Story

Osterstriezel: Butterzopf mit Tipps vom Bäckermeister

Die Eier sind gefärbt, der Spinat ist gegessen und fast ist die Fastenzeit vorbei. Fehlt nur noch der Osterstriezel! schauvorbei.at hat bei Bäckermeister Marcel Paa nachgefragt, wie die Mehlspeise perfekt wird. Diese Variante kommt ganz ohne Zucker aus und ist herrlich fluffig.
Bärner Züpfe bzw. Butterzopf auf Brett mit Messer
© Marcel Paa
Der Osterhase lugt bereits um die Ecke und noch kein gutes Rezept für den obligatorischen Striezel nach der Eiersuche? Bäcker Marcel Paa hat nicht nur das beste Rezept für einen Butterzopf in petto, sondern auch einige Tricks, damit nichts mehr schiefgehen kann. Noch mehr Rezepte zum Nachbacken finden sich in „Die Besten Brote der Welt“.
Zeitangaben
Vorbereitung: 15 Minuten
Zubereitung: 15 Minuten
Arbeitszeit: 30 Minuten 
Stockgare: 40 Minuten
Stückgare: 8–12 Stunden
Backdauer: 30–35 Minuten
Zutaten für 2 Zöpfe

Kochstück
  • 125 g Wasser
  • 25 g Weißmehl (Weizenmehl Type 550)

Hauptteig

  • Kochstück
  • 475 g Weißmehl (Weizenmehl Type 405/550)
  • 150 g Vollmilch (Zimmertemperatur)
  • 10 g Salz
  • 15 g Frischhefe
  • 80 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 20-30 g Sauerteig (optional)
  • 1 Ei

Zum Bestreichen

  • 1 Ei, verquirlt

Zubereitung

Backtemperatur: 200 Grad Ober-/Unterhitze

Kochstück

  • Das Mehl zum Wasser in einen Kochtopf geben und gut mischen.
  • Danach das Ganze auf dem Herd unter ständigem Rühren einmal aufkochen lassen. Dabei so lange rühren, bis alles abgebunden und die Stärke verkleistert ist.
  • Das Kochstück in eine Schüssel geben und zugedeckt im Kühlschrank gut auskühlen lassen.

Hauptteig

  • Alle Zutaten in der Küchenmaschine auf kleiner Stufe ankneten.
  • Nach 2–3 Minuten die Knetgeschwindigkeit erhöhen und den Teig bei mittlerer Geschwindigkeit 15–20 Minuten kneten.
  • Danach den Teig in ein leicht gefettetes Becken legen, zudecken und 20 Minuten bei Zimmertemperatur gären lassen.
  • Nach 20 Minuten den Teig dehnen und falten, wieder zudecken und nochmals 20 Minuten bei Zimmertemperatur gären lassen.

Formen

  • Nach der Stückgare den Teig in 4 gleich große Stücke (ca. 240 g) teilen und jedes Teigstück rund formen.
  • Anschließend die Teigkugeln nach und nach zu Strängen rollen. Dabei die Stränge zuerst nur leicht vorrollen, entspannen lassen und dann erst in die gewünschte Länge rollen. Am besten rollst du zuerst alle Teigstücke vor und beginnst dann wieder mit dem ersten Strang, um die Stränge nacheinander in die richtige Länge zu rollen.

2-Strang-Zopf

  • Die Teigstränge leicht bemehlen und dann zwei Stränge kreuzweise übereinanderlegen. Danach das obere Ende des untersten Strangs über den oberen Strang nach unten legen und das untere Ende des untersten Strangs über den oberen Strang nach oben legen.
  • Anschließend das rechte Ende des waagrecht liegenden Strangs nach links und das linke Ende nach rechts legen. Das nun links oben liegende Ende vom oben liegenden Strang nach links, zwischen die unten liegenden Stränge legen.
  • Dann das Ende des rechts unten liegenden Strangs über die beiden Stränge auf der linken Seite legen. So weiterfahren, bis der ganze Zopf geflochten ist. Das heißt, immer mit den oben liegenden Strängen weiterflechten. Am Schluss die Enden gut zusammendrücken.
  • Tipp: Beim Flechten der Zöpfe darauf achten, dass diese schön locker und gleichmäßig geflochten und die Stränge nicht verzogen werden.
  • Die Zöpfe auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen und mit einem verquirlten Ei bestreichen.
  • Die Zöpfe zudecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Backen

  • Backofen mit einem leeren Blech in der unteren Ofenhälfte auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Vor dem Backen die Zöpfe nochmals mit verquirltem Ei bestreichen und dann direkt mit dem Blech auf die mittlere Scheine des vorgeheizten Ofens schieben. Nach ca. 2 Minuten – wenn die Eierstreiche etwas angetrocknet ist – den Backofen bedampfen.
  • Die Zöpfe für 30–35 Minuten goldgelb backen.

Kein Zucker im Teig?

Das Rezept ist richtig so, denn in der Schweizer Variante gibt es keinen Zucker im Butterzopf-Rezept. So hat man die Möglichkeit, die Butterzopf-Scheiben mit Süßem oder Herzhaftem zu belegen – ganz nach Geschmack.

Wozu dienen Eier im Butterzopf?

Eier im Rezept geben dem Butterzopf eine schöne Farbe, mehr Geschmack und Textur. Durch das Lecithin bekommt der Teig mehr Struktur und Elastizität, dadurch geht der Teig besser auf und das Innere wird weich.

Haltbarkeit

In einem Stoffbeutel oder einem Brotkasten ist der Striezel 3–4 Tage haltbar. In Folie eingepackt und tiefgekühlt sogar ca. 2 Monate.

Vorteig

Durch den Einsatz eines Vorteigs bekommt der Hauptteig und damit das Brot ein viel intensiveres Aroma, aber vor allem eine bessere Frischhaltung.

Frischhefe

Als Alternative zur frischen Hefe kann auch Trockenhefe in Pulverform oder Flüssighefe verwendet werden. Die Dosierung erfolgt nach Packungsanleitung.

Fensterprobe

Wenn du ein kleines Stück des Teigs dünn auseinanderziehst und durch das „Teigfenster“ eine Zeitung lesen kannst, ist der Teig genügend geknetet und für die Weiterverarbeitung perfekt.

 

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