine Baby-Badewanne zur Grundausstattung. Flexible, faltbare Wannen sind für kleine Wohnungen oder für Reisen besonders praktisch. Aber auch Wannen auf einem Gestell oder auf einer Kommode sind handlich und für die Eltern Rückenschonend.

Gitterbett

Babys Bettchen wächst idealerweise mit. Denn die Kleinen werden schneller groß als man denkt und dann wird einfach die Liegefläche niedrig gestellt, die Seitenwände oder -stäbe werden entfernt und schon kann das Kind schlafen wie die Großen. Ist es selbst aus diesem Bett herausgewachsen, wird es im Handumdrehen zum Kindersofa. Babyausstattung mit Köpfchen!

Hängematte & Co

Auf der Liste der Babyausstattung findet man immer wieder Wippen – diese sind sinnvoll, wenn sie nur stundenweise genutzt werden. Zu langes Sitzen darin kann für Babys Rücken belastend sein. Alternativen sind Hängematten und -stühle oder auch Sitzsäcke, denn auch darin haben neugierige Babys den Ausblick auf ihre Umgebung. Stubenwagen sind insofern hilfreich, als das Kleine darin von Raum zu Raum mitgenommen werden kann.

Kinderwagen

Die Bandbreite an Modellen und Ausführungen ist groß. Daher gilt es die eigenen Bedürfnisse und die Verwendung des Kinderwagens genau zu hinterfragen. Müssen Mami und Papi häufig mit dem Kinderwagen Treppenstufen überwinden? Ist die Familie oft im Auto unterwegs? Dann sind Kinderwagen, die man leicht zusammenklappen kann, von Vorteil. Am Markt sind Cityflitzer mit besonders wendigen Fahrgestellen, die man auch mit wenigen Handgriffen zusammenfalten kann. Auch für die Bedürfnisse von Joggern, leidenschaftlichen Wanderern sowie Spaziergängern gibt es speziell zugeschnittene Varianten, die sich vor allem durch eine geländegängige Bereifung auszeichnen. Allrounder vereinen beide Möglichkeiten. Kombinations-Kinderwagen sind sowohl fürs Liegen unmittelbar nach der Geburt als auch fürs Sitzen später geeignet, indem sie mit einer Babywanne und einem Sportsitz ausgestattet sind.

Kleidung für das Baby

Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Kleidungsstücke frei von Chemikalien und Schadstoffen sind. Entsprechende Zertifizierungen sind in der Regel als Anhänger an der Bekleidung vorhanden. Alternativ kann man auch gleich Kleidung aus Bio-Naturfasern kaufen. Vor dem ersten Gebrauch die Kleidung immer einmal waschen!

Kleine Kinder wachsen schnell. Das werden die Eltern spätestens dann feststellen, wenn die erste Ausstattung zu klein ist. Zu viele Bodies, Strampler, etc. in den kleinsten Größen zu kaufen, macht daher keinen Sinn. Lieber weniger Teile besorgen und notfalls aufstocken. Wichtig sind Kopfbedeckung und Socken bzw. Patschen. Denn: Säuglinge neigen zu kalten Füßchen, selbst im Hochsommer.

Kleiner Tipp: Nicht jeder Verschluss ist praktisch! Eine Leiste von Druckknöpfen vorne oder seitlich erleichtert definitiv das An- und Ausziehen. Zudem ist es vielen Kleinstkindern eher unangenehm, wenn man ihnen die Kleidung über den Kopf an- und auszieht. Reißverschlüsse können mitunter den Nachteil haben, dass Häkchen abstehen und sich in Babys Kinn drücken.

Wer die Waschmaschine nicht unbedingt im Dauereinsatz betreiben will und zudem nicht übermäßig in die Garderobe des Kleinen investieren will, der kommt um Lätzchen nicht herum. Denn bei einem Bäuerchen kann schon mal mehr als nur Luft herauskommen. Und spätestens wenn Brei auf dem Speiseplan steht, geht auch schon mal etwas daneben.

Milchflaschen

Wenn die Mami nicht stillt, heißt es mit dem Fläschchen füttern. Idealerweise mehrere Baby-Flaschen anschaffen, um Reserven zu haben, bis alle ausgekocht sind. Mit sechs bis sieben Fläschchen kommt man in der Regel aber gut über die Runden. Zunächst können die Eltern auf Glas setzen. Das hat den Vorteil, dass sich garantiert keine Stoffe aus dem Material lösen (anders als bei einigen Kunststoffen). Wenn Baby allerdings später die Fläschchen selber hält, ist Kunststoff sicherer. Sauger für die Fläschchen gibt es in den Varianten Naturkautschuk und Silikon. Ärzte empfehlen inzwischen immer häufiger, in den ersten Lebensmonaten Silikonsauger zu verwenden. Es hat sich in der Praxis gezeigt, dass eine spätere Latexallergie deutlich häufiger auftritt, je früher die Babys mit Naturkautschuksaugern gefüttert worden sind.

Auch stillende Mütter brauchen einen Flaschen-Vorrat, wenn sie Muttermilch abpumpen. Dafür gehört auch eine Milch-Pumpe zur Babyausstattung. So ist Mami flexibler, wenn sie Termine hat oder Zeit für sich braucht, dann kann auch der Papa oder eine andere Betreuungsperson das Baby versorgen.

Schlafsack

Damit Bettdecke und Kopfkissen nicht über die Köpfe der Kleinsten rutschen, empfehlen sich Schlafsäcke. Hierin hat das Kleine genug Bewegungsfreiheit zum Strampeln. Trotzdem bleibt es immer zugedeckt. Dies ist notwendig, weil die Regulierung der Temperatur bei den kleinen Körpern noch nicht voll funktioniert. Diese Schlafsäcke gibt es in unterschiedlichen Ausführungen und Materialien. Bitte darauf achten, dass es zum Beispiel abhängig von der Jahreszeit und Temperatur zu keinem Wärmestau kommt.

Schnuller

Die Meinungen zum Thema Schnupper gehen zum Teil auseinander. Als sinnvolle Babyausstattung gilt er insofern, als er eine gute Alternative zum Daumenlutschen ist. Dieses kann nämlich noch schwieriger wieder abgewöhnt werden – der Daumen ist schließlich immer verfügbar. Inzwischen gibt es qualitativ hochwertige Produkte, die in Zusammenarbeit mit Ärzten entwickelt werden. Sie können unter anderem Zahnfehlstellungen mindern oder als Unterstützung fürs Saugen dienen. Schnuller aus Naturkautschuk sind besonders weich und flexibel. Allerdings können Sie unter Umständen eine Latexallergie auslösen. Silikon als Schnullermaterial ist eine Alternative und meist wesentlich robuster.

Wickeln

Für das Wickeln zuhause ist eine Wickel-Kommode sinnvoll, in der alles Nötige verstaut werden kann und auf der das Kleine bequem gewickelt, gepflegt und angezogen werden kann. In der ersten Zeit kann auch am Elternbett oder einem Sofa gewickelt werden oder auf einer Matratze am Boden. Achtung: Bald wird das Kind mobil und dann besteht die Gefahr von Stürzen. Daher das Kind nie, auch nicht für einen Moment unbeaufsichtigt lassen. An der Wand beim Wickeltisch ist eine Ablage sinnvoll, um das Nötige von Popo-Creme bis zur Nagelschere immer griffbereit zu haben.

Für das Wickeln unterwegs empfiehlt sich eine Wickeltasche. Diese gibt es auch schon im Design einer Handtasche oder eines modischen Rucksacks. „Echte“ Wickeltaschen verfügen meist über die besonderen Extras wie eine Unterlage, Warmhalte-Tasche fürs Fläschchen und so weiter.

Windeln

Einmalwindeln haben einen großen Vorteil: Sie sind bequem. Nach dem Gebrauch können sie über den Hausmüll entsorgt werden. Wer sie verwendet sollte auch an Babys Po denken. Auch dessen Haut ist empfindlich. Daher lautet die Empfehlung: Nur Windeln kaufen, die ohne Bleichmittel, Parfüme oder anderen Chemikalien auskommen. Wer zudem auch noch an den Geldbeutel denkt, kann zur Alternative greifen. Stoffwindeln werden wiederverwendet. Das Wickeln will hier besonders geübt sein.

Zahnpflege

Erst einmal startet man mit einem Wattestäbchen, mit dem Babys Gaumen „abgewischt“ werden. Ab dem ersten Zahn stehen Bürstchen als Babyausstattung zur Verfügung, die einen besonders weichen und kleinen Bürstenkopf und abgerundete Borsten haben. Die Alters-Angabe auf der Packung beachten! Bunte Farben und Motive sollen das Zähneputzen interessanter machen. Wichtig ist: Eltern sollten in den ersten Jahren unbedingt selbst das Zähne-Putzen vornehmen und überdies als gute Vorbilder dienen. So wird die Zahnpflege für das Kind selbstverständlich.