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Blätterlogistik mit Mehrwert: Burgenland versorgt Schönbrunns Tiere

Burgenland hat einen neuen „grünen Lieferdienst“. Der Tiergarten Schönbrunn erhält im Rahmen einer „Blätterkooperation“ Futtermittel aus einer Allee im Burgenland. Die Blätter stammen von der jährlich gepflegten Maulbeerbaumallee zwischen Schützen am Gebirge und Sankt Margarethen.
Eine ganze LKW-Ladung mit Blättern, Ästen und Zweigen von Maulbeerbäumen aus dem Burgenland konnte in den Tierpark Schönbrunn transportiert werden.
Eine ganze LKW-Ladung mit Blättern, Ästen und Zweigen von Maulbeerbäumen aus dem Burgenland konnte in den Tierpark Schönbrunn transportiert werden. © Landesmedienservice Burgenland

Von der Maulbeerbaumallee ins Affengehege: Eine ungewöhnliche, aber nachhaltige Kooperation verbindet fortan das Burgenland mit dem traditionsreichen Tiergarten Schönbrunn. Maulbeerbaumblätter aus einer jahrhundertealten Allee im Nordburgenland landen künftig als grünes Zusatzfutter bei den Bärenstummelaffen im Wiener Zoo. Die sogenannte „Blätterkooperation“ sorgt damit für eine sinnvolle Verwertung regionaler Naturpflegeprodukte und für abwechslungsreiche Ernährung im Tiergarten.

Die Maulbeerbaumallee entlang der L 210 gilt als Naturdenkmal und stellt mit ihren rund 400 Bäumen eine besondere landschaftliche Kostbarkeit dar. Einmal jährlich werden die Bäume vom Landesforstgarten sowie den Gärtnern der Bau und Betrieb Nord, die Teil der Bau und Betrieb Burgenland (BBB) geschnitten.

Ausgewogene Ernährung

BBB-Geschäftsführer Hannes Thiesz erklärt: „Aus diesem Grund können wir den Bärenstummelaffen, die sehr viele Blätter fressen, doch auch anderen Tierarten wie Giraffen, die Grünschnittnahrung benötigen, eine sehr gute Abwechslung für ihren Ernährungsplan liefern.“

Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner betont den Mehrwert der Zusammenarbeit: „Das Land Burgenland hilft und unterstützt den Tiergarten in Schönbrunn sehr gerne. Wir freuen uns, dass die Tiere in Schönbrunn mit einem kulinarischen Leckerbissen aus dem Burgenland versorgt werden können.“

Vom Baum direkt ins Gehege

Bevor die Blätter bei den Affen landen, werden sie im Tiergarten von freiwilligen Helfern sorgfältig von den Ästen entfernt, in Säcke verpackt und tiefgefroren. So bleibt das Futter auch in den Wintermonaten frisch und einsatzbereit, wenn frisches Grün besonders gefragt ist.

Die verbleibenden Äste werden ebenfalls weiterverwertet – sie dienen unter anderem den Elefanten als natürliche Beschäftigung und Futterquelle. Abfall entsteht dabei keiner.

Nachhaltige Nutzung als Vorbild

„Es ist gut, wenn der Grünschnitt einer effektiven Verwertung – wie dies nun mit der Lieferung in den Tiergarten Schönbrunn passiert ist – zugeführt wird“, betont Landesforstgarten-Leiter Norbert Schelakovsky.

Die Kooperation zwischen dem Land Burgenland, der BBB sowie dem Landesforstgarten und dem Tiergarten wurde heuer erstmals umgesetzt und soll künftig fortgeführt werden. Eine ganze LKW-Ladung frischer Maulbeerblätter wurde dafür nach Wien transportiert.

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