Story

Einwegpfand: Sammelquote von 81,5 Prozent im ersten Jahr

Am 1. Jänner 2025 wurde in Österreich das Einwegpfand eingeführt. Die positive Bilanz nach einem Jahr: Mit einer Sammelquote von 81,5 Prozent wurden die Vorgaben von mindestens 80 Prozent erfolgreich erreicht. Nächstes Ziel: 90 Prozent bis 2027.
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Norbert Totschnig, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft mit Monika Fiala, Geschäftsführerin Recycling Pfand Österreich © Roland Rudolph/EWP Recycling Pfand Österreich

Im Vorjahr hat Österreich eines der größten Kreislaufwirtschaftsprojekte des Landes eingeführt: das Einweg-Pfandsystem für Getränkeverpackungen aus Kunststoff und Metall. Das System wurde ins Leben gerufen, um wertvolle Rohstoffe im Kreislauf zu halten, Ressourcen zu schonen und das achtlose Wegwerfen von Flaschen und Dosen drastisch zu reduzieren.

Die Pfandverordnung hatte eine Sammelquote von 80 Prozent für das erste Jahr festgelegt. Mit einer tatsächlichen Quote von 81,5 Prozent wurden die Vorgaben übertroffen. Damit kommt Österreich den EU-Vorgaben einen entscheidenden Schritt näher. Das nächste Ziel: Die Sammelquote bis 2027 auf 90 Prozent zu steigern und diese Vorgabe bereits zwei Jahre früher als von der EU gefordert zu erfüllen.

„Getränkeverpackungen aus PET und Metall sind wertvolle Rohstoffe, die getrennt gesammelt, ausgezeichnet recycelt werden können. Das Einweg-Pfandsystem ist hier ein entscheidender Meilenstein für die Kreislaufwirtschaft in Österreich“, so Norbert Totschnig, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft. „Das System ist ein zentraler Hebel, um die EU-Sammelziele zu erreichen und den vorgeschriebenen Recyclinganteil von 25 Prozent bei PET-Flaschen sicherzustellen. Hierfür wurde nun die notwendige Struktur geschaffen.“

Monika Fiala, Geschäftsführerin Recycling Pfand Österreich: „Mit einer Sammelquote von 81,5 Prozent sammeln die Menschen in Österreich heute mehr Gebinde als je zuvor: Flasche zu Flasche bzw. Dose zu Dose wird damit zur Realität.“

Mehrheit der Österreicher steht hinter dem Pfandsystem

Eine Umfrage unterstreicht die Akzeptanz des Systems: Drei Viertel der Konsumenten befürworten das Pfandsystem, 85 Prozent fühlen sich gut informiert. Die Mehrheit der Österreicher erkennt die pfandpflichtigen Verpackungen am österreichischen Pfandsymbol. Ein bedeutender Vorteil des Systems ist die hohe Dichte an Rückgabeautomaten, die eine einfache und bequeme Rückgabe ermöglichen. 98 Prozent der Rückgaben erfolgen über diese Automaten.

Das Einweg-Pfandsystem hat den Materialkreislauf maßgeblich verbessert. Bisher fand nur jede zweite Flasche den Weg zurück in den Kreislauf, jetzt werden die Materialien sortenrein gesammelt und nahezu vollständig recycelt. Diese Effizienz reduziert den Bedarf an neuen Rohstoffen erheblich. Zudem haben Getränkeproduzenten erstmals ein Vorkaufsrecht auf die zurückgegebenen Materialien, was im Hinblick auf die EU-Vorgabe von 25 Prozent recyceltem Kunststoff in Flaschen bedeutend ist.

Das System hat auch eine ökologische Lenkungswirkung, da es Anreize für nachhaltige Verpackungen schafft. Verpackungen, die das Recycling erschweren, werden mit höheren Gebühren belegt, was bereits zu Optimierungen wie besser ablösbaren Etiketten geführt hat.

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