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WWF und Esterhazy starten neue Naturschutzprojekte

WWF und Esterhazy verlängern ihre Zusammenarbeit um fünf Jahre. Neben dem Seeadler-Monitoring und der Renaturierung von Feuchtlebensräumen rückt nun auch der Schutz alter Wälder im Mittelburgenland in den Fokus.
© Pannatura/Zeleny

Der WWF und die Esterhazy Betriebe setzen ihre gemeinsame Kooperation für weitere fünf Jahre fort. Dabei sollen bestehende Projekte weitergeführt und neue Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. Für eine Überraschung sorgte bereits eine Erhebung im Leithagebirge. Bei der Untersuchung von Xylobionten, also Insekten, die auf Alt- und Totholz angewiesen sind, wurden eine bislang unbeschriebene Käferart sowie fünf Erstnachweise für Österreich und 64 Erstnachweise für das Burgenland entdeckt.

„Das zeigt, wie viel es selbst in gut untersuchten Landschaften noch zu entdecken und zu schützen gibt. Unsere Kooperation verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Maßnahmen – vom Seeadler-Monitoring bis zur Sicherung wertvoller Waldlebensräume“, sagt WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides.

Ein weiterer Schwerpunkt bleibt der Schutz des Seeadlers. Im Rahmen der bisherigen Zusammenarbeit wurden bereits zehn Tiere besendert oder beringt. Die gewonnenen Daten geben Aufschluss über ihre Flugrouten, helfen bei der Erkennung von Gefahrenstellen und ermöglichen gezieltere Schutzmaßnahmen.

Neues Alt- und Totholzkonzept

Auf Basis der bisherigen Erfahrungen im Leithagebirge soll nun auch für Flächen im Mittelburgenland ein Alt- und Totholzkonzept entstehen. Im Leithagebirge wurden dafür Biotopbäume, Altholzinseln und Prozessschutzflächen miteinander vernetzt. Das schafft wertvolle Lebensräume für seltene Tiere, Pflanzen und Pilze. „Die gemeinsamen Projekte zeigen, dass aktive, nachhaltige Flächenbewirtschaftung im Einklang mit der Natur und Artenschutzanliegen erfolgreich möglich ist. Wir freuen uns über die Verlängerung der Kooperation und die weitere Zusammenarbeit“, sagt Matthias Grün, Vorstandsvorsitzender der Esterhazy Betriebe AG. Für die kommenden fünf Jahre sind außerdem naturschutzfachliche Untersuchungen der Wälder, die Sicherung wertvoller Lebensräume, eine naturschutzgerechte Beweidung geeigneter Flächen sowie die Wiederherstellung von Feuchtlebensräumen geplant.

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