Mit „Ein Käfig voller Narren“ laden die Seefestspiele Mörbisch 2026 zu einem Stück, das seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Musical-Komödien zählt. Das Werk basiert auf dem Theaterstück von Jean Poiret, das später von Jerry Herman und Harvey Fierstein zum Musical weiterentwickelt wurde. Im Zentrum steht Georges, Betreiber des Nachtclubs „La Cage aux Folles“ in Saint-Tropez. Star der dortigen Travestie-Shows ist sein Lebenspartner Albin, der als Zaza auftritt. Als Georges’ Sohn Jean-Michel seine Verlobte Anne samt deren streng konservativem Vater ankündigt, gerät das familiäre Gleichgewicht ins Wanken. Bei den Seefestspielen soll daraus eine große Revue werden – mit Glamour, Komik und bekannten Songs wie „Die schönste Zeit ist heut“ oder „Ich bin, was ich bin“.
Die personelle Nachricht rund um Alfons Haider ist dabei ebenso bedeutend wie die Wahl des Stücks selbst. Mit der Vertragsverlängerung bleibt Alfons Haider den Seefestspielen Mörbisch bis 2032 nicht nur als Generalintendant erhalten, sondern wird 2026 auch selbst in einer Hauptrolle zu sehen sein. Gemeinsam mit Drew Sarich übernimmt er alternierend die Rolle des Albin beziehungsweise dessen Alter Ego Zaza.
Haider betonte: „Ein besonderes Stück wie ‚Ein Käfig voller Narren‘ erfordert natürlich auch eine außergewöhnliche Besetzung. Deshalb bin ich mit unserem mit Bedacht gewählten Cast sehr glücklich: Publikumsliebling Mark Seibert, der als Henry Higgins 2025 sein Mörbisch-Debut gab, wurde bereits als Darsteller des Georges vorgestellt. Drew Sarich, Bühnenstar und gefeierter Zaza-Interpret, wird alternierend mit mir in der Rolle von Albin bzw. seinem schillernden Alter Ego Zaza zu sehen sein.“
„Noch nicht vorgestellt wurden bisher Ines Hengl-Pirker, unsere fulminante Tanja aus „Mamma Mia!“ und Anna Rosa Döller, zuletzt als Eliza Doolittle erfolgreich in Mörbisch, die heuer als Mutter (Marie Dindon) und Tochter (Anne Dindon) auf der Bühne stehen werden. Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Das Wichtigste im Leben kann in fünf Buchstaben zusammengefasst werden: L-I-E-B-E. Die Liebe kennt bekanntlich viele Wege und im Sommer 2026 führen sie alle auf die Seebühne Mörbisch. Ich lade alle herzlich ein, mit uns emotionale und lustige Höhenflüge zu unternehmen, wenn diesen Sommer nichts so ist, wie es scheint.“
Auch Landeshauptmann Hans Peter Doskozil rückte die wirtschaftliche und touristische Bedeutung der Produktion bei dem Pressetermin in den Fokus: „Schon jetzt ist klar, dass ‚Ein Käfig voller Narren‘ zu den Höhepunkten des diesjährigen Festspielsommers zählen wird. Die Nachfrage nach Tickets ist groß, die Verkaufszahlen entwickeln sich äußerst positiv. Aktuell stehen wir bei rund 100.000 verkauften bzw. reservierten Tickets.“
„Über die Hauptproduktion hinaus wird es auch heuer eine ganze Reihe von Gastveranstaltungen auf der Seebühne geben. Davon profitieren nicht nur die Seefestspiele Mörbisch, sondern auch der burgenländische Tourismus und die gesamte Region. Generalintendant Alfons Haider konnte für die diesjährige Produktion erneut große Namen der Musicalszenen für Mörbisch gewinnen, was den Stellenwert der Seebühne als Musicalstandort deutlich macht. Ich bin überzeugt, dass dieses Bühnenstück, das erstmals in Mörbisch zu sehen sein wird, viele Menschen begeistern wird.“
Für das Bühnenbild ist erneut Walter Vogelweider verantwortlich. Seine Konzeption bringt das mondäne Flair der Côte d’Azur samt Nachtclubkulisse nach Mörbisch: „Als Bühnenbildner verstehe ich „Ein Käfig voller Narren“ als Raum der Sichtbarkeit. In einer Zeit, in der Homophobie und politische Ausgrenzung wieder an Einfluss gewinnen, zeigt dieses Stück die Kraft von Offenheit, Selbstbehauptung und Lebensfreude.“
„Die Bühne der Seefestspiele Mörbisch ist deshalb als großer Revue-Kosmos gedacht. Eine 60 Meter breite Treppenlandschaft mit über 1.000 m Lauflicht, die sich ständig verwandelt und Bewegung erzeugt. In ihrer Mitte liegt eine Drehscheibe von 10 Meter Durchmesser, die schnelle Szenenwechsel ermöglicht und den Rhythmus der Show trägt. Diese Architektur schafft Raum für die große Revue, ohne die Geschichte zu verlieren. Die Treppen werden zu einem Ort des Auftritts, des Zeigens und des Sich-Behauptens. Sichtbarkeit ist Stärke, Vielfalt ist keine Provokation, sondern ein Ausdruck von Freiheit.“
Regisseur Andreas Gergen, der bereits Produktionen wie „Viktoria und ihr Husar“ und „Mamma Mia!“ verantwortet hat, übernimmt auch 2026 die Inszenierung: „Für mich vereint das Musical „Ein Käfig voller Narren“ alles, was gutes Theater ausmacht: Es berührt, bringt uns zum Lachen und öffnet den Blick für einander. Es handelt sich dabei um eine der besten Komödien, die ich kenne, und erzählt die Geschichte mit viel Herz und Verstand. Die Zuschauer können sich auf ein riesiges Spektakel freuen. Neben spektakulären Kulissen, wie die riesige Showtreppe, bringen wir die größte Besetzung auf die Bühne, die es jemals in diesem Stück zu sehen gab.“

