Story

Ab nach draußen: Niederösterreichs schönste Frühlingswanderwege

Von weißen Mostbaumlandschaften bis zu Aussichtswarten über der Wachau, von familienfreundlichen Etappen in Carnuntum bis zum Bahnwanderweg am Semmering: Niederösterreich präsentiert sich im Frühling als vielseitiges Wandererlebnis.
© Mostviertel Tourismus/weinfranz.at

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betont: „Wenn der Frühling kommt, zieht es uns wieder hinaus in die Natur. Alles beginnt zu blühen und Niederösterreich zeigt sich von seiner schönsten Seite. Unsere vielfältigen Landschaften – von den Mostbaumblüten bis zu den zahlreichen Aussichtspunkten – laden zum Entdecken ein. Kaum ist die Marillenblüte vorbei, kündigt sich bereits die Mostbaum- und Kriecherlblüte an. Ein Naturschauspiel, das zu Entdeckungsreisen in die Regionen einlädt. Denn beim Wandern kann man die Regionen mit all ihren Besonderheiten neu entdecken.“

Auch Michael Duscher, Geschäftsführer der Niederösterreich Werbung, verweist auf die Vielfalt des Angebots: „Manchmal tut ein kleiner Tapetenwechsel unter freiem Himmel richtig gut. Dabei braucht es oft nicht viele Höhenmeter, um zu schönen Aussichtsplätzen, ruhigen Waldpfaden oder charmant blühenden Landschaften zu kommen. Um bei all der Vielzahl an Wanderwegen nicht den Überblick zu verlieren, bieten unsere fein kuratieren Entdeckungsreisen Orientierung für unvergessliche Erlebnisse.“

Wege mit Geschichte an Donau und in Carnuntum

In der Region Carnuntum bilden die insgesamt 70 Kilometer langen VIA.CARNUNTUM.-Wanderwege ein familienfreundliches Netz aus fünf Etappen in den Kategorien leicht bis mittelschwer. Die einzelnen Abschnitte sind zwischen fünf und zwölf Kilometer lang, kommen ohne größere Anstiege aus und sind sogar mit dem Kinderwagen befahrbar. Zusätzliche Erzählebene liefert die kostenlose WebApp „Wanderwege Region Carnuntum“, die geschichtsträchtige Ereignisse entlang der Strecke sichtbar macht.

Auch die Donau-Region setzt auf große Ausblicke. Auf Etappe 11 des Welterbesteigs liegt die Aussichtswarte am Seekopf, deren Form an die Wachauer Weinterrassen erinnert. Von dort reicht der Blick über die Wachau, zu Stift Göttweig und ins Alpenvorland.

Mostviertel in Weiß

Besonders markant zeigt sich die Birnblüte entlang der Moststraße. Rund 120.000 Birnbäume verwandeln das westliche Mostviertel jedes Jahr in ein weißes Blütenmeer, die Vollblüte wird heuer für Mitte April erwartet. Wer den Stand der Knospen schon vorab verfolgen will, kann das über die Birnbaum-Webcam tun.

Ein Fixpunkt des Mostfrühlings ist der Tag des Mostes, der heuer am Sonntag, 19. April, stattfindet. Verkostungen und Veranstaltungen ziehen dabei traditionell viele Besucher ins Mostviertel; ein Oldtimerbus verbindet bei einer Hop-on-Hop-off-Tour die einzelnen Stationen.

Doch die Region lässt sich nicht nur verkosten, sondern vor allem erwandern. Als besonders aussichtsreich gilt die Sunnseitn Runde bei Sonntagberg am Panoramahöhenweg. Die rund 3,5 Kilometer lange Tour macht ihrem Namen alle Ehre und öffnet den Blick weit in die Voralpen. Unweit davon liegt die Basilika am Sonntagberg, einer der bedeutendsten Wallfahrts- und Pilgerorte Mitteleuropas. Ebenfalls während der Mostbaumblüte eindrucksvoll: der rund 6,5 Kilometer lange Karl Lammerhuber-Blick-Weg von Biberbach bis zum „Karl-Lammerhuber-Blick“ sowie der Voralpenblick-Wanderweg in Ertl.

Weinfrühling und Kriecherlblüte im Waldviertel

Im Kamptal verbinden der Weinweg Langenlois und der Winzerdorfweg Gobelsburg Bewegung und Weinkultur. Von April bis Oktober findet dort die Weingartenschank statt, bei der jedes Wochenende verschiedene Weingüter ausschenken. Der 2023 eröffnete Winzerdorfweg Gobelsburg führt von Langenlois durch Kellergassen, Hohlwege und Weingärten bis nach Gobelsburg, das auf eine rund 1.000-jährige Weinbaugeschichte zurückblickt.

Im Waldviertel gehört neben dem Wein auch das Kriecherl zur regionalen Identität. Wer Blüte und Produkte erleben möchte, kann die Etappe 6 des Waldviertler Lebenswegs von Kirchschlag über Kottes nach Els wählen. In Kottes lohnt sich ein Stopp bei der Destillerie Weidenauer, wo Produkte rund ums Kriecherl verkostet werden können. Der Kriecherl Sprizz wurde heuer mit der „Goldenen Birne“ ausgezeichnet.

Eine weitere Route führt auf den zertifizierten Nebelstein Erlebnis-Wanderweg. Die elf Kilometer lange Rundtour startet in Hirschenwies und verbindet mehrere Erlebnisstationen.

Semmering, Skywalk und große Ausblicke

In den Wiener Alpen stehen Aussichtswarten und bekannte Fotomotive im Mittelpunkt. Auf dem Bahnwanderweg von Semmering nach Breitenstein liegt der „20-Schilling-Blick“, davor erreicht man auf 919 Metern Seehöhe die Doppelreiter Aussichtswarte auf dem Wolfsbergkogel mit Blick auf das UNESCO-Weltkulturerbe Semmeringbahn. Die Strecke eignet sich auch für Familien und Genusswanderungen. Für die Anreise werden die historische Südbahn oder der RUFbus Semmering-Rax empfohlen. Wer tiefer in die Region eintauchen will, kann das Angebot „Bahnwandern am Semmering“ mit zwei Übernachtungen, Wandervorschlägen, Wanderwegfolder und Wanderjause nutzen.

Auch der Skywalk Hohe Wand zählt zu den bekannten Aussichtspunkten des Landes. Die Rundwanderung durch den Naturpark führt zusätzlich am Tiergehege vorbei und ist besonders bei Familien beliebt.

Weinviertel und Wienerwald

Im Weinviertel färben Rapsfelder rund um Asparn an der Zaya die Landschaft im April und Mai für mehrere Wochen leuchtend gelb. Eine Route mit raschem Aussichtserfolg ist „Steppenrasen mit Aussicht“ in Oberleis. Schon nach rund zehn Minuten ist die Aussichtswarte Oberleiserberg im Naturpark Leiser Berge erreicht, bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zu Schneeberg und Ötscher.

Noch bis Ende Mai wird im Weinviertel außerdem „In die Grean“ gegangen. Bei Spaziergängen mit Winzern oder Winzerinnen stehen Brauchtum und Kulinarik im Mittelpunkt. Manche Gastgeberinnen und Gastgeber verbinden das mit Riedenwanderung, Weinverkostung, Winzerjause, Traktorfahrt und Übernachtung. Wer lieber individuell unterwegs ist, kann den Weinwanderweg Retz wählen, der an Windmühle, Retzer Erlebniskeller und Fahrradmuseum vorbeiführt.

Im Wienerwald wiederum lassen sich auf rund 27 Kilometern gleich acht Aussichtswarten erwandern, darunter die Burgruine Mödling, der Husarentempel und die Theresienwarte. Die Tour kann am Stück oder in drei Etappen absolviert werden. Ebenfalls beliebt ist der 716 Meter hohe Peilstein, dessen 5,5 Kilometer langer Erlebnisweg vor allem Familien einen anschaulichen Zugang zum Thema Klettern bietet.

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