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Ausflüge & Events: Die besten Tipps für Spätsommer und Herbst

Obwohl die Sonnentage langsam kürzer werden, haben wir gute Nachrichten: Unser Veranstaltungskalender wird es definitiv nicht! Wer in nächster Zeit nicht weiß, wohin es am Wochenende gehen soll, findet hier einige Tipps für die Saison.
© Getty Images

In diesen Wochen warten unzählige Gelegenheiten, die letzten warmen Wochen des Jahres so richtig zu genießen. Wir haben die besten Ausflugsziele und Events zusammengestellt, mit denen Sie die Übergangszeit zwischen Sommer und Herbst optimal nutzen können.

Wiesn-Gaudi

Kaum ein Event gehört so sehr zum Spätsommer wie unsere heiß geliebten Oktoberfeste. Den Anfang macht diesmal Niederösterreich. Bereits von 17. September bis 3. Oktober verwandelt sich der Business Park Campus21 in Brunn am Gebirge bei der Brunner Wiesn in das größte Oktoberfest des Bundeslands. Auf mehr als 30.000 Quadratmetern warten Festzelte, der traditionelle Bieranstich, Live-Konzerte und ein buntes Programm, das von traditioneller Volksmusik bis zu ausgelassenen Partyabenden reicht.

Über 1.600 kostenlose Parkplätze stehen für eine gemütliche Anreise zur Brunner Wiesn zur Verfügung. © Brunner Wiesn

Nur wenige Tage später zieht auch Wien nach: Von 24. September bis 11. Oktober lädt die Wiener Kaiser Wiesn, Österreichs größtes Brauchtums- und Oktoberfest, zum fünften Mal auf die Kaiserwiese im Prater. 18 Tage lang gibt’s Live-Musik in mehreren Festzelten, Trachtenmode, regionale Schmankerl und ausgelassene Stimmung – Blasmusik am Nachmittag und Partyhits bis spät in die Nacht.

Abenteuer für Groß und Klein

Auch Familien dürfen sich auf zahlreiche Erlebnisse freuen: Auf der Burg Forchtenstein dreht sich beim Drachenfest (26. und 27. September) alles um feuerspeiende Fabelwesen. An interaktiven Stationen wird gebastelt, gerätselt und ausprobiert, während kleine Entdecker herausfinden, welcher Drachentyp in ihnen steckt – ob Feuer-, Wasser-, Erd- oder Luftdrache.

Mittelalterliches Flair erwartet Sie wenige Tage später auf der Rosenburg. Beim Krone Ritterturnier am 3., 4., 10. und 11. Oktober liefern sich Ritter hoch zu Ross spektakuläre Lanzenkämpfe im größten erhaltenen Turnierhof Europas. Dazu begegnen Besucher Gauklern, Handwerkern und Händlern, während Kinder historische Spiele ausprobieren und den Rittern ganz nahe kommen können.

Wer in mittelalterlicher Gewandung kommt, wird beim Krone Ritterturnier selbst Teil des Spektakels. © lichtstark

Geschichte gibt’s auch mitten in Wien zu erleben: Mit „Vikings“ eröffnet ab 23. September eine immersive Ausstellung, die Wikingerfans mitten in die Welt der Nordmänner eintauchen lässt. Neblige Wälder, geheimnisvolle Runen, eindrucksvolle Klangwelten und eine Virtual-Reality-Reise rund um den Weltenbaum Yggdrasil verbinden modernste Technik mit nordischer Mythologie.

Wer von Geschichte gar nicht genug bekommen kann, sollte sich den 3. Oktober vormerken. Bei der Langen Nacht der Museen öffnen österreichweit hunderte Häuser bis Mitternacht ihre Türen. Vom kleinen Heimatmuseum bis zu den imposanten Kunstsammlungen lässt sich mit nur einem Ticket ein Museumsbesuch der etwas anderen Art gestalten.

Auch musikalisch gibt es News: Ab 25. September kehrt im Raimund Theater mit „Disneys Die Schöne und das Biest“ eines der erfolgreichsten Musicals der Welt nach Wien zurück. Die vielfach ausgezeichnete Musik von Alan Menken und eine spektakuläre neue Inszenierung machen den Klassiker wieder zum Fixpunkt für kleine und große Musicalfans.

Seit seiner Uraufführung am Broadway im Jahr 1994 begeistert das Musical mit den bekannten Disney-Melodien. © Daniel Boud

Sportlich unterwegs

Der Frühherbst ist übrigens auch die perfekte Jahreszeit, um die angenehmen Temperaturen draußen zu genießen, und das geht am besten in Bewegung. So wird beim vienna night run am 17. September die Wiener Ringstraße wieder zur Laufstrecke der besonderen Art. Zum 20. Mal geht es dabei nicht in erster Linie um Sekunden und persönliche Bestzeiten, sondern um das gemeinsame Erlebnis vor einer der schönsten Kulissen der Stadt.

Etwas genussvoller wird’s beim Blaufränkischland Marathon am 3. Oktober. Zum fünften Mal führt die Strecke durch die sanften Hügel des Mittelburgenlands, wahlweise laufend oder walkend. Entlang der vier Distanzen warten zahlreiche Gustationsstationen bei regionalen Winzern, an denen nicht nur die Beine, sondern auch die Geschmackssinne auf ihre Kosten kommen. Dazu kommen kreative Kostüme, Livemusik und eine After-Run-Party im Festzelt.

Beim Blaufränkischland Marathon stehen vier Bewerbe zur Auswahl: Marathon (42 km), Halbmarathon (21,3 km), Viertelmarathon (10,4 km) und Achtelmarathon (5,7 km). © Burgenland Tourismus/Maria Hollunder

Prost und Mahlzeit!

Apropos Wein: Die Ostregion feiert die Ernte in den kommenden Wochen gleich mehrfach. So auch das ernte.dank.festival am 12. und 13. September in Wien. Als größtes Fest der heimischen Land- und Forstwirtschaft zeigt die Veranstaltung, woher unsere Lebensmittel kommen und wie vielfältig Österreichs Landwirtschaft ist. Neben regionalen Schmankerln, Musik und Handwerk stehen auch interaktive Stationen am Programm.

Ein Highlight ist die traditionelle Erntedankkrone, die jedes Jahr im Mittelpunkt der Feierlichkeiten am Heldenplatz steht. © Praxmarer/ÖSF

Auch die Wiener Weinwandertage am 26. und 27. September verbinden Bewegung und Genuss auf besondere Weise. Mehrere Routen führen durch die Wiener Weinberge zu Heurigen und Winzerbetrieben, vorbei an Aussichtspunkten, Spielplätzen und familienfreundlichen Stationen. Dank öffentlicher Anreise und unterschiedlicher Einstiegsmöglichkeiten lässt sich die Tour ganz individuell gestalten.

Den Abschluss der Wiener Weinsaison markieren die Stürmischen Tage in Stammersdorf am 3. und 4. Oktober. In der historischen Kellergasse am Stadtrand treffen frischer Sturm, geröstete Kastanien und Heurigenklassiker auf musikalische Begleitung und entspannte Herbststimmung.

An zwei Wochenenden (5.–6. und 12.–13. September) wird bei der Genussmeile Thermenregion Wienerwald in Niederösterreich der Wiener Wasserleitungswanderweg zwischen Mödling und Bad Vöslau zur längsten Schank der Welt. Auf rund 15 Kilometern reihen sich Winzerstände, regionale Köstlichkeiten und Aussichtspunkte aneinander.

Eine hügelige Landschaft neben einer österreichischen Stadt mit Weinreben und Winzerstände.
Im Mittelpunkt stehen die Sorten der Thermenregion wie Zierfandler, Rotgipfler und der charakteristische Pinot Noir. © Wienerwald Tourismus/Christian Dusek

In der Wachau steht der Herbst ebenso traditionell ganz im Zeichen des Weins. Beim Spitzer Weinherbst von 4. September bis 26. Oktober laden Verkostungen, Wanderungen durch die berühmten Terrassen und die „Musikalischen Weinterrassen“ an ausgewählten Sonntagen dazu ein, Landschaft und Genuss miteinander zu verbinden.

Auch im Mittelburgenland steht am 5. September bei der Wein.Genuss Winzertafel in Lutzmannsburg der Wein im Mittelpunkt. Ein Pflichttermin für alle, die kräftige Rotweine und gemütliches Beisammensein schätzen. Im Südburgenland geht’s am 26. September beim Uhudler-Sturmfest stürmisch zu: In der historischen Kellergasse dreht sich alles um den frisch gekelterten Uhudler-Sturm, der jedes Jahr tausende Fans anzieht.

An der 75 Meter langen Winzertafel in Lutzmannsburg finden bis zu 150 Gäste Platz. © WEIN.GENUSS Verein Lutzmannsburg

Coole Traditionen

Vom Sturm ist es nicht weit zum ersten Jungwein: Im Burgenland dreht sich der November traditionell alles ums traditionelle Martiniloben. Rund um den Martinstag, also zwischen dem 6. und 15. November wird der junge Wein geöffnet, Winzer laden in ihre Keller ein und ganze Orte verwandeln sich in Genussplatzerl. In Mörbisch, Podersdorf, Neusiedl am See, Illmitz und Gols und vielen weiteren Hotspots wird zwischen Anfang und Mitte November verkostet, gefeiert und auf die neue Weinsaison angestoßen.

Auch Niederösterreich feiert den Herbst mit einem langen Brauchtum: Beim Leopoldimarkt in Klosterneuburg von 12. bis 15. November treffen Kunsthandwerk, Kulinarik und Unterhaltung aufeinander. Ein Highlight ist das legendäre Fasslrutschen, bei dem Mutige auf einem Holzfass durch einen unterirdischen Weinkeller rutschen.

Kleine und große Alltagsfluchten

Nach so viel Festprogramm darf es nun auch gerne etwas ruhiger zugehen. Mitten in Wien wartet dafür eine überraschend grüne Oase: das Palmenhaus im Burggarten. Der historische Glaspalast aus dem Jahr 1902 beherbergt exotische Pflanzen und bietet mit seiner Brasserie einen stimmungsvollen Platz für Frühstück, Mittagessen oder einen Kaffee, für alle, die sich den Sommer wieder zurückträumen wollen.

Das Palmenhaus hat täglich geöffnet. © Gregor Lechner

Etwas weiter draußen warten die absoluten Stars der Saison, die Kürbisse, auf Besuch. Am Kürbishof Franzlbauer im Tullnerfeld dreht sich nämlich alles um das beliebte Herbstgemüse. Der Familienbetrieb baut seit Generationen Kürbisse und andere Spezialitäten an und verbindet Einkaufserlebnis mit Ausflug. Besonders beliebt ist die imposante Kürbispyramide, die jedes Jahr zum Fotomotiv für Besucher wird.

Ein Friedhof als Ausflugsziel? Unbedingt! Gerade im Herbst liegt über dem Wiener Zentralfriedhof eine fast märchenhafte Stimmung. Zwischen der Parklandschaft mit einer artenreichen Flora und Fauna, ziehen Nebelschwaden, das Laub knistert unter den Füßen, und an den Ehrengräbern von Falco, Udo Jürgens oder Manfred Deix begegnet man Geschichte der anderen Art.

Sie suchen doch lieber den ultimativen Adrenalinkick? Dann finden Sie in St. Corona am Wechsel die passende Herausforderung: Die Wexl Trails bieten Mountainbike-Strecken für unterschiedlichste Könnerstufen – von gemütlichen Panoramawegen bis zu anspruchsvolleren Trails im Bikepark. Auch Kinder kommen auf ihre Kosten: Im Mini-Bikepark können die Kleinsten erste Erfahrungen sammeln, bevor sie beim Wexl Kids Race am 26. September zeigen, was sie gelernt haben.

Zum Abschluss lohnt sich noch ein Blick hoch hinaus: Beim Goldenen Herbst am Schneeberg wird die Bergwelt von 5. bis 15. November zum Ausflugsziel für Genießer. Mit der Zahnradbahn geht es hinauf, anschließend lässt sich die Region zwischen Hengsthütte und Station Baumgartner per Hop-on-Hop-off erkunden. Regionale Küche, die berühmten Schneeberg-Buchteln und das goldene Farbenspiel der Landschaft machen den Ausflug zum perfekten Saisonfinale.

Drei Personen in Wanderkleidung vor dem Waggon der Schneebergbahn
In nur 40-minütiger Fahrt geht es mit dem modernen Salamander Zug zum Bergbahnhof Hochschneeberg auf 1.800 m Seehöhe. © NB/Zwickl
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