Mit dem offiziellen Probenstart hat in der Oper im Steinbruch St. Margarethen die Arbeit an der kommenden Sommerproduktion begonnen. Nach den aufwendig inszenierten Aufführungen von „Turandot“ und „Aida“ widmen sich Regisseur und Bühnenbildner Thaddeus Strassberger sowie Kostümbildner Giuseppe Palella nun Giacomo Puccinis Opernklassiker „Tosca“. Die Aufführungen finden von 15. Juli bis 22. August 2026 statt.
Die Handlung führt ins Rom der Napoleonischen Kriege und erzählt eine Geschichte voller Leidenschaft, politischer Spannungen und persönlicher Tragödien. Schauplätze wie die Basilika Sant’Andrea della Valle, der Palazzo Farnese oder die Engelsburg spiegeln sich dabei auch im Bühnenbild wider.
Für die Neuinszenierung setzen die Verantwortlichen auf eine opulente Bildsprache, die sich am römischen Barock orientiert. Monumentale Gestaltungselemente wie ein Hauptaltar, ein Weihrauchfass oder kunstvoll ausgearbeitete Skulpturen sollen die historische Atmosphäre auf die Bühne bringen. „Prunkvolle Oberflächen in Gold- und Marmoroptik, fein gearbeitete Skulpturen und imposante architektonische Elemente entstehen mit höchster handwerklicher Präzision – als bewusst inszeniertes Wechselspiel von Schönheit und Bedrohung“, so Thaddeus Strassberger. Auch die Kostüme greifen die Ästhetik der Epoche auf. Kostümbildner Giuseppe Palella ließ sich dafür direkt an den Originalschauplätzen inspirieren. „Normalerweise höre ich mir eine Aufnahme der Oper in voller Lautstärke an und schreibe den spoglio, das heißt, ich analysiere das Libretto, um so viele Informationen und Kostümdetails wie möglich zu erfassen. Für diese Produktion habe ich einen Urlaub in Rom gemacht und alle Schauplätze von Tosca besucht. Die Inspiration und die Idee zur Produktion im Steinbruch St. Margarethen kamen mir dann in einer römischen Kirche“, erzählt Giuseppe Palella.
Musikalisch setzt die Oper im Steinbruch erneut auf internationale Besetzungen. Die musikalische Leitung übernimmt der italienische Dirigent Valerio Galli, der bereits bei „Carmen“ im Jahr 2023 am Pult stand. Begleitet wird die Produktion vom Piedra Festivalorchester und dem Philharmonia Chor Wien unter der Leitung von Walter Zeh. Die Titelrolle der Tosca wird von Joyce El-Khoury, Celine Byrne und Melissa Purnell alternierend interpretiert. Als Maler Cavaradossi stehen Bror Magnus Tødenes, Yongzhao Yu und Adorján Pataki auf der Bühne. Die Rolle des skrupellosen Polizeichefs Scarpia übernehmen Gevorg Hakobyan, Hansung Yoo und Marco Caria. Erstmals wirken zudem die international bekannten Gumpoldskirchner Spatzen mit, die den Kinderchor im berühmten „Te Deum“ gestalten werden.
Für Intendant Daniel Serafin ist die Rückkehr des Werkes nach St. Margarethen ein besonderer Moment: „Es ist eine große Freude und Ehre, dass wir nach der gefeierten Produktion von Tosca im Jahr 2015 nun eine Neuinterpretation des Werkes von Giacomo Puccini in der Oper im Steinbruch aufführen dürfen. Der Steinbruch bietet die perfekte Kulisse für diese fesselnde Geschichte voller Emotionen und musikalischer Stärke. Auf Sie wartet eine eindrucksvolle Inszenierung und ein unvergessliches Opernerlebnis unter freiem Himmel.“
Auch Rico Gulda, Generalintendant der Esterhazy Privatstiftungen, verweist auf die Bedeutung der Veranstaltung für die Region: „Die Oper im Steinbruch entfaltet eine besondere Strahlkraft dieses einzigartigen Ortes, an dem künstlerische Exzellenz und regionale Verantwortung eindrucksvoll zusammenwirken. Unser Anspruch ist es, Kultur nicht nur als inspirierende Begegnung erlebbar zu machen, sondern sie zugleich als treibende Kraft für eine nachhaltige Entwicklung im Burgenland zu etablieren.“




