In Lutzmannsburg wartet bald noch mehr Action auf Familien als bisher: Auf 1.670 Quadratmeter Fläche entsteht bis Ende 2027/Anfang 2028 die „Slide World“ mit sieben Mega-Rutschen. Die Attraktionen, darunter sogar eine Weltneuheit, starten von einem 19 Meter hohen Turm und münden in eine großzügige Landehalle, die über einen Bademantelgang mit dem bestehenden Rutschenturm verbunden ist. Damit richtet sich die Sonnentherme künftig noch stärker an ältere Kinder und Jugendliche, ohne ihre Kernzielgruppe – Babys, Kleinkinder und Familien – aus den Augen zu verlieren.
Nach der Eröffnung der Rutschenwelt sind zwei weitere Ausbauphasen, für eine Kids-World und einen Beach-Außenbereich, vorgesehen. Die massive Erweiterung ist Teil eines Gesamtinvestitionspakets von rund 30 Millionen Euro, bei dem auch ein Augenmerk auf Nachhaltigkeit gelegt wird. „Das neue Projekt sieht vor, dass wir im hinteren Teil der Sonnentherme auf einer Fläche von etwa einem Hektar eine Agri-Photovoltaikanlage in Kombination mit einem Batteriespeicher errichten werden“, so Stephan Sharma, CEO Burgenland Energie. Geplant ist eine PV-Fläche mit einer Gesamtleistung von 1,5 Megawatt, inklusive eines Großspeichers mit einer Kapazität von rund 522 Kilowattstunden und einer Leistung von etwa 250 Kilowatt.
Rekord bei Nächtigungen
Welche positiven Effekte Investitionen und neue Angebote haben können, haben bereits die vergangenen Jahre gezeigt. 2025 hat die Sonnentherme mit 302.584 Übernachtungen sogar einen neuen Rekord verzeichnet. Dazu Landeshauptmann Hans Peter Doskozil: „Die Sonnentherme zeigt, wie es geht: Binnen zehn Jahren – obwohl in diesen Zeitraum auch die Corona-Pandemie fiel – konnten die jährlichen Nächtigungszahlen von 224.000 auf über 300.000 gesteigert werden. Heute ist das Thermenresort über die Region hinaus ein wichtiges touristisches Aushängeschild. Wir haben mit Lutzmannsburg nicht nur für die Region, sondern fürs Burgenland eine Größe erreicht, die einen Alleinstellungfaktor repräsentiert.“
Burgenland-Tourismus-Geschäftsführer Didi Tunkel sieht die Investitionen als Gewinn für die gesamte Region: „Die Nächtigungsrekorde des Burgenlandes würden nicht funktionieren, wenn nicht die Orte und die Betriebe funktionieren.“ Zwar würden die offiziellen Zahlen erst präsentiert, „aber es wird nach 2024 das Burgenland auch 2025 wieder einen Nächtigungsrekord einfahren dürfen.“ Das Burgenland werde erstmals bei 3,4 Millionen Übernachtungen zum Liegen kommen. Neun Prozent davon kämen aus Lutzmannsburg, das damit hinter Bad Tatzmannsdorf und Podersdorf die drittstärkste Nächtigungsgemeinde im Burgenland sei.

