Bereits seit Anfang des Jahres läuft die begünstigte Rückzahlung von Wohnbaudarlehen für Hausbauer: Ein Nachlass von 25 Prozent auf das Wohnbaudarlehen sorgt für Entlastung und mehr als 16.600 der über 23.000 angeschriebenen Personen haben bereits Anträge gestellt. Das Rückflussvolumen wird aktuell auf rund 260 Millionen Euro geschätzt.
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil betonte: „Während in anderen Bundesländern Wohnbaudarlehen oft ausschließlich Banken angeboten werden, profitieren bei uns zuerst die Burgenländerinnen und Burgenländer. Gleichzeitig fließen die Erlöse in wichtige Bereiche wie Gesundheit, Infrastruktur, Umwelt und Hochwasserschutz. Wir setzen punktgenau Maßnahmen zur Eindämmung der Teuerung. Die aktuelle Rückzahlungsaktion von Wohnbaudarlehen entlastet Häuslbauerinnen und Häuslbauer mit rund 87 Millionen Euro – ein Rekord in der Geschichte des Burgenlands. Damit bleibt den Haushalten in wirtschaftlich angespannten Zeiten mehr Geld im Börsel.“
Entlastung jetzt auch für Genossenschaftsmieter
Nun kündigte Doskozil gemeinsam mit Wohnbaulandesrat Heinrich Dorner und Alfred Kollar, Landesgruppenobmann der Gemeinnützigen Bauvereinigungen (GBV), die Ausweitung der begünstigten Rückzahlung von Wohnbaudarlehen auch auf Genossenschaftsmieter an. Die neue Regelung unterstützt Genossenschaften dabei, ihre Wohnbaudarlehen begünstigt vorzeitig zurückzuzahlen – unter der Bedingung, dass die Vorteile direkt an die Mieter weitergegeben werden. „Die Mieterinnen und Mieter müssen nichts tun. Die Anträge werden von den jeweiligen GBV gestellt“, erklärte Dorner.
Besonders betroffen sind Wohnobjekte, die sich in der dritten Phase des Wohnbaudarlehens befinden, da hier die monatliche Belastung bisher am höchsten war. Ziel ist es, stabile Mietkosten und eine bessere Kalkulierbarkeit der Wohnkosten für die kommenden Jahre zu gewährleisten. Kollar bezeichnete die Aktion als „bemerkenswerte Initiative des Landes Burgenland“, die nun auch für gemeinnützige Wohnhaus- und Reihenhausanlagen genutzt werden kann.
Wohnbaulandesrat Dorner fordert nun auch die Bundesregierung zum Handeln auf: „Wir haben mit dem burgenländischen Wohnkostendeckel bereits über 16.000 Haushalte spürbar entlastet. Jetzt muss die Bundesregierung ihre Mietpreisbremse erweitern, damit auch Mieterinnen und Mieter in nicht ausfinanzierten Wohnobjekten geschützt werden.“

