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26. Mai 2024
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Die Dinos warten im Naturhistorischen Museum

Sehen, staunen, verstehen: In den insgesamt 39 Schausälen des Naturhistorischen Museums Wien gibt es viel zu entdecken. Darunter riesige Saurierskelette, die 29.500 Jahre alte Venus von Willendorf, die vor über 200 Jahren ausgestorbene Stellersche Seekuh und die weltweit größte und älteste Meteoritenschausammlung.

Sauriersaal im Naturhistorischen Museum
Im Sauriersaal ist neben Skelettrekonstruktionen auch ein Lebendmodell zu sehen. © NHM Wien/Christina Rittmannsperger

30 Millionen Sammlungsobjekte sind im Naturhistorischen Museum in der Wiener Innenstadt untergebracht. Damit gehört das Haus zu den bedeutendsten Naturmuseen der Welt. Für Besucher gibt es dementsprechend viel zu besichtigen. Der Schwerpunkt des Hauses liegt auf der Geschichte unseres Planeten, der Vielfalt der Natur, der Evolution des Lebens sowie der biologischen und kulturellen Entwicklung des Menschen.

Von Sauriersaal bis Mineraliensammlung

Im Naturhistorischen Museum laden insgesamt elf Abteilungen auf eine Entdeckungsreise ein. Die beliebtesten stellen wir hier kurz vor:

  • Die Anthropologie-Dauerausstellung widmet sich der Evolution der Hominiden und dem Entstehungsprozess des Menschen. Die osteologische Sammlung umfasst rund 40.000 Skelette oder Skelettteile.
  • In der Geologisch-Paläontologischen Abteilung befindet sich der Sauriersaal mit drei Skelettrekonstruktionen großer Dinosaurier: Allosaurus, Diplodocus und Iguanodon. Zudem sind ein Lebendmodell eines Deinonychus in Originalgröße, mehrere Skelette kleinerer Dinosaurier wie Psittacosaurus oder Protoceratops sowie Skelettteile ausgestellt. 2011 hat man die Ausstellung um Computeranimationen ergänzt. An der Decke schwebt ein originalgroßes Pteranodon-Modell.
    Außerdem verfügt das Museum über viele Skelettrekonstruktionen von Tieren, die während der letzten Eiszeit gelebt haben. Dazu zählen beispielsweise das Mammut, die Säbelzahnkatze, der Riesenhirsch sowie der Höhlenbär. All diese und noch weitere Lebewesen sind in den Gängen des Hochparterres des Naturhistorischen Museums zu sehen.
  • In der Mineralogisch-Petrographischen Abteilung gibt es etwa 150.000 inventarisierte Objekte. Etwa 15 Prozent davon können die Besucher bewundern. Die Meteoritensammlung ist weltweit die älteste Sammlung (1778) und zählt mit mehr als 7.000 inventarisierten Stücken von historisch und wissenschaftlich bedeutenden Meteoriten zu den größten der Welt. In der Mineraliensammlung gibt es auch einen Blumenstrauß aus Edelsteinen zu sehen. Den Edelsteinstrauß soll Maria Theresia ihrem Gatten Franz Stephan Mitte des 18. Jahrhunderts zum Geschenk gemacht haben. Der Strauß besteht aus über 2.100 Diamanten und 761 anderen Edel- und Schmucksteinen, die zu 61 Blumen und zwölf unterschiedlichen Tierarten zusammengesetzt sind.
  • Die Prähistorische Abteilung umfasst als eine der größten archäologischen Sammlungen Europas folgende Bereiche: Altsteinzeit, Bronzezeit, Ältere Eisenzeit, Jüngere Eisenzeit, Frühgeschichte und Prähistorischer Bergbau. Im Saal 11 befinden sich steinzeitliche Funde wie das prominenteste prähistorische Objekt, die Venus von Willendorf (Alter ca. 29.500 Jahre). Ausgestellt sind außerdem andere wertvolle Zeugen dieser Epoche: die Figur vom Galgenberg und die Venus von Kostenki.
  • In der Zoologischen Abteilung sind unglaublich viele Wirbeltiere, Insekten und wirbellose Tiere zu sehen. Im Saal 21gibt es 3D-Mikroskopansichten und Besucher können selbst mikroskopieren.

5 Dinge, die man gesehen haben muss

  • den Sauriersaal
  • die Venus von Willendorf
  • den Edelsteinstrauß von Maria Theresia
  • die Meteoritensammlung
  • die Zoologische Abteilung

Facts and Figures Naturhistorisches Museum

  • Das Naturhistorische Museum (NHM) in Wien zählt mit rund 30 Millionen Sammlungsobjekten zu den bedeutendsten Naturmuseen der Welt und ist eines der größten Museen Österreichs.
  • Etwa um das Jahr 1750 kaufte Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen vom Florentiner Johann Ritter von Baillou die zu dieser Zeit größte Sammlung an Naturalien. Das Herz der Sammlung bildeten 30.000 Objekte, darunter seltene Schnecken, Korallen, Muscheln sowie kostbare Edelsteine und seltene Mineralien. Schon damals ordnete man die Sammlung nach wissenschaftlichen Kriterien.
  • Das als k.k. naturhistorisches Hofmuseum geführte Haus, das die großen kaiserlichen Sammlungen aufnahm, wurde im Auftrag von Kaiser Franz Joseph I. an der Wiener Ringstraße errichtet und 1889 eröffnet.
  • In den Schausälen im Naturhistorischen Museum ergänzen über 100 Ölgemälde berühmter Maler die ausgestellten Objekte.
  • Die Fassade des Naturhistorischen Museums Wien ist mit Figuren und Porträts berühmter Forscher geschmückt. Der einzige Wissenschafter, der noch zu seinen Lebzeiten hier verewigt wurde, war Charles Darwin.
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Naturhistorisches Museum Wien Maria-Theresien-Platz
1010 Wien
info@nhm-wien.ac.at
+43/1/521 77-0
https://www.nhm-wien.ac.at
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