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20. Mai 2024
Lifestyle

Im Herbst rollen die SUV an

Dass es sich bei SUV zwingend um teure Spritfresser handeln muss, ist längst überholt, denn Größe und effiziente Antriebe sind heute kein Widerspruch mehr. Benziner, Diesel, Hybride oder vollelektrisch – die Auswahl an Varianten war noch nie größer. Auch die den Geduldsfaden strapazierenden Lieferzeiten normalisieren sich wieder. Das sind die rasch verfügbaren SUV-Highlights in diesem Herbst.

Mazda CX-60 in schneller Geschwindkeit neben braun-grüner Vegetation. Am Himmel stehen Schäfchenwolken.
Die neuen SUVs widersprechen dem Klischee. Mittlerweile sind sie keine Spritschleudern mehr, sondern auch als Hybrid oder vollelektrisch erhältlich. © Mazda

Mazda CX-60

Plug-in-Hybrid, bald auch Mildhybrid-Diesel & -Benzin

Mit dem neuen Marken-Flaggschiff SUV Mazda CX-60 und seinen 4,75 Metern Außenlänge geht Mazda an die Grenzen des Kompakt-Segments. Als Plug-in-Hybrid markiert er mit der kombinierten Systemleistung von 327 PS und 500 Newtonmetern Drehmoment sogar die historische Power-Spitze der Marke. Anfang kommenden Jahres rückt ein 3,3-Liter-Sechszylinder-Turbodiesel in zwei Leistungsstufen von 200 und 241 PS nach, Mitte 2023 ein 3-Liter-Turbo-Benziner mit ebenfalls sechs Zylindern. Heck- und Allradantrieb sind so selbstverständlich wie längsverbaute Motoren und 48-Volt-Mildhybrid-Unterstützung für die Sechszylinder.

Hochwertig ist außerdem die Kraftübertragung bei allen Varianten: Das E-Aggregat – auch das der künftigen Mildhybride – ist zwecks maximaler Effizienz zwischen Motor und der serienmäßigen 8-Gang-Automatik untergebracht. Auch ohne Optimal-Bedingungen mit täglichem Laden und weiten Strecken im E-Modus bleibt der große Plug-in-Mazda im Mischbetrieb unter fünf Litern je 100 Kilometer. Für das gebotene Gesamtpaket günstig fallen die Tarife aus: Sie beginnen mit 49.950 Euro, bei 58.700 Euro für die mit feiner japanischer Handwerkskunst ausgeführte Takumi-Ausstattung enden sie bereits wieder.

Grauer Hyundai Tucson fährt in rasender Geschwindigkeit an Wohnblöcken vorbei. Der Himmel ist klar mit vereinzelten Wolkenfetzen.
Der neue Hyundai Tucson besteht aus hochwertigen Materialien. © Hyundai

Hyundai Tucson

Benzin mit/ohne Mildhybrid, Mildhybrid-Diesel, Voll- & Plug-in-Hybrid 

Der Hyundai Tucson trägt das neue Selbstbewusstsein der Koreaner sozusagen im Gesicht: Das Design mit dem breiten, bündigen Kühlergrill, den Streben und den weiterführenden fünfteiligen Leuchten ist auffällig und alles andere als Mainstream. Drinnen gibt es dafür ein wohnliches Interieur mit weitem Armaturenbrett-Schwung, der in die Türverkleidungen übergeht. Auch die Mittelkonsole fließt aus der gleichen Linie.

Alles in hochwertigen Materialien, aufgeräumt und übersichtlich gestaltet mit Hightech, die logisch und intuitiv bedienbar ist. Mit 4,5 Metern bleibt der Tucson recht klar im Größenmittelfeld der Kompakt-Klasse. Bei den Antriebsarten bietet er praktisch alles, was die Technik derzeit hergibt: Benzin, Diesel, Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid, 2 und 4 WD, Schaltgetriebe und Automatik. Nicht alles davon ist frei kombinierbar – aber so weit, dass garantiert für jeden Geschmack etwas dabei ist. Für Fans der dynamischen Details ist auch ein N-Sport-Modell im Programm. Den Einstieg macht der vorderradgetriebene Benziner mit 150 PS ab 26.990 Euro, das Ende der Preisliste markiert der Plug-in-Hybrid mit Allrad und 265 PS ab 41.490 Euro. 

Weißer Toyota auf asphaltierter Straße fährt an Nadelwäldern vorbei. Im Hintergrund sind Berge zu erahnen.
Toyota baut beim neuen Modell RAV4 seine Vorreiterposition im Bereich Hybrid weiter aus. © Toyota

Toyota RAV4

Voll- & Plug-in-Hybrid

Toyota war die erste Marke, die flächendeckend auf den Hybrid-Antrieb gesetzt hat. Die Erfahrung macht sich bezahlt – die selbstladenden dualen Antriebssysteme mit der Kombination aus Benzin- und E-Motor gehören heute weltweit zu den besten auf diesem Gebiet. Inzwischen gibt es alternativ auch eine Variante mit größerer Batterie und mehr Strom-Power zum Anstecken. Der RAV4 ist mit den Anforderungen ebenfalls gewachsen – vom ehemals kleinen Kompakt-SUV der 90er-Jahre zum Familien-Allrounder mit ansehnlichen 4,6 Metern Außenlänge.

Dass Toyota sich Richtung Premium-Anbieter bewegt, ist nicht zuletzt am Cockpit mit auffallend hochwertigem-Materialmix und funktionell eingebetteter Digitalisierung merkbar. Gleich geblieben ist die sprichwörtliche Toyota-Qualität, und die Japaner demonstrieren sie mittlerweile auch mit einer Garantie von zehn Jahren – diese gilt auch für Rückkehrer in das Service-Angebot der Marke, etwa mit einem Gebrauchtwagen, selbst wenn er davor nicht in einer Toyota-Werkstätte betreut wurde. Als Vollhybrid startet der RAV4 derzeit mit einem Angebotspreis von 37.490 Euro, für den allradgetriebenen Plug-in beginnen die Tarife bei 53.990 Euro.

Blauer Citroen auf einer Landstraße mit viel Grün im Hintergrund.
Der Citroën C5 Aircross ist als Benzin, Diesel oder Plug-in-Hybrid erhältlich. © Citroën

Citroën C5 Aircross

Benzin, Diesel, Plug-in-Hybrid

Der Citroën C5 Aircross SUV beweist, dass höchster Komfort weder preistreibend noch das Ergebnis aufwendiger Zusatzelektronik sein muss. Vor allem bei den Kerntugenden Komfort und Flexibilität wurde nachgebessert. Dazu übernimmt er die bereits aus dem C4 und C5 X bekannten Advanced-Comfort-Sitze mit hochdichtem Schaumstoffkern und der extra Schicht für ein besonders weiches Sitzgefühl. Das -komfortable Citroën-Dämpfersystem schafft, was viele elektronisch gesteuerte Top-Fahrwerke auch nicht besser können: Es bügelt selbst grobe Schläge souverän aus.

Bei den rein thermischen Antrieben stehen Diesel- und Benzin-Varianten zu jeweils 130 PS zur Auswahl, dazu der Plug-in-Hybrid mit 225 PS. Allrad ist bei Citroën kein Thema, alle Modelle kommen mit dem Vorderradantrieb ausreichend gut zurecht. Die simplen, aber schlauen Komfortpatente ohne teuren Digitalaufwand dahinter halten die Preise im Zaum: Der Basis-Benziner ist ab 31.900 Euro wohlfeil, für den Diesel ruft Citroën 1.900 Euro mehr aus. In der zweiten Ausstattungsstufe „Feel“ ist ab 35.760 Euro schon so gut wie alles dabei, was es für ein bequemes Leben an Bord braucht.

Silberner KIA EV6 auf einer asphaltierten Straße neben einem Wald in schneller Geschwindigkeit mit einem Frankfurter Kennzeichen.
Der neue KIA EV6 punktet mit einem vollelektrischem Motor. © KIA

Kia EV6

Vollelektrisch

Auto des Jahres, Gewinner mehrerer Design-Preise, einer der
derzeit hochwertigsten Elektroantriebe auf dem Markt: Der Kia EV6 SUV hat sich in seiner noch jungen Karriere schon viele besondere Auszeichnungen verdient. Dass er Premium-Technik und -Ausstattung auf einem für diese Liga ansprechenden Preisniveau bietet, ist ein zusätzlicher Bonus. An Leistungsstufen mangelt es ebenfalls nicht: Mit Heckantrieb stehen 170 und 229 PS zur Auswahl, mit Allrad 325 und beachtliche 585 PS.

Letztere sichern sich mit ihrer Performance gar einen Stockerlplatz in Regionen, wo sonst Porsche, Mercedes-AMS und die Top-Liga von Audi daheim sind. Was alle Varianten gemeinsam haben, sind die ansprechende Leistungsabgabe, die moderne, aber betont unkomplizierte Bedienbarkeit – und nicht zuletzt der Auftritt im elegant-fließenden Individualisten-Look. Die Tarife beginnen für dieses Segment bei recht vernünftigen 50.500 Euro, abzüglich der nach wie vor geltenden Förderung von 5.400 Euro. Das GT-Modell mit 585 PS und Vollausstattung ist mit nur 20.500 Euro mehr für die Oberliga immer noch günstig eingepreist.