Story

Streit & Skandale: Die hässlichsten Bandtrennungen aller Zeiten

Sie waren Helden für Millionen, füllten Stadien und dominierten die Charts – doch hinter den Kulissen kochte es oft gewaltig. Wenn Egos kollidieren, Drogen im Spiel sind oder Brüder zu Feinden werden, endet selbst der größte Hype im Chaos. schauvorbei.at blickt auf die spektakulärsten Bandtrennungen zurück.
Von kreativen Differenzen bis zu hin offenen Fehden: Manche Band-Trennungen schrieben Musikgeschichte mit bitterem Nachgeschmack. © Getty Images
Hinter jeder Band steckt weit mehr als nur Musik: Proben, Tourneen, gemeinsame Entscheidungen und das enge Zusammenleben über viele Jahre hinweg. Wo unterschiedliche Charaktere, große Egos und gegensätzliche Erwartungen aufeinanderprallen, endet eine Erfolgsgeschichte nicht selten im Zerwürfnis. Erst kürzlich trennten sich etwa die Wildecker Herzbuben nach 36 gemeinsamen Jahren aus gesundheitlichen Gründen. Doch in vielen Fällen eskaliert der Abschied in handfesten Skandalen, juristischen Auseinandersetzungen oder sogar in offener Feindschaft. Genau auf diese spektakulären Trennungen werfen wir nun einen Blick.
The Beatles: Ein Abschied in Raten
Porträt auf dem Hoteldach: Die Beatles während eines Auftritts im Gaumont Theatre Bournemouth, 1964 © Getty Images

Die Beatles gelten bis heute als die größte Band aller Zeiten. Ihr Ende war ein langwieriger Prozess. Offiziell zog Paul McCartney 1970 den Schlussstrich, während John Lennon und George Harrison behaupteten, sie hätten längst vorher aussteigen wollen. Neu entdeckte Dokumente deuten darauf hin, dass nicht nur kreative Differenzen, sondern vor allem komplizierte Rechtsstreitigkeiten das Auseinanderdriften beschleunigten. Nach dem Tod von Manager Brian Epstein geriet die Band ins Visier der Steuerbehörden, verschwundene Gelder und Streit um den Nachfolger Allen Klein verschärften die Spannungen.

Oasis: Brüder im Dauerclinch
Oasis-Frontmann Liam Gallagher und Bruder Noel 1995 im Londoner West End © Getty Images

Die Geschichte von Oasis liest sich wie ein Lehrbuch über zerstörerische Geschwisterliebe. Noel und Liam Gallagher schrieben Hymnen einer ganzen Generation – und machten gleichzeitig Schlagzeilen mit Prügeleien, wüsten Beschimpfungen und eskalierenden Streits. 2009 kam es schließlich zur endgültigen Trennung. Kurz vor einem Konzert in Paris gingen die Brüder erneut aufeinander los, Instrumente gingen zu Bruch, und Noel erklärte, er könne nicht mehr mit Liam in einer Band sein. Nach 15 Jahren voller Hits und Skandale war der Traum von Oasis beendet. Doch es gibt gute Nachrichten für die Fans: Die Brüder sind wieder zurück! Erst kürzlich startete die längst überfällige Reunion‑Tour „Oasis Live ’25“, die fünf ausverkaufte Shows im legendären Wembley Stadium einschloss.

Guns N’ Roses: Größenwahn und lange Schatten
Duff McKagan, Axl Rose und Slash live beim LA Street Scene, 28. September 1985 © Getty Images

Bei Guns N’ Roses war Chaos schon immer Teil des Programms. Mit „Appetite for Destruction“ eroberten sie Ende der 1980er-Jahre die Welt, doch schon bald machten Drogenprobleme und Egokämpfe die Zusammenarbeit zur Tortur. Schlagzeuger Steven Adler musste wegen seiner Sucht gehen, Sänger Axl Rose kam oft stundenlang zu spät zu Konzerten und soll seine Kollegen unter Druck gesetzt haben, ihm die Rechte am Bandnamen zu überlassen. Seit den frühen 90er-Jahren war die Originalbesetzung der Rock-Giganten damit Geschichte.

The Eagles: Prügelansagen auf der Bühne
Die Eagles in klassischer Besetzung: Randy Meisner, Don Felder, Glenn Frey und Bernie Leadon © Getty Images

Kaum eine Band steht so sehr für den Sound der 70er wie die Eagles, und kaum eine für so viele interne Machtkämpfe. 1980 erreichte der Streit zwischen Glenn Frey und Don Felder seinen Höhepunkt. Während eines Konzerts in Kalifornien drohten sich die beiden gegenseitig Prügel an, während sie nach außen hin harmonisch „Best of My Love“ sangen. Zwar fanden die Eagles 1994 für die „Hell Freezes Over“-Tour wieder zusammen, doch der Frieden sollte nicht lange währen. Erneute Streitereien führten zum endgültigen Bruch und zu einem langwierigen Rechtsstreit. 2016 starb Frey dann an den Folgen einer Dickdarm- und Lungenentzündung.

Take That: Teenagertränen und Telefonseelsorge
Die fünf Mitglieder von Take That – Mark Owen, Jason Orange, Gary Barlow, Robbie Williams und Howard Donald – bei einem Auftritt in Großbritannien © Getty Images

Als Robbie Williams 1995 Take That verließ, war das nicht nur ein Schlag für die Band, sondern auch ein Schock für Millionen Teenager weltweit. Der Ausstieg löste in Großbritannien derart große Trauer aus, dass sogar eine Telefonhotline eingerichtet werden musste, um verzweifelte Fans zu betreuen. Während Robbie mit seiner Solokarriere Höhenflüge feierte, dauerte es für den Rest der Gruppe Jahre zum erneuten Erfolg. 2005 startete ein Comeback, 2010 stieß Robbie für ein Album noch einmal dazu.

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