Eingebettet zwischen Alsergrund und der Wiener Innenstadt, hat sich das Servitenviertel den Charme eines kleinen Dorfes bewahrt – mitten in der Metropole. Wer durch die Gassen flaniert, kann sich kaum entscheiden, ob er in einer gemütlichen Kaffeerösterei verweilen oder in einer der angesagten Boulangerien ein Croissant genießen soll.
Gustohighlights und Geheimtipps
Das Servitenviertel ist eine Hochburg für Genießer. Von traditionellen Wiener Beisln bis hin zu hippen Bistro-Konzepten findet hier jeder Gaumen seine Erfüllung. Besonders charmant: die vielen inhabergeführten Lokale, die mit Liebe zum Detail betrieben werden. Wer den perfekten Espresso sucht, wird hier genauso fündig wie Liebhaber französischer Pâtisserie.
Aber nicht nur kulinarisch hat das Viertel einiges zu bieten. Kleine Designerläden und charmante Delikatessgeschäfte wie das Xocolat laden zum Stöbern und Probieren ein. Wenn der Sommer Einzug hält, füllt sich das Viertel dann mit Musik – mal erklingen barocke Meisterwerke, mal schweben lässige Jazzklänge durch die lauen Abendstunden und machen jeden Spaziergang zu einem ganz besonderem Erlebnis.
Benannt nach der barocken Servitenkirche, ist das Viertel tief in der Wiener Geschichte verwurzelt. Der charmante Servitenplatz mit seinen Kopfsteinpflasterwegen ist das Herzstück des Grätzls und lädt zum Verweilen ein. Hier spürt man noch das alte Wien – ein Stück Stadtgeschichte, das sich bis heute seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Aber auch ein Abstecher in die Nebengassen Berggasse, Strudkhofgasse oder Pramergasse kann sich lohnen.
Gleichzeitig pulsiert das Viertel vor kreativer Energie: Galerien, kleine Theatersäle und Barockgebäude sorgen für kulturellen Input. Wer Lust auf eine Zeitreise hat, kann hier mühelos in die Vergangenheit eintauchen – und gleichzeitig neue Trends entdecken.
5 Dinge, die man gesehen haben muss
- die Servitenkirche und den Servitenplatz: Sie sind das Herzstück des Viertels und versetzen mit ihrer barocken Architektur in eine andere Zeit.
- den Wochenmarkt: Jeden Donnerstag wird der Servitenplatz zum Feinschmecker-Hotspot. Frisches Brot, duftender Käse, regionale Schmankerl und internationale Leckerbissen machen den Spezialitätenmarkt zum perfekten Treffpunkt für alle, die gutes Essen lieben.
- die französischen Bistros wie La Mercerie und Plain: Sie gehören im Servitenviertel fast schon zum Pflichtprogramm – ganz egal ob Croissant mit Café au Lait oder ein ausgedehnter Brunch.
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das Sigmund Freud Museum: In der einstigen Wohnung und Praxis Freuds spürt man noch heute den Geist bahnbrechender Ideen und spannender Geschichten.
- eine der kleinen Vinotheken: Im Servitenviertel gibt es zahlreiche feine Adressen, die handverlesene Tropfen aus Österreich und Frankreich anbieten.
Facts & Figures Servitenviertel
- Klimaschutz, Nachhaltigkeit und ein bewusster Umgang mit Ressourcen haben im Servitenviertel einen hohen Stellenwert. Deshalb setzt die IG Servitenviertel auf Maßnahmen wie grüne Portale, Verpackungsvermeidung und energiesparende Konzepte.
- Früher war dieses Viertel ein echtes Inselreich – mehrere kleine Landstriche, umspült von den wilden Seitenarmen der ungezähmten Donau. Die Menschen hier fischten in den Strömungen und verdienten ihr Brot mit der Schifffahrt.
- Hinter der schlichten Fassade des Hauses Rossau verbirgt sich ein Stück bewegende Geschichte: Der älteste jüdische Friedhof Österreichs, dessen verwitterte Grabsteine heute ein stilles Zeugnis vergangener Jahrhunderte ablegen.