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Wien Museum: Die Highlights 2026 im Überblick

Im Frühjahr geht es um die Geschichte und Bedeutung der Donauinsel. © Klaus Pichler/Wien Museum

Das Wien Museum zählte 2025 insgesamt 596.657 Besucher – seit der Wiedereröffnung am 6. Dezember 2023 besuchten damit rund 1,3 Millionen Menschen das Haus. Am Vermittlungsprogramm nahmen 43.717 Personen teil: 21.179 Erwachsene, 18.146 Schüler sowie 4.392 Besucher der Angebote für Kinder und Familien. Darüber hinaus verzeichneten die Eigenveranstaltungen des Wien Museums 16.877 Teilnehmer.

„Es ist uns gelungen, den überwältigenden Ansturm des ersten Jahres nach der Eröffnung auch im zweiten Jahr in den Besucherzahlen annähernd halten zu können, die Ticketerlöse konnten sogar leicht gesteigert werden. Die Entscheidung, den freien Eintritt in die Dauerausstellung des Wien Museums beizubehalten, bewährt sich jeden Tag.“ Christina Schwarz, kaufmännische Direktorin Wien Museum

Ausstellungsprogramm 2026

Zwei große kulturhistorische Ausstellungen bestimmen das Programm im Haupthaus: Im Frühjahr geht es in der Schau  „Die Donauinsel. 21. Kilometer Freiraum“ (26. 3.–30. 8. 2026), warum die Donauinsel mit ihren 21 Kilometern Länge einer der wichtigsten Erholungsräume der wachsenden Stadt ist . Im Herbst folgt „Farbenspiel. Mode aus vier Jahrhunderten“ (1. 10. 2026–28. 3. 2027). Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Rolle von Farben in der Mode und ergründet Farben als zentrale Symbole für Status, Emotion und Identität.

Zwischen Kunst und Kulturhistorie bewegen sich zwei weitere große Präsentationen am Karlsplatz: „Schiele & Peschka. Eine Familienaufstellung“ (30. 4.–27. 9.) beschäftigt sich mit der Sammlung Peschka und ihrer Aufarbeitung. Sie erzählt die Geschichte zweier Künstlerfamilien und eröffnet neue Perspektiven auf Egon Schiele und sein Umfeld. Die Ausstellung „Franz West und Wien“ (6. 11. 2026–2. 5. 2027) konzentriert sich auf die prägenden Jahre des Künstlers von den späten 1960er- bis in die frühen 1980er-Jahre. Sie wird gemeinsam mit der Franz West-Ausstellung der Albertina Modern als Jubiläumsausstellung eröffnet – Franz West wäre am 16. Februar 2027 80 Jahre alt geworden.

Ganz im Zeichen der bildenden Kunst stehen die beiden Einzelausstellungen im musa: „Verdichtungen. Heliane Wiesauer-Reiterer“ und „Der Bildgenerator. Karl Heinz Koller“ (jeweils 2. 7.–29. 11.). Wiesauer-Reiterers großzügige Schenkung an das Museum erlaubt einen hochrangigen Querschnitt durch ihr gesamtes Lebenswerk. Mit Kollers erster musealer Ausstellung soll seine kunsthistorisch bedeutende Position sichtbar gemacht werden.

Um die lateinamerikanische und karibische Community geht es in der ersten Community Gallery Ausstellung im Wien Museum: „Viena Latina. Leben zwischen den Welten“ (5. 3.–31. 5.) greift die Erfahrungen des EU-Projekts www.vienalatina.org auf und verdichtet sie zu einer vielstimmigen Präsentation. Im Sommer folgt „Arena Wien. Jedenfalls ist es Liebe!“ (18. 6.–27. 9.), ein Blick hinter die Kulissen eines alternativen Kulturbetriebs, der längst in der nationalen und internationalen Musikszene angekommen ist. Im Herbst erzählen Menschen mit Down-Syndrom ihre eigene Geschichte: „Down-Syndrom. Über uns, mit uns“ (22. 10. 2026–24. 1. 2027) – mit Fotos, Interviews und künstlerischen Arbeiten, ohne Klischees oder Schönrederei.

„Die neun Sonderausstellungen 2026 zeigen unseren Anspruch, Geschichte vielstimmig zu erzählen und das Museum als offenen Raum für Dialog, Teilhabe und kritische Reflexion zu gestalten. In dieser Hinsicht stellen wir auch das musa 2027 neu auf – mit einer Jahresschau unter dem Titel Weltangst/Angstlust und einem starken Fokus auf Vermittlung“, so Matti Bunzl, künstlerisch-wissenschaftlicher Direktor des Wien Museum.

Vielfältiges Vermittlungsangebot

Mit einem breit gefächerten Vermittlungsprogramm richtet sich das Wien Museum an Besucher unterschiedlicher Altersgruppen, Hintergründe und Bedürfnisse. Im Zentrum der Vermittlungsarbeit stehen Schulen, Kinder und Familien, Senioren sowie inklusive Angebote. Wie in den Vorjahren bleibt das Programm für diese Zielgruppen auch 2026 kostenlos. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf mehrsprachigen Führungen: 2026 kommen auch Führungen auf Farsi und Somali hinzu.

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