Noch bevor die Proben starten und am 16. Mai das Grande Finale über die Bühne geht, heizen Dutzende Veranstaltungen die Vorfreude auf den ESC an. Hier kommen die Event-Highlights der Ostregion.
ESC und Party, die zwei gehören zusammen wie Pech und Schwefel, wie Licht und Schatten, wie Berg und Tal. Bereits am 10. Mai öffnet deshalb das offizielle Eurovision Village am Wiener Rathausplatz, das bis 17. Mai täglich zu Konzerten, Clubbings und Karaoke einlädt.
Ungeduldige erwartet der Eurovision-Glitzer, -Glanz und -Glamour aber auch schon am 9. Mai, wenn die Party-Schifffahrten der DDSG Blue Danube die Donau in eine Tanzfläche verwandeln. Außerdem am 9. Mai: Die ESC Skate & Dance Party im JO&JOE Vienna mit Performances, Danceoke und DJ-Set. Eine bessere Gelegenheit, die alten Rollschuhe abzustauben, wird sich Songcontest-Fans in den kommenden Wochen wohl kaum bieten.
Wer den Grand Prix Eurovision de la Chanson – wie man den ESC auf Französisch nennt – lieber in Clubatmosphäre feiert, ist von 11. bis 16. Mai bestens im Prater Dome aufgehoben. Neben täglichen Mottopartys steigt dort auch das offizielle ESC-After-Clubbing.
Der ESC ist nicht nur Kult, sondern auch Kultur. Als der weltweit langlebigste TV-Musikwettbewerb hat sich das europäische Projekt seinen Platz in den Museen des Landes redlich verdient.
Zum 70. Veranstaltungsjubiläum in Wien widmen daher sowohl das Haus der Geschichte Österreich als auch das Qwien, Wiens queeres Kulturzentrum, dem ESC museale Sonderausstellungen. Dabei rücken die politischen und gesellschaftlichen Facetten des internationalen Fernseh-Events in den Fokus.
Auch das Technische Museum Wien lockt anlässlich des ESC mit einem Sonderprogramm aus Workshops, Quizzes und Karaoke-Bühne. Highlight ist die Live-Radiosendung „Extra Wow Live“ mit Moderator Robert Steiner und Sidekick Ratte Rolf Rüdiger am Finaltag.
Das Wien Museum wurde sogar als „Eurofan House“ auserkoren und steht ESC-Fans aus aller Welt zwischen 11. und 16. Mai 2026 bei freiem Eintritt offen. Das täglich gebotene Programm umfasst unter anderem Paneldiskussionen, Talks und Interviews mit den diesjährigen Acts.
Etwas weniger typisch für Museen geht’s im ehrwürdigen Kunsthistorischen Museum Wien zu, das am 13. Mai zum ESC-Clubbing zwischen Bruegel, Rembrandt und Co lädt.
ESC-Fans aus Nah und Fern wissen: Kaum etwas prägt das Stadtbild Wiens so sehr wie seine Kaffeehäuser. Als Weltkulturerbe weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, übernehmen einige der legendären Wiener Cafés von 3. bis 17. Mai die Patenschaft für die Teilnehmerländer. Als Eurofan Café vertritt das Café Landtmann etwa das Vereinigte Königreich und San Marino, während das Café Hummel den Paten für Aserbaidschan und Deutschland gibt. Österreich lässt sich gemeinsam mit Dänemark vom ehemaligen K. u. K. Hofzuckerbäcker Gerstner vertreten. Neben den üblichen Kaffeehausklassikern servieren die teilnehmenden Lokale Speis und Trank aus den jeweiligen Ländern.
Die gebündelte kulinarische Vielfalt der Teilnehmerländer lässt sich am 13. Mai am Naschmarkt erleben, wo an zahlreichen Marktständen Spezialitäten aus ganz Europa angeboten werden. Livemusik mit alten und neuen Songcontest-Hymnen begleitet den gastronomischen Streifzug durch die Küchen der ESC-Nationen.
Noch musikalischer geht es im Rahmen der Eventreihe MUSiK.MARKT zu, die als offizielles ESC-Side-Event zwischen 7. und 16. Mai für Gratiskonzerte auf sechs unterschiedlichen Wiener Märkten sorgt.
Selbstverständlich finden rund um den Eurovision Song Contest auch zahlreiche Public Viewings statt. Zum gemeinschaftlichen Mitfiebern und Mitsingen laden in Wien unter anderem das Eurovision Village, der Gleisgarten, das MAK, das Palais Auersperg und das Vindobona ein. Das Votiv Kino überträgt den ESC auf der Kinoleinwand, während die Volksoper im eleganten Zuschauerraum für 1.300 Fans Platz macht.
ESC mit Kinofeeling erwartet Besucher außerdem im Cinema Paradiso St. Pölten sowie im Kronenkino Mistelbach. Das Stadttheater Wiener Neustadt bietet eine hervorragende Kulisse für die dramatischen Momente des Songcontests.
Als augenzwinkerndes Public-Viewing Schmankerl im Burgenland lockt die Live-Übertragung im Oberwart. Mit seinen rund 8.000 Einwohnern hatte sich die Bezirkshauptstadt im vergangenen Jahr als möglicher Austragungsort für den 70. Eurovision Song Contest ins Rennen gebracht. In der finalen Entscheidung setzte sich letztendlich die Bundeshauptstadt durch. Doch mit dem Public Viewing in der Bank versprüht auch das kleine Oberwart am 16. Mai etwas ESC-Glamour.




