In der ehemaligen Synagoge Kobersdorf feierte am Donnerstag die Ausstellung „Zeichnen gegen das Vergessen“ des Künstlers Manfred Bockelmann ihre Eröffnung. Seit über 16 Jahren porträtiert der österreichische Maler in großformatigen Schwarz-Weiß-Zeichnungen Kinder und Jugendliche, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, und zählt mit diesem Projekt zu den bedeutendsten lebenden Künstlern Österreichs. Begleitend präsentierte Autor Heiner Hammerschlag seinen Bild- und Textband „Dunkles Erinnern“, der die Entstehung des Projekts sowie Begegnungen mit Überlebenden der Shoah dokumentiert. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil eröffnete die Ausstellung, die Begrüßung übernahm Dieter Szorger von den Kultur-Betrieben Burgenland. Musikalisch begleitete Simon Stadler den Abend mit dem Lied „Die Kinder von Izieu“ von Reinhard Mey. Zu sehen ist die Schau während der Schloss-Spiele Kobersdorf vom 30. Juni bis 26. Juli jeweils an Aufführungstagen von 18:30 bis 20:30 Uhr.